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Samsung vor dem Foldable Sommer: Neues Format, neue Erwartungen, alte Preisfrage

Mit Galaxy Z Fold 8, Fold 8 Ultra und Flip 8 will Samsung offenbar nicht nur nachlegen, sondern die eigene Foldable Strategie neu sortieren. Der Druck durch Honor, Oppo, Vivo und Motorola ist dabei größer denn je.

Markus Lugert von Markus Lugert
6. Juli 2026
in News
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Samsung Fold 8
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Samsung hat ein Talent dafür, seine großen Smartphone Starts schon vor der offiziellen Bühne in kleine Rätsel zu verpacken. Mal sind es Schattenrisse, mal kurze Clips, mal scheinbar harmlose Motive, die auf den ersten Blick eher nach Werbespielerei aussehen.

Bei den aktuellen Teasern zu den nächsten Galaxy Foldables wirkt das aber auffällig konkret. Samsung spielt auf seinen Social Media Kanälen inzwischen sehr deutlich mit Begriffen wie neue Form, neue Freude und einem auffällig veränderten Seitenverhältnis. Dazu kommen kurze Clips mit Alltagsobjekten, die plötzlich breiter, kompakter und fast passartig wirken. Ganz offiziell sagt Samsung damit noch nicht Galaxy Z Fold 8 Wide. Aber man muss schon sehr bewusst wegschauen, um die Botschaft nicht zu verstehen.

 

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Genau deshalb fühlt sich die kommende Foldable Generation spannender an als viele Samsung Updates der letzten Jahre. Nicht, weil faltbare Smartphones plötzlich wieder neu wären. Sondern weil Samsung offenbar an einem Punkt angekommen ist, an dem kleine Verfeinerungen nicht mehr reichen. Die Fold Reihe war lange der Platzhirsch, fast schon der Standard, an dem sich alle anderen messen mussten. Doch der Markt hat sich verändert. Honor, Oppo, Vivo, Huawei und Motorola haben in den letzten Jahren gezeigt, dass Foldables dünner, leichter, breiter, schneller ladend und teilweise mutiger sein können. Samsung bringt dafür weiterhin die stärkere Software, den besseren Handel, längeren Support und mehr Vertrauen bei vielen Käufern mit. Aber das allein trägt nicht ewig.

Der Teaser sagt mehr als Samsung offiziell ausspricht

Die aktuellen Samsung Teaser sind deshalb so interessant, weil sie nicht einfach nur ein neues Galaxy ankündigen. Sie deuten ziemlich klar auf einen anderen Formfaktor hin. In mehreren kurzen Social Media Clips werden vertraute Dinge wie Süßigkeiten, Schokolade oder andere Formen so inszeniert, dass sie plötzlich breiter und weniger langgezogen wirken. Ergänzt wird das Ganze durch Botschaften wie New shape oder Bold stroke. New shape. Das ist für Samsung Verhältnisse erstaunlich direkt.

Samsung Fold 8Für alle, die ein Galaxy Z Fold länger genutzt haben, ist dieser Hinweis nicht trivial. Das bisherige Fold Format hatte immer eine sehr eigene Ergonomie. Geschlossen war es schmal und hoch, aufgeklappt dafür angenehm groß, aber bei Videos und vielen Apps nicht immer ideal ausgenutzt. Man konnte sich daran gewöhnen, und viele haben genau dieses Format auch schätzen gelernt. Trotzdem blieb das äußere Display bei längeren Nachrichten, schnellen Webseiten oder einfacher Smartphone Nutzung immer ein Kompromiss. Es fühlte sich nie ganz so selbstverständlich an wie ein normales Smartphone.

Wenn Samsung nun tatsächlich ein breiteres Fold bringt, ist das nicht nur Kosmetik. Es wäre eine Antwort auf eine Kritik, die seit Jahren im Raum steht. Ein Foldable muss geschlossen ein gutes Smartphone und geöffnet ein gutes kleines Tablet sein. Bisher war Samsung beim zweiten Punkt oft stärker als beim ersten. Der neue Formfaktor könnte genau diese Balance verschieben.

Galaxy Z Fold 8 Wide: Das Fold, das endlich normaler wirken könnte

Nach aktueller Gerüchtelage plant Samsung neben dem klassischen großen Fold Modell offenbar ein breiteres Galaxy Z Fold 8, das in Leaks teilweise als Galaxy Z Fold 8 Wide bezeichnet wird. Erwartet wird ein Gerät mit einem 7,6 Zoll großen inneren Display, einem 5,5 Zoll großen äußeren Display, Dynamic AMOLED 2X Technik, 120 Hertz, einem Snapdragon 8 Elite Gen 5, 12 GB RAM und Speicheroptionen mit 256 GB, 512 GB sowie 1 TB. Das Gewicht soll bei rund 200 bis 201 Gramm liegen, die Dicke bei etwa 9,7 Millimeter geschlossen und 4,5 Millimeter geöffnet.


Das klingt auf dem Papier fast unspektakulär, ist im Alltag aber potenziell die größte Veränderung seit Jahren. Denn ein Foldable lebt nicht nur von Rechenleistung, Displayhelligkeit oder Kamerazahlen. Es lebt von der Frage, wie oft man es wirklich gerne benutzt. Beim Fold war mein Eindruck immer: Aufgeklappt ist es fantastisch, geschlossen ist es praktisch, aber nicht immer schön. Ein breiteres Cover Display könnte genau diesen kleinen Widerstand im Alltag abbauen. Man nimmt das Gerät in die Hand, tippt schnell eine Antwort, scrollt durch einen Artikel, macht ein Foto, nutzt Maps, klappt es aber nicht zwanghaft für jede Kleinigkeit auf. Genau so sollte ein Foldable funktionieren.

Optisch könnte das neue Modell eher an ein kleines digitales Notizbuch erinnern. Einige Leaks sprechen von einem passartigen Look im geöffneten Zustand. Das wäre ein klarer Bruch mit der bisherigen schmalen Fold DNA und würde Samsung näher an das bringen, was viele Nutzer von einem modernen Fold erwarten: außen normaler, innen sinnvoller.

Der große Haken: Wird das günstigere Fold beim Kamera Paket beschnitten?

So spannend das breite Fold klingt, so sehr muss man beim Kamera Setup genauer hinsehen. Laut aktuellen Leaks soll das Galaxy Z Fold 8 Wide eine Dual Kamera mit 50 Megapixel Hauptkamera und 50 Megapixel Ultraweitwinkelbekommen. Ein Teleobjektiv wird derzeit nicht einheitlich genannt und könnte bei diesem Modell fehlen.

Samsung Fold 8Das wäre aus Platz und Positionierung verständlich, aber trotzdem kritikwürdig. Samsung dürfte dieses breitere Fold nicht als günstiges Experiment verkaufen, sondern weiterhin klar im Premium Segment platzieren. Bei Preisen rund um die 2.000 Euro ist ein fehlendes Teleobjektiv schwer zu erklären. Gerade Samsung hat Nutzer über Jahre daran gewöhnt, dass Ultra und Premium auch Kamera Vielfalt bedeuten. Wer ein Foldable kauft, möchte nicht ständig hören, dass der Formfaktor eben Kompromisse erzwingt.

Natürlich muss man fair bleiben. Ein faltbares Gerät ist innen komplexer als ein klassisches Smartphone. Scharnier, Displaylagen, Akkuzellen, Kühlung und Gehäusestabilität kämpfen alle um Platz. Aber der Premium Markt hat sich weitergedreht. Wenn andere Hersteller in dünnen Foldables starke Akkus, große Sensoren oder schnelleres Laden unterbringen, wird die Ausrede schwieriger. Samsung muss hier zeigen, dass es nicht nur sicher baut, sondern auch mutig genug ist, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Galaxy Z Fold 8 Ultra: Das eigentliche Flaggschiff bleibt klassischer

Parallel zum breiteren Fold wird ein Galaxy Z Fold 8 Ultra erwartet. Dieses Modell dürfte stärker an die bisherige Fold Linie anschließen und damit eher der direkte Nachfolger des Galaxy Z Fold 7 werden. Erwartet werden ein 8,0 Zoll großes inneres Display, ein 6,5 Zoll großes Cover Display, ein besonders helles OLED Panel mit bis zu 3.600 Nits Spitzenhelligkeit, der Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, bis zu 16 GB RAM, bis zu 1 TB Speicher, ein 5.000 mAh Akku und endlich schnelleres Laden mit bis zu 45 Watt.


Beim Ultra Modell könnte Samsung vor allem bei der Kamera stärker liefern. Im Raum stehen eine 200 Megapixel Hauptkamera, eine 50 Megapixel Ultraweitwinkelkamera und ein 10 Megapixel Teleobjektiv mit dreifacher optischer Vergrößerung. Damit würde das Fold Ultra näher an die Galaxy S Ultra Welt rücken, auch wenn man weiterhin keine komplette Gleichstellung erwarten sollte.

Genau das wäre aber wichtig. Die Fold Geräte waren jahrelang Samsungs teuerste Smartphones, wirkten bei der Kamera aber nicht immer wie die kompromisslosesten. Das hat mich persönlich immer etwas gestört. Nicht, weil jedes Fold zwingend die beste Smartphone Kamera der Welt haben muss. Sondern weil der Preis eine Erwartung erzeugt. Wer mehr als 2.000 Euro ausgibt, möchte nicht das Gefühl haben, beim Fotografieren hinter einem klassischen Galaxy Ultra zurückzustehen. Ein Fold Ultra mit echter Premium Kamera wäre deshalb kein Luxus, sondern fast eine überfällige Korrektur.

Akku und Laden: Samsung darf nicht länger zu konservativ sein

Beim Akku scheint Samsung endlich etwas mutiger zu werden. Das Galaxy Z Fold 8 Wide wird mit 4.800 mAhgehandelt, das Galaxy Z Fold 8 Ultra mit 5.000 mAh. Für Foldables wären das wichtige Schritte, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht nach riesigen Sprüngen klingen.

In der Praxis zählt bei Foldables aber jeder zusätzliche Puffer. Man nutzt diese Geräte anders. Man klappt sie auf, lässt zwei Apps parallel laufen, schaut Videos, bearbeitet Bilder, liest längere Texte, schreibt vielleicht sogar direkt auf dem großen Display. Dadurch wird der große Bildschirm nicht zum seltenen Extra, sondern zur eigentlichen Hauptbühne. Genau dort haben frühere Fold Modelle manchmal mehr Disziplin verlangt, als einem bei einem Premium Gerät lieb ist.

Noch wichtiger ist die Ladeleistung. Wenn Samsung beim Fold 8 Ultra wirklich auf 45 Watt geht, wäre das kein Rekord, aber ein notwendiger Schritt. Samsung war beim Laden lange vorsichtig. Man kann das mit Akkuschonung, Wärmeentwicklung und Langzeitstabilität erklären. Trotzdem wirkt ein sehr teures Foldable mit trägem Laden im Jahr 2026 einfach nicht mehr zeitgemäß. Niemand braucht zwingend dreistellige Watt Zahlen, aber ein produktives Smartphone Tablet Hybridgerät sollte nach kurzer Zeit am Netz wieder spürbar Energie im Akku haben.

Galaxy Z Flip 8: Der heimliche Mainstream Kandidat

Neben den Fold Modellen wird auch das Galaxy Z Flip 8 erwartet. Hier deuten die bisherigen Informationen eher auf Feinschliff statt Revolution hin. Im Gespräch sind ein Exynos 2600 oder je nach Markt ein Snapdragon 8 Elite Gen 5, 12 GB RAM, 256 GB oder 512 GB Speicher, ein 4.300 mAh Akku, kabelgebundenes Laden mit 25 Watt, eine 50 Megapixel Hauptkamera, eine 12 Megapixel Ultraweitwinkelkamera und eine 10 Megapixel Selfiekamera.


Das klingt weniger spektakulär als beim Fold, könnte aber trotzdem das wichtigere Gerät für den Markt sein. Das Flip ist für viele Menschen der zugänglichere Einstieg in die faltbare Welt. Es ist kompakter, emotionaler, weniger produktivitätslastig und im Alltag einfacher zu erklären. Man klappt es zusammen, steckt es weg, nutzt das Außendisplay für schnelle Dinge und hat trotzdem ein vollwertiges Smartphone dabei.

Samsung muss beim Flip 8 aber vor allem die Nutzung des Außendisplays weiter verbessern. Der Reiz eines Flip Geräts liegt nicht darin, es ständig aufzuklappen. Im Gegenteil. Je mehr kleine Aufgaben direkt außen funktionieren, desto besser fühlt sich das Konzept an. Nachrichten, Kamera, Kalender, Navigation, Musik, Sprachassistent, kurze KI Funktionen und Widgets müssen schnell und natürlich erreichbar sein. Motorola hat mit der Razr Reihe gezeigt, dass man hier sehr offen denken kann. Samsung hat die stärkere Plattform, darf aber nicht zu restriktiv bleiben.

Software: Der Bereich, in dem Samsung weiterhin den größten Vorteil hat

Bei aller Hardware Diskussion bleibt Software Samsungs stärkstes Argument. Foldables sind keine normalen Smartphones mit Knick. Sie brauchen eine Oberfläche, die mehrere Zustände versteht: geschlossen, halb geöffnet, komplett geöffnet, Kamera Modus, Tisch Modus, Multitasking, App Wechsel, Drag and Drop, Fensteransicht und große Layouts. Genau hier hat Samsung über Jahre Erfahrung gesammelt.

Die neue Generation dürfte mit einer frischen One UI Version starten und stark auf Galaxy AI setzen. Offiziell sind viele Details noch offen, aber Samsung wird kaum ein Foldable Event abhalten, ohne KI prominent einzubauen. Das große Display eignet sich dafür sehr gut. Man kann Inhalte zusammenfassen lassen, Text überarbeiten, Webseiten vergleichen, Bilder bearbeiten, Übersetzungen anzeigen oder Notizen strukturieren, während parallel eine zweite App offen bleibt.

Entscheidend wird aber sein, ob sich diese Funktionen wirklich wie Alltag anfühlen. KI darf auf dem Fold nicht nur ein Demo Moment sein. Sie muss die große Fläche nutzen. Ein aufgeklapptes Fold könnte links ein Dokument zeigen, rechts die Zusammenfassung und unten eine Antwortvorlage. Oder ein Foto, daneben Bearbeitungsvorschläge und darüber die Galerie. Genau solche Szenarien machen ein Foldable glaubwürdig. Nicht ein weiterer Menüpunkt, den man nach drei Tagen vergisst.

Privacy Display wohl nicht dabei: Schade, aber nachvollziehbar

Ein Detail aus der aktuellen Gerüchtelage betrifft das angeblich fehlende Privacy Display. Diese Technik wird mit anderen Galaxy Modellen in Verbindung gebracht, soll aber bei den neuen Foldables wohl nicht zum Einsatz kommen. Der Grund dürfte in der Komplexität faltbarer Displays liegen. Jede zusätzliche Display Schicht kann Auswirkungen auf Helligkeit, Blickwinkel, Haltbarkeit, Dicke und Faltverhalten haben.

Samsung Galaxy S26 Unpacked DisplaySchade wäre das trotzdem. Gerade ein Fold zeigt im aufgeklappten Zustand viel Fläche. Wer im Zug, Flugzeug oder Café arbeitet, präsentiert Inhalte sichtbarer als auf einem normalen Smartphone. Ein Blickschutz wäre daher durchaus sinnvoll. Auf der anderen Seite gibt es wichtigere Baustellen. Displayhelligkeit, Falte, Robustheit, Touchgefühl und Akkulaufzeit sind für die meisten Nutzer relevanter. Wenn Samsung hier liefert, wird kaum jemand das fehlende Privacy Display als entscheidenden Grund gegen ein Fold 8 sehen.

Preise: Hier wird Samsung am stärksten kritisiert werden

Die Preisfrage bleibt der unangenehme Teil der ganzen Geschichte. Aktuelle Einschätzungen gehen davon aus, dass das Galaxy Z Fold 8 Wide im Bereich von rund 1.999 Euro starten könnte, während das Galaxy Z Fold 8 Ultra noch darüber liegt. Beim Flip 8 werden Preise um 1.099 bis 1.299 Euro diskutiert, je nach Markt und Ausstattung. Offiziell bestätigt ist das noch nicht. Klar ist aber: günstig wird diese Generation nicht.

Damit kommt Samsung in eine schwierige Lage. Einerseits sind Foldables technisch teuer. Andererseits ist der Wow Effekt nicht mehr so frisch wie früher. Käufer schauen genauer hin. Wie gut ist die Kamera? Wie sichtbar ist die Falte? Wie robust wirkt das Scharnier? Wie lange hält der Akku? Wie schnell lädt das Gerät? Wie sinnvoll ist das Cover Display? Wie lange gibt es Updates? Und wie viel besser ist das Ganze wirklich als ein klassisches Galaxy S Ultra?

Samsung kann hier nicht nur mit Markenvertrauen argumentieren. Das Vertrauen ist wichtig, keine Frage. Viele Käufer greifen lieber zu Samsung als zu einem importierten Foldable, weil Service, Garantie, Software, Zubehör und Verfügbarkeit besser kalkulierbar sind. Aber bei Preisen jenseits der 2.000 Euro muss das Gerät auch emotional überzeugen. Es muss sich besonders anfühlen. Nicht nur teuer.

Warum Samsung diesmal mehr Druck hat als früher

Der Foldable Markt ist 2026 nicht mehr Samsungs Spielplatz allein. Chinesische Hersteller haben die Hardware Grenzen verschoben, Motorola hat das Flip Konzept stärker emotionalisiert und Apple steht weiterhin als drohender Elefant im Raum. Selbst wenn Apples faltbares iPhone noch nicht offiziell da ist, beeinflusst es bereits die Erwartung. Sobald Apple in diese Klasse einsteigt, wird das Thema Foldable noch stärker im Mainstream ankommen. Samsung weiß das.

iPhone Fold
via Engadget

Genau deshalb wirken die aktuellen Teaser wie ein bewusstes Signal. Samsung will nicht nur sagen: Wir haben wieder neue Foldables. Samsung will offenbar sagen: Wir ändern die Form. Das ist wichtig. Denn der bisherige Fold Formfaktor war gleichzeitig Stärke und Schwäche. Ein neues breiteres Modell könnte Nutzer ansprechen, die Foldables bisher spannend fanden, aber mit dem schmalen Cover Display nie warm wurden.

Das Ultra Modell könnte dagegen jene abholen, die das klassische Samsung Fold lieben, aber endlich weniger Kompromisse wollen. Mehr Akku, bessere Kamera, helleres Display, schnelleres Laden. Zusammen könnte daraus eine deutlich klarere Produktfamilie entstehen. Nicht mehr ein Fold für alle, sondern mehrere Fold Interpretationen für unterschiedliche Zielgruppen.

Mein Eindruck: Samsung hat die richtige Baustelle erkannt

Was mich an den aktuellen Gerüchten am meisten optimistisch stimmt, ist nicht der Chip, nicht die Helligkeit und auch nicht die mögliche 200 Megapixel Kamera. Es ist der Formfaktor. Samsung scheint verstanden zu haben, dass das Fold nicht nur technisch besser werden muss, sondern natürlicher.

Ein Foldable ist dann stark, wenn man nicht darüber nachdenkt, ob man es gerade besser geschlossen oder geöffnet nutzt. Es muss in beiden Zuständen selbstverständlich funktionieren. Genau dort hatte Samsung trotz aller Fortschritte noch Luft nach oben. Das bisherige Fold war geschlossen oft ein bisschen zu speziell und geöffnet manchmal ein bisschen zu kompromissbehaftet bei Inhalten, die eigentlich breiter gedacht sind. Ein neues Wide Format könnte diesen Knoten lösen.

Natürlich bleibt Skepsis angebracht. Samsung kann gute Ideen auch zu vorsichtig umsetzen. Ein breiteres Fold mit schwächerem Kamera Paket, hohem Preis und künstlicher Modellabgrenzung wäre nur halb so spannend. Auch beim Flip 8 darf Samsung nicht nur Routine liefern. Der Markt erwartet mehr als jährliche Pflege. Gerade weil Samsung so lange der Foldable Taktgeber war, wird das Unternehmen an höheren Maßstäben gemessen.

Fazit: Das spannendste Samsung Fold seit Jahren

Die nächste Foldable Generation von Samsung könnte endlich wieder mehr sein als ein schlankeres Gehäuse, ein neuer Chip und ein etwas helleres Display. Die eigenen Social Media Teaser deuten klar darauf hin, dass Samsung den Formfaktor des Fold 8 in den Mittelpunkt stellt. Genau das ist die richtige Richtung. Das Fold braucht nicht nur bessere Technik, es braucht ein besseres Gefühl im Alltag.


Das Galaxy Z Fold 8 Wide könnte das Modell werden, das den größten praktischen Fortschritt bringt. Ein breiteres Cover Display, weniger schmales Smartphone Gefühl und ein Format, das geöffnet natürlicher wirkt. Das Galaxy Z Fold 8 Ultra dürfte dagegen das klassische Premium Fold weiterführen und muss vor allem bei Kamera, Akku und Ladeleistung zeigen, dass es seinen hohen Preis verdient. Das Galaxy Z Flip 8 wird vermutlich weniger revolutionär, bleibt aber als kompakter Lifestyle Foldable Kandidat wichtig.

Samsung muss nicht mehr beweisen, dass Foldables funktionieren. Das ist längst passiert. Jetzt muss Samsung beweisen, warum sie im Alltag besser sind. Wenn die Teaser halten, was sie andeuten, könnte das Galaxy Z Fold 8 genau an der richtigen Stelle ansetzen: nicht nur bei mehr Leistung, sondern bei einer Form, die endlich weniger Kompromiss und mehr Selbstverständlichkeit verspricht.

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Bildquelle: Samsung / Android Headlines

Tags: Foldable SmartphoneGalaxy Z Flip 8Galaxy Z Fold 8 UltraSamsung FoldablesSamsung Galaxy UnpackedSamsung Galaxy Z Fold 8
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