Clicks zeigt den Communicator erstmals als funktionierendes Vorseriengerät. Das kompakte Android Smartphone verbindet eine physische Tastatur mit einem angepassten Niagara Launcher, moderner Hardware und zahlreichen Funktionen, die an die Hochphase klassischer BlackBerry Geräte erinnern. Bis zur geplanten Auslieferung im vierten Quartal 2026 bleibt allerdings noch einiges zu tun.
Vom Konzept zum funktionierenden Vorseriengerät
Als Clicks den Communicator Anfang des Jahres erstmals präsentierte, war das Interesse groß. Schließlich handelt es sich nicht einfach um eine weitere Tastaturhülle des Herstellers, sondern um ein vollständig eigenständiges Smartphone. Bislang war allerdings nur begrenzt zu erkennen, wie weit die Entwicklung tatsächlich fortgeschritten ist.
Das nun veröffentlichte Video liefert darauf eine erste Antwort. Zu sehen ist kein reines Gehäusemodell und auch keine vorgerenderte Benutzeroberfläche, sondern funktionierende Vorserienhardware mit interner Software. Das Gerät wird vom Team bereits im Alltag verwendet, befindet sich aber weiterhin in der Testphase. Clicks weist ausdrücklich darauf hin, dass sowohl die Hardware als auch die Benutzeroberfläche noch nicht dem finalen Serienstand entsprechen.
Das ist im Video stellenweise auch erkennbar. Einzelne Elemente der Oberfläche wirken noch nicht vollständig angepasst und an einigen Stellen fehlt der letzte Feinschliff. So wurde die Aussparung für die Frontkamera während der Aufzeichnung noch nicht überall korrekt von der Statusleiste berücksichtigt. Clicks zufolge wurde dieses Problem in einer inzwischen veröffentlichten internen Softwareversion bereits behoben. Weitere Aktualisierungen für Software und Firmware sollen laufend folgen.
Trotz dieser Einschränkungen markiert die Vorschau einen wichtigen Schritt. Erstmals lässt sich einschätzen, wie sich der Communicator grundsätzlich bedienen soll und wie Clicks die physische Tastatur mit einer modernen Android Oberfläche verbinden möchte.
Physische Tasten stehen klar im Mittelpunkt
Das auffälligste Merkmal des Clicks Communicator ist wenig überraschend die fest integrierte Tastatur unterhalb des Displays. Sie soll nicht nur nostalgische Erinnerungen an frühere BlackBerry Geräte wecken, sondern die primäre Eingabemethode des Smartphones darstellen.
Im Video ist zu sehen, dass die Tasten deutlich stärker in die alltägliche Navigation eingebunden werden als bei einer gewöhnlichen Bluetooth Tastatur. Nutzer können direkt zu tippen beginnen, um nach installierten Anwendungen zu suchen und diese zu öffnen. Auch innerhalb der Benutzeroberfläche sollen zahlreiche Aktionen über Tastenkombinationen erreichbar sein.
Die einzelnen Tasten fallen laut Clicks etwa 30 Prozent größer aus als bei den bisherigen Tastaturhüllen des Herstellers. Das dürfte vor allem Nutzern entgegenkommen, die längere Nachrichten, Mails oder Dokumente auf dem Smartphone verfassen. Die leicht konturierte Form soll dabei helfen, die Tasten ohne ständigen Blick auf die Tastatur voneinander zu unterscheiden.
Wie gut das tatsächlich funktioniert, lässt sich anhand eines Videos naturgemäß noch nicht abschließend beurteilen. Der Tastenhub wirkt jedoch deutlich ausgeprägter als bei einer Bildschirmtastatur, während das Tippgeräusch und die sichtbare Bewegung der Tasten einen klar definierten Druckpunkt vermuten lassen. Clicks hatte bereits bei früheren Prototypen erklärt, den benötigten Tastendruck bis zur Serienfertigung weiter abstimmen zu wollen.
Tastatur und Touchoberfläche in einem
Die Tastatur dient nicht ausschließlich zum Schreiben. Unter den physischen Tasten befindet sich eine berührungsempfindliche Ebene, wodurch sich die gesamte Tastatur ähnlich wie ein kleines Touchpad verwenden lässt.
Nutzer sollen durch Nachrichten, Webseiten und Listen scrollen können, ohne dafür ständig zwischen Tastatur und Display wechseln zu müssen. Eine Wischbewegung über die Tasten bewegt den Inhalt auf dem Bildschirm, während ein klassischer Tastendruck weiterhin einen Buchstaben oder eine Aktion auslöst.
Dieses Konzept ist nicht vollständig neu. Ähnliche Funktionen gab es bereits bei einigen früheren BlackBerry Modellen. In Verbindung mit modernen Android Anwendungen könnte die Umsetzung dennoch sinnvoll sein. Gerade auf dem relativ kleinen Display verhindert die Navigation über die Tastatur, dass ein Finger große Teile des sichtbaren Inhalts verdeckt.
Wie präzise die Erkennung arbeitet und wie zuverlässig das Gerät zwischen einer Wischbewegung und einem Tastendruck unterscheidet, soll Clicks in einem späteren Video ausführlicher demonstrieren. In der ersten Vorschau liegt der Schwerpunkt noch auf der grundsätzlichen Bedienung und weniger auf einzelnen Sonderfunktionen.
Fingerabdrucksensor direkt in der Leertaste
Eine praktische Besonderheit befindet sich in der Leertaste. Dort ist ein Fingerabdrucksensor integriert, über den sich der Communicator entsperren lässt. Der Daumen liegt beim Halten und Tippen ohnehin regelmäßig in diesem Bereich, wodurch die Position grundsätzlich sinnvoll gewählt erscheint.
Nach dem Entsperren kann das Gerät direkt zum sogenannten Message Hub wechseln. Clicks möchte damit den Weg zwischen dem Aufnehmen des Smartphones und dem Beantworten einer Nachricht möglichst kurz halten.
Im Video funktioniert die Erkennung bereits zügig. Ob der Sensor auch bei feuchten Fingern, während einer Bewegung oder nach längerer Nutzung zuverlässig arbeitet, muss allerdings ein späterer Test zeigen. Die Integration wirkt dennoch durchdachter als ein Sensor auf der Rückseite, der bei abgelegtem Gerät nur schwer erreichbar wäre.
Kleines AMOLED Display statt riesiger Medienfläche
Oberhalb der Tastatur sitzt ein 4,03 Zoll großes AMOLED Display mit einer Auflösung von 1.080 mal 1.200 Pixeln. Das ungewöhnlich kompakte und beinahe quadratische Format unterstreicht den Fokus des Geräts. Der Communicator soll in erster Linie zum Schreiben, Lesen und Organisieren dienen und nicht als mobile Kinoleinwand auftreten.
Damit unterscheidet sich das Konzept deutlich von aktuellen Smartphones mit Displays von weit über sechs Zoll. Das kleinere Panel bietet weniger Platz für Videos, Spiele oder umfangreiche Bildbearbeitung, dürfte aber für Messenger, Mailanwendungen, Kalender und einfache Webseiten ausreichend sein.
Die Kombination aus kleinem Display und fester Tastatur führt zu einem ungewöhnlichen Gehäuseformat. Der Communicator misst 130,5 mal 78,63 mal 12 Millimeter und wiegt 170 Gramm. Er ist damit vergleichsweise kurz, gleichzeitig aber breiter und dicker als viele klassische Smartphones.
Die nach hinten leicht ansteigende Form soll das Gerät angenehmer in der Hand liegen lassen und gleichzeitig Platz für Tastatur, Akku und weitere Komponenten schaffen. Ob das breite Gehäuse auch bei längeren Texteingaben bequem bleibt, dürfte stark von der Handgröße und der persönlichen Tipptechnik abhängen.
Angepasster Niagara Launcher als Grundlage
Auf der Softwareseite setzt Clicks auf eine angepasste Version des Niagara Launchers. Dieser verfolgt bereits in seiner regulären Ausführung einen deutlich reduzierteren Ansatz als viele klassische Android Oberflächen. Statt mehrere Startbildschirme mit großen Symbolrastern zu füllen, stehen häufig verwendete Anwendungen und eine schnelle Suche im Mittelpunkt.
Im Video demonstriert Clicks Vizepräsident Jeff Gadway, wie Anwendungen neu angeordnet, angepasst und direkt über die Tastatur gesucht werden können. Sobald die ersten Buchstaben eines Namens eingegeben werden, zeigt das Gerät passende Apps an. Dadurch muss der Nutzer nicht durch mehrere Seiten oder umfangreiche Menüs navigieren.
Auch grundlegende Aufgaben wie das Starten von Telefonaten werden bereits gezeigt. Die Oberfläche reagiert dabei weitgehend flüssig, auch wenn noch nicht alle Übergänge und Elemente dem finalen Stand entsprechen.
Der sichtbare Teil der Software erinnert derzeit noch stark an den bekannten Niagara Launcher. Die eigentliche Differenzierung soll deshalb vor allem durch den Message Hub, die Tastenkombinationen und die tiefe Einbindung der physischen Bedienelemente entstehen. Genau diese Funktionen werden in der ersten Vorschau allerdings nur angerissen.
Der Message Hub soll Nachrichten bündeln
Der Message Hub gehört zu den zentralen Softwarefunktionen des Communicator. Er soll Nachrichten aus unterschiedlichen Anwendungen auf dem Startbildschirm zusammenführen. Nutzer müssten damit nicht mehr jede Messenger Anwendung einzeln öffnen, um neue Mitteilungen zu prüfen und zu beantworten.
Gedacht ist eine zentrale Ansicht, in der sich eingehende Nachrichten priorisieren, bearbeiten und über Tastenkombinationen verwalten lassen. Clicks spricht davon, dass Nutzer Nachrichten schnell sichten und direkt eine passende Aktion ausführen können.
Wie umfassend diese Integration ausfällt, ist noch offen. Android schränkt den Zugriff auf Inhalte anderer Anwendungen teilweise ein, weshalb die tatsächlichen Möglichkeiten auch von den jeweiligen Messenger Diensten abhängen dürften. Besonders interessant wird sein, welche Plattformen vollständig unterstützt werden und ob Antworten direkt aus dem Message Hub gesendet werden können.
Die erste Vorschau liefert darauf noch keine abschließende Antwort. Clicks kündigt jedoch weitere Videos an, in denen der Message Hub und seine Bedienung ausführlich gezeigt werden sollen.
Signal Light filtert wichtige Benachrichtigungen
Eine weitere Besonderheit ist das sogenannte Signal Light an der Seite des Gehäuses. Dabei handelt es sich um eine beleuchtete Taste, die mit unterschiedlichen Farben und Lichtmustern auf eingehende Mitteilungen hinweisen kann.
Nutzer sollen bestimmten Personen, Gruppen oder Anwendungen individuelle Signale zuordnen können. Eine Nachricht der Familie könnte beispielsweise anders dargestellt werden als eine Meldung aus einem beruflichen Messenger. Dadurch soll bereits ein Blick auf die Gehäuseseite reichen, um einzuschätzen, ob eine Benachrichtigung sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
Die Idee dahinter passt zum gesamten Konzept des Communicator. Das Gerät soll erreichbar machen, ohne ständig zum Öffnen des Displays zu verleiten. Liegt es mit der Vorderseite nach unten auf einem Tisch, könnte das Signal Light dennoch anzeigen, ob eine wichtige Nachricht eingetroffen ist.
Entscheidend wird sein, wie detailliert sich Regeln und Prioritäten konfigurieren lassen. Eine zu komplizierte Einrichtung würde dem reduzierten Ansatz widersprechen. Eine gut umgesetzte Filterung könnte dagegen einen echten Mehrwert gegenüber gewöhnlichen Benachrichtigungsleuchten bieten.
Prompt Key für Spracheingabe und Aufzeichnungen
Neben der klassischen Tastatureingabe möchte Clicks auch Sprache stärker einbinden. Dafür besitzt der Communicator eine seitliche Prompt Taste.
Durch längeres Drücken soll sich gesprochener Text direkt in geschriebene Inhalte umwandeln lassen. Die Taste kann außerdem zum Starten einer Sprachaufnahme oder zum Aufzeichnen und Transkribieren eines Gesprächs beziehungsweise einer Besprechung verwendet werden.
Damit soll der Communicator nicht ausschließlich für Menschen interessant sein, die jeden Text manuell eintippen möchten. Kurze Gedanken, längere Notizen oder Besprechungsinhalte könnten schneller per Sprache erfasst und anschließend über die Tastatur bearbeitet werden.
Clicks sieht in der Taste langfristig auch eine Plattform für weitere intelligente Funktionen. Der verwendete Prozessor besitzt lokale Recheneinheiten für entsprechende Anwendungen. Welche Dienste zum Marktstart tatsächlich angeboten werden und ob bestimmte Funktionen eine Internetverbindung oder ein zusätzliches Abonnement voraussetzen, ist derzeit noch nicht bekannt.
Ungewöhnlich viele klassische Anschlüsse
Während sich viele aktuelle Smartphones auf möglichst dünne Gehäuse und wenige Öffnungen konzentrieren, verfolgt Clicks einen beinahe gegensätzlichen Ansatz. Der Communicator besitzt einen klassischen 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss, einen USB C Anschluss, einen physischen Steckplatz für eine NanoSIM sowie Unterstützung für eine eSIM.
Der interne Speicher umfasst 256 GB und lässt sich mit einer MicroSD Karte um bis zu 2 TB erweitern. Damit richtet sich das Gerät auch an Nutzer, die Daten lokal speichern und nicht ausschließlich auf Cloudspeicher angewiesen sein möchten.
Hinzu kommen 5G, NFC, Bluetooth und WLAN nach dem Standard 802.11ax. Kabelloses Laden erfolgt über Qi2, wobei der Communicator auch mit magnetischem Zubehör nach dem MagSafe Prinzip kompatibel sein soll.
Ein physischer Schalter an der Gehäuseseite soll das schnelle Abschalten bestimmter Verbindungen ermöglichen. Clicks bezeichnet dieses Element als Kill Switch. Die genaue Funktionsweise des Schalters soll in einer späteren Produktdemonstration erläutert werden.
Ebenfalls ungewöhnlich sind die nach vorne gerichteten Lautsprecher. Sie sollen gemeinsam mit einem auf Sprachqualität abgestimmten Mikrofonsystem für verständliche Telefonate und Sprachnachrichten sorgen. Gerade bei einem Smartphone, das Kommunikation in den Mittelpunkt stellt, ist dieser Bereich wichtiger als besonders laute Multimedia Lautsprecher.
Abnehmbare Rückseite und austauschbare Abdeckungen
Die Rückseite des Communicator lässt sich ohne Werkzeug abnehmen. Darunter befinden sich die Steckplätze für NanoSIM und MicroSD Karte. Der Akku selbst wird nach aktuellem Stand jedoch nicht als vom Nutzer austauschbar beworben.
Die abnehmbare Rückseite dient vor allem der Personalisierung. Clicks möchte unterschiedliche Abdeckungen anbieten, mit denen sich Farbe, Material und Erscheinungsbild des Geräts verändern lassen.
Für das Smartphone sind die Grundfarben Smoke, Clover und Onyx angekündigt. Die konkrete Farbe und die gewünschten Abdeckungen sollen Reservierungskunden erst näher am Produktionsstart auswählen.
Dieser modulare Ansatz passt zum Charakter des Geräts. Der Communicator soll weniger wie ein beliebiges schwarzes Smartphone und stärker wie ein persönliches Arbeitswerkzeug wirken. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie stabil die Abdeckungen nach häufigem Wechsel sitzen und ob das Gehäuse einen offiziellen Schutz gegen Wasser oder Staub erhält. Eine entsprechende Zertifizierung wurde bislang nicht bestätigt.
MediaTek Plattform mit Leistungsreserven
Im Inneren arbeitet die MediaTek Plattform MT8883, die technisch eng mit der Dimensity 8300 Familie verwandt ist. Der Chip wird in einem Vier Nanometer Verfahren gefertigt und ist im oberen Bereich der Mittelklasse angesiedelt.
Clicks möchte mit dem Prozessor keine Benchmark Rekorde aufstellen. Stattdessen sollen eine dauerhaft flüssige Bedienung, effizientes Multitasking und eine möglichst lange Softwareunterstützung im Mittelpunkt stehen.
Zur Kühlung integriert der Hersteller eine eigene Dampfkammer. Diese soll die entstehende Wärme über eine größere Fläche verteilen und verhindern, dass die Leistung bei längerer Belastung deutlich reduziert werden muss.
Für ein Gerät mit kleinem Display und klarer Kommunikationsausrichtung erscheint die Leistung auf dem Papier mehr als ausreichend. Der Prozessor sollte Messenger, Mailprogramme, Navigation, Browser und typische Produktivitätsanwendungen ohne größere Schwierigkeiten bewältigen. Auch anspruchsvollere Android Anwendungen können grundsätzlich installiert werden, selbst wenn der Communicator nicht primär als Spielegerät gedacht ist.
Größerer Silizium Kohlenstoff Akku als ursprünglich geplant
Beim Akku hat Clicks die ursprünglichen Pläne noch einmal überarbeitet. Statt der zunächst angekündigten Kapazität von 4.000 mAh soll das Seriengerät einen 4.450 mAh großen Silizium Kohlenstoff Akku erhalten.
Für ein Smartphone mit einem nur 4,03 Zoll großen AMOLED Display ist das eine beachtliche Kapazität. In Verbindung mit dem Vier Nanometer Prozessor könnte der Communicator eine gute Laufzeit erreichen. Clicks selbst veröffentlicht bislang jedoch keine konkreten Angaben zur erwarteten Nutzungsdauer.
Das ist angesichts des Entwicklungsstands nachvollziehbar. Laufzeitmessungen sind erst sinnvoll, wenn Modem, Displaysteuerung, Hintergrundprozesse und finale Software weitgehend optimiert sind.
Geladen wird entweder über USB C oder kabellos über Qi2. Eine konkrete maximale Ladeleistung nennt Clicks derzeit nicht. Auch hier dürften weitere Details erst näher am Produktionsstart folgen.
Kameras spielen eine Nebenrolle
Auf der Rückseite befindet sich eine einzelne 50 Megapixel Kamera mit Autofokus und optischer Bildstabilisierung. Für Videotelefonate und Selbstporträts steht eine 24 Megapixel Frontkamera mit festem Fokus zur Verfügung.
Clicks verzichtet damit auf zusätzliche Ultraweitwinkelkameras, Teleobjektive oder aufwendige Kamerainseln. Das passt zur Positionierung als Kommunikationsgerät, bedeutet aber auch, dass der Communicator vermutlich nicht mit aktuellen Kameraflaggschiffen konkurrieren wird.
Die Hauptkamera sollte für das Scannen von Dokumenten, spontane Fotos, Videotelefonie und einfache Aufnahmen ausreichen. Wie gut Bildverarbeitung, Nachtmodus und Videoqualität funktionieren, lässt sich momentan noch nicht beurteilen. Clicks hat angekündigt, die Kamera in einer eigenen Demonstration ausführlicher zu behandeln.
Gerade bei einem möglichen Einsatz als Hauptgerät wird dieser Punkt relevant. Wer den Communicator nur zusätzlich zu einem aktuellen iPhone, Galaxy oder Pixel verwendet, kann für anspruchsvollere Aufnahmen weiterhin zum Hauptsmartphone greifen.
Hauptgerät oder bewusstes Zweitgerät
Clicks bezeichnet den Communicator häufig als Begleiter zu einem bestehenden Smartphone. Die Idee besteht darin, das große Hauptgerät für Kamera, Unterhaltung und komplexere Anwendungen zu behalten, während der Communicator für Nachrichten, Anrufe und konzentriertes Arbeiten verwendet wird.
Technisch ist das Gerät jedoch ein vollständiges Android Smartphone. Es unterstützt Mobilfunk, Android Anwendungen, WLAN, NFC und sämtliche grundlegenden Telefonfunktionen. Daher spricht nichts dagegen, es als einziges Smartphone zu verwenden.
Beim parallelen Einsatz mit einem anderen Gerät ist allerdings die Mobilfunknummer zu beachten. Internetbasierte Dienste wie WhatsApp, Telegram oder andere Messenger können grundsätzlich auf mehreren Geräten beziehungsweise über verknüpfte Konten verwendet werden. Für klassische Mobilfunkanrufe auf beiden Smartphones wird dagegen je nach Anbieter eine zusätzliche SIM Karte, eine MultiSIM Lösung oder eine zweite Rufnummer benötigt.
Ob Nutzer tatsächlich zwei Smartphones mitführen möchten, bleibt eine der größten Fragen hinter dem Konzept. Der Communicator versucht dieses Problem nicht durch künstliche Beschränkungen zu lösen. Im Gegensatz zu einem klassischen Minimaltelefon können weiterhin soziale Netzwerke, Spiele und Streamingdienste installiert werden. Der reduzierte Charakter entsteht daher vor allem durch Form, Displaygröße und Bedienung und nicht durch ein geschlossenes Betriebssystem.
Deutsche QWERTZ Tastatur ist vorgesehen
Für den deutschsprachigen Markt besonders wichtig ist die Unterstützung unterschiedlicher Tastaturlayouts. Der Communicator soll mit englischem QWERTY Layout, französischem AZERTY Layout, deutschem QWERTZ Layoutsowie mit koreanischer und arabischer Tastatur angeboten werden.
Reservierungskunden können das gewünschte Layout erst im Zuge der finalen Konfiguration auswählen. Diese soll vor dem Beginn der Serienproduktion freigeschaltet werden.
Der Communicator ist damit ausdrücklich auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz vorgesehen. Clicks führt alle drei Länder in der Liste der geplanten Versandmärkte. Ein konkreter Preis in Euro beziehungsweise Schweizer Franken wurde bislang jedoch nicht genannt.
Offene Frage bei der Android Version
Noch nicht vollständig eindeutig ist die zum Marktstart eingesetzte Android Version. In der aktuellen Spezifikationsübersicht nennt Clicks Android 17. Im FAQ Bereich derselben Produktseite ist dagegen weiterhin von einem Start mit Android 16 die Rede.
Die widersprüchlichen Angaben dürften mit dem noch laufenden Entwicklungsprozess zusammenhängen. Bis zur Auslieferung im vierten Quartal können sich sowohl die Softwarebasis als auch der Zeitplan für ein mögliches Versionsupdate noch verändern.
Unabhängig von der Startversion verspricht Clicks Unterstützung bis mindestens Android 20. Zusätzlich sollen Sicherheitsupdates bis zum Jahr 2031 bereitgestellt werden. Für ein Gerät eines vergleichsweise jungen Herstellers ist das ein ambitioniertes Versprechen, dessen praktische Umsetzung sich erst über mehrere Jahre bewerten lässt.
Reservierung und geplanter Marktstart
Der Clicks Communicator kann bereits reserviert werden. Die rückerstattbare Anzahlung beträgt 199 US Dollar und soll später mit dem Kaufpreis verrechnet werden. Auf der Produktseite wird außerdem eine vollständig bezahlte Reservierung über 499 US Dollar angeboten.
Die Preisangaben innerhalb des aktuellen Bestellbereichs sind allerdings nicht an allen Stellen konsistent. Teilweise wird zusätzlich ein Gesamtbetrag von 399 US Dollar genannt. Ein verbindlicher Endpreis für Europa fehlt weiterhin. Interessenten sollten deshalb vor einer Reservierung genau prüfen, welcher Gesamtbetrag, welche Versandkosten und welche Abgaben im jeweiligen Land tatsächlich berechnet werden.
Im dritten Quartal 2026 sollen Zertifizierungen und Betatests stattfinden. In diesem Zeitraum sollen Reservierungskunden außerdem Farbe, Tastaturlayout und Rückseitenabdeckungen konfigurieren können. Der Aufbau der Serienproduktion und der Beginn der Auslieferung sind anschließend für das vierte Quartal 2026 vorgesehen.
Clicks betont, weiterhin im Zeitplan zu liegen. Ein genauer Liefermonat wurde aber noch nicht genannt. Gerade bei einem vollständig neu entwickelten Smartphone können Zertifizierungen, Fertigung und Softwareoptimierung bis zuletzt zu Verschiebungen führen.
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