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XGIMI MIRA und MIRA Pro vorgestellt: 4K Heimkino auf kleinstem Raum

Die neuen Ultrakurzdistanz Projektoren liefern bis zu 120 Zoll, integrierten Harman Kardon Sound und Gaming Funktionen ab 1.699 Euro.

Markus Lugert von Markus Lugert
2. Juli 2026
in News
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XGIMI MIRA
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XGIMI erweitert sein Angebot an Projektoren um eine neue Modellreihe für das moderne Wohnzimmer. Mit dem MIRA und dem leistungsstärkeren MIRA Pro präsentiert der Hersteller zwei kompakte Ultrakurzdistanz Projektoren, die ein besonders großes Bild mit einer unkomplizierten Aufstellung verbinden sollen. Beide Modelle setzen auf eine 4K RGB Triple Laser Lichtquelle, integriertes Google TV und ein Soundsystem von Harman Kardon.

Der Marktstart des XGIMI MIRA ist bereits für den 15. Juli 2026 vorgesehen. Mit einem Preis von 1.699 Euro positioniert sich das Modell vergleichsweise offensiv innerhalb der Klasse kompakter 4K Ultrakurzdistanz Projektoren. Der hellere MIRA Pro soll später im Sommer für 1.999 Euro folgen.

Großes Bild ohne klassische Projektorinstallation

Projektoren versprechen seit jeher besonders große Bilder, verlangen im Gegenzug aber häufig nach einer sorgfältig geplanten Installation. Bei klassischen Modellen muss ausreichend Abstand zur Leinwand vorhanden sein. Dazu kommen oftmals eine Deckenhalterung, längere Kabelwege und die Frage, wie sich das Gerät möglichst unauffällig in den Wohnraum integrieren lässt.

XGIMI MIRAGenau an dieser Stelle setzt die neue MIRA Serie an. Beide Geräte arbeiten mit einem Projektionsverhältnis von 0,175 zu 1 und können dadurch unmittelbar vor der Projektionsfläche platziert werden. Ein 100 Zoll großes Bild entsteht bereits bei einem Abstand von lediglich 19,3 Zentimetern zur Wand oder Leinwand.

Damit lassen sich MIRA und MIRA Pro ähnlich wie ein Fernseher auf einem Lowboard oder einem geeigneten Projektormöbel aufstellen. Eine Montage an der Decke ist nicht notwendig. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit erhalten, Bilddiagonalen zu realisieren, die mit klassischen Fernsehern schnell sehr teuer, schwer und unhandlich werden.

Die maximale Bildgröße gibt XGIMI mit 120 Zoll an. Das entspricht einer Bilddiagonale von rund drei Metern und dürfte selbst größere Wohnzimmer optisch gut ausfüllen. Voraussetzung für ein überzeugendes Ergebnis bleiben allerdings eine ausreichend große Projektionsfläche sowie eine möglichst saubere und ebene Wand oder eine passende Leinwand.

Kompaktes Gehäuse mit vertrauter Designsprache

Optisch orientiert sich die neue Modellfamilie am bereits bekannten XGIMI AURA 2. Das Gehäuse ist mit einem grauen Akustikstoff bezogen, wodurch sich die Projektoren weniger wie klassische Technikprodukte und stärker wie ein Bestandteil der Wohnzimmereinrichtung präsentieren sollen.

Mit einer Grundfläche von 46,4 mal 26,8 Zentimetern zählt die MIRA Serie laut Hersteller zu den kompakteren Ultrakurzdistanz Projektoren ihrer Klasse. Gerade bei dieser Bauform ist das ein wichtiger Punkt, da viele leistungsstarke Geräte vergleichsweise tief ausfallen und dadurch ein entsprechend großes Möbelstück benötigen.

XGIMI MIRADas zurückhaltende Design dürfte außerdem dabei helfen, den Projektor dauerhaft sichtbar im Raum stehen zu lassen. Schließlich werden Ultrakurzdistanz Modelle in der Regel nicht nach jeder Nutzung weggeräumt, sondern übernehmen ähnlich wie ein Fernseher eine feste Rolle im Wohnzimmer.

Die mit Akustikstoff bezogene Front erfüllt dabei nicht nur einen optischen Zweck. Hinter ihr befindet sich das integrierte Harman Kardon Audiosystem, das den Projektor auch ohne zusätzliche Lautsprecher zu einer weitgehend eigenständigen Unterhaltungslösung machen soll.

RGB Triple Laser für kräftige Farben

Das technische Herzstück beider Modelle ist ein RGB Triple Laser Projektionssystem. Dabei werden die Grundfarben Rot, Grün und Blau über separate Laserlichtquellen erzeugt. Im Vergleich zu einfacheren Lichtsystemen verspricht dieses Verfahren einen besonders großen Farbraum und eine hohe Farbsättigung.

Sowohl der MIRA als auch der MIRA Pro projizieren mit einer nativen Auflösung von 3.840 mal 2.160 Pixeln. Damit stellen beide Geräte Inhalte in 4K Auflösung dar. Gerade bei Bildgrößen von 100 Zoll oder mehr ist die hohe Auflösung von Bedeutung, da einzelne Pixel bei geringerem Sitzabstand ansonsten schneller sichtbar werden könnten.

XGIMI MIRAXGIMI gibt für die neue Serie eine Abdeckung von 110 Prozent des BT.2020 Farbraums an. Dieser Wert liegt sogar oberhalb des vollständigen BT.2020 Referenzbereichs und unterstreicht den Anspruch, besonders intensive und differenzierte Farben darstellen zu können.

Wie sich diese Farbleistung in der Praxis tatsächlich präsentiert, hängt neben der Abstimmung des Projektors allerdings auch von den gewählten Bildeinstellungen, dem verwendeten Bildmodus und der Projektionsfläche ab. Sehr kräftige Farben sind nicht automatisch gleichbedeutend mit einer natürlichen Darstellung. Entscheidend wird daher sein, wie ausgewogen XGIMI die Projektoren ab Werk kalibriert und welche Möglichkeiten zur manuellen Anpassung zur Verfügung stehen.

Deutlicher Helligkeitsunterschied zwischen MIRA und MIRA Pro

Der wichtigste Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt in der Helligkeit. Der reguläre MIRA erreicht 2.000 ISO Lumen, während der MIRA Pro mit 3.000 ISO Lumen deutlich mehr Lichtleistung bieten soll.

Für abgedunkelte Räume und Filmabende dürfte bereits das Basismodell genügend Reserven mitbringen. Wer den Projektor regelmäßig am Tag, in helleren Wohnzimmern oder bei eingeschalteter Beleuchtung verwenden möchte, könnte dagegen stärker vom MIRA Pro profitieren.

Die zusätzliche Helligkeit ist vor allem bei großen Bilddiagonalen relevant. Je größer das projizierte Bild wird, desto stärker verteilt sich das vorhandene Licht auf der Fläche. Ein 120 Zoll großes Bild benötigt daher mehr Lichtleistung als eine kleinere Darstellung, um ähnlich kontrastreich und lebendig zu wirken.

Auch ein heller Ultrakurzdistanz Projektor kann einen Fernseher bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings nicht vollständig ersetzen. Für die bestmögliche Darstellung empfiehlt sich weiterhin eine kontrollierte Raumbeleuchtung. Zusätzlich kann eine spezielle Leinwand für Ultrakurzdistanz Projektoren helfen, störendes Umgebungslicht zu reduzieren und den wahrgenommenen Schwarzwert zu verbessern.

DBLE Technologie soll den Kontrast erhöhen

Für beide Modelle nennt XGIMI ein Kontrastverhältnis von 20.000 zu 1. Ermöglicht werden soll dieser Wert durch die sogenannte DBLE Technologie. Details zur genauen Funktionsweise nennt der Hersteller in der Ankündigung nicht.

Ein hoher Kontrast ist insbesondere bei Filmen und Serien mit dunklen Szenen wichtig. Er entscheidet darüber, wie klar sich helle und dunkle Bildbereiche voneinander abheben und wie viele Details in Schatten erhalten bleiben.

Gerade bei Projektoren ist der tatsächlich wahrgenommene Kontrast stark von der Umgebung abhängig. Helle Wände, einfallendes Tageslicht oder reflektierende Oberflächen können das Bild sichtbar aufhellen. Die beworbene Kontrastleistung dürfte deshalb vor allem in einem abgedunkelten Raum und in Verbindung mit einer geeigneten Projektionsfläche vollständig zur Geltung kommen.

Dennoch ist die Kombination aus RGB Triple Laser, großem Farbraum und der angegebenen Kontrastleistung auf dem Papier vielversprechend. XGIMI möchte die MIRA Serie offenbar nicht nur als unkomplizierte Alternative zum Fernseher positionieren, sondern zugleich einen gewissen Heimkinoanspruch erfüllen.

Harman Kardon Soundsystem mit 36 Watt

Für die Tonwiedergabe integriert XGIMI ein 36 Watt starkes Soundsystem von Harman Kardon. Dadurch können beide Projektoren grundsätzlich ohne externe Soundbar oder separates Lautsprechersystem genutzt werden.

XGIMI MIRADie Leistung von 36 Watt sollte ausreichen, um ein durchschnittliches Wohnzimmer angemessen zu beschallen. Vor allem für Nachrichten, Serien, Streaming Inhalte oder spontane Filmabende dürfte die integrierte Lösung eine komfortable Option darstellen.

Ob das System auch bei actionreichen Filmen, Musik und Spielen genügend räumliche Wirkung sowie überzeugenden Tiefbass liefert, muss ein Praxistest zeigen. Physikalisch bleiben kompakte Lautsprecher innerhalb eines Projektorgehäuses naturgemäß eingeschränkt. Wer besonders hohe Ansprüche an Dynamik, Surround Klang und Bass stellt, wird wahrscheinlich weiterhin zu einer Soundbar oder einem vollständigen Heimkinosystem greifen.

Für viele Nutzerinnen und Nutzer dürfte das integrierte Audiosystem dennoch ein wichtiger Vorteil sein. Es reduziert den Platzbedarf, vereinfacht die Verkabelung und ermöglicht eine aufgeräumte Installation, die lediglich aus dem Projektor und der Projektionsfläche besteht.

Gaming mit einer Millisekunde Latenz

XGIMI richtet die neue Serie nicht ausschließlich an Filmfans. Auch Spielerinnen und Spieler sollen mit MIRA und MIRA Pro auf ihre Kosten kommen. Beide Modelle unterstützen laut Hersteller eine Latenz von nur einer Millisekunde sowie VRR und ALLM.

VRR steht für Variable Refresh Rate und ermöglicht eine variable Anpassung der Bildwiederholrate an die Bildausgabe einer angeschlossenen Konsole oder eines Computers. Dadurch können störende Bildrisse und ungleichmäßige Bewegungen reduziert werden.

ALLM bezeichnet den Auto Low Latency Mode. Erkennt der Projektor ein kompatibles Spielsignal, kann er automatisch in einen Modus mit möglichst geringer Eingabeverzögerung wechseln. Zusätzlich stellt XGIMI spezielle Bildmodi für Spiele bereit.

Die beworbene Latenz von einer Millisekunde ist für einen Projektor ein ausgesprochen niedriger Wert. Allerdings bleibt zunächst offen, bei welcher Auflösung, Bildwiederholrate und Signalverarbeitung dieser Wert erreicht wird. Im Alltag könnte die tatsächliche Verzögerung daher vom verwendeten Anschluss, dem aktivierten Bildmodus und weiteren Einstellungen abhängen.

Trotzdem zeigt die Ausstattung, dass XGIMI den Gaming Bereich ernst nimmt. Eine Bilddiagonale von 100 oder 120 Zoll kann Rennspiele, Sporttitel und aufwendig inszenierte Abenteuer deutlich eindrucksvoller wirken lassen als ein klassischer Fernseher. Für kompetitive Spiele sind neben der Latenz jedoch auch eine gleichmäßige Darstellung und eine passende Bildwiederholrate entscheidend.

Automatische Bildanpassung mit ISA 5.0

Damit die Einrichtung möglichst unkompliziert abläuft, stattet XGIMI beide Projektoren mit der ISA 5.0 Technologie aus. Das System übernimmt zahlreiche Schritte, die bei Projektoren früher manuell vorgenommen werden mussten.

Dazu gehören der Autofokus und die automatische Trapezkorrektur. Der Projektor soll das Bild somit selbstständig scharfstellen und geometrische Verzerrungen ausgleichen können. Auch die Ausrichtung an einer vorhandenen Projektionsfläche erfolgt automatisch.

Zusätzlich berücksichtigt das System laut XGIMI Unebenheiten und Farben der Wand. Eine Anpassung an die Wandfarbe kann hilfreich sein, wenn keine rein weiße Projektionsfläche zur Verfügung steht. Der Projektor versucht dabei, farbliche Abweichungen der Wand auszugleichen.

Auch eine Augenschutzfunktion ist Bestandteil der Ausstattung. Sie soll verhindern, dass Personen direkt in das intensive Laserlicht blicken. Das ist bei Ultrakurzdistanz Projektoren besonders wichtig, da sich die Lichtquelle unmittelbar vor der Wand befindet und Kinder oder Haustiere vergleichsweise leicht in den Projektionsbereich gelangen können.

Automatische Korrekturen erleichtern die Einrichtung erheblich, können in manchen Fällen aber die maximale Bildqualität beeinflussen. Eine exakt ausgerichtete Aufstellung bleibt daher grundsätzlich die beste Lösung. Die elektronische Trapezkorrektur sollte idealerweise nur für kleinere Anpassungen verwendet werden.

Google TV macht externe Streaming Geräte überflüssig

Als Betriebssystem kommt Google TV zum Einsatz. Damit erhalten Nutzerinnen und Nutzer direkten Zugriff auf zahlreiche Streaming Dienste und Apps. Zu den ausdrücklich genannten Angeboten zählen Netflix, Prime Video und Disney Plus.

Ein separater Streaming Stick ist dadurch im Normalfall nicht erforderlich. Inhalte lassen sich direkt über die Benutzeroberfläche des Projektors auswählen und starten. Google TV bündelt dabei Inhalte unterschiedlicher Plattformen und kann auf Grundlage des bisherigen Nutzungsverhaltens Empfehlungen anzeigen.

Google TV Fußball-WM 2026Die direkte Netflix Unterstützung ist bei Projektoren weiterhin erwähnenswert, da längst nicht jedes Modell über eine offiziell zertifizierte Anwendung verfügt. Bei manchen Geräten ist deshalb ein zusätzlicher Streaming Stick notwendig, obwohl bereits ein intelligentes Betriebssystem integriert ist.

Mit Google TV positioniert XGIMI die MIRA Serie als vollständige Unterhaltungslösung. Der Projektor übernimmt die Bildausgabe, den Ton und den direkten Zugriff auf Streaming Inhalte. Zusätzliche Geräte werden nur dann benötigt, wenn eine Spielkonsole, ein Blu Ray Player, ein Computer oder ein externes Audiosystem angeschlossen werden soll.

Zwei Modelle für unterschiedliche Wohnsituationen

Technisch liegen MIRA und MIRA Pro eng beieinander. Beide bieten 4K Auflösung, RGB Triple Laser Technologie, eine Abdeckung von 110 Prozent des BT.2020 Farbraums, Google TV, das Harman Kardon Soundsystem und die Gaming Funktionen.

Die Entscheidung zwischen den beiden Varianten dürfte daher vor allem von der benötigten Helligkeit abhängen. Mit 2.000 ISO Lumen richtet sich der MIRA in erster Linie an Nutzerinnen und Nutzer, die Filme und Serien überwiegend unter kontrollierten Lichtbedingungen ansehen. Der MIRA Pro bietet mit 3.000 ISO Lumen deutlich mehr Reserven für größere Projektionsflächen und hellere Räume.

Bemerkenswert ist dabei der vergleichsweise geringe Preisunterschied. Zwischen dem MIRA und dem MIRA Pro liegen lediglich 300 Euro. Sofern sich die Modelle abseits der Lichtleistung nicht wesentlich unterscheiden, könnte der Aufpreis für viele Interessierte attraktiv sein. Die um 50 Prozent höhere angegebene Helligkeit sorgt schließlich für deutlich mehr Flexibilität bei der Aufstellung und Nutzung.

Allerdings erscheint der MIRA Pro erst später im Sommer. Wer möglichst früh auf die neue Serie umsteigen möchte, erhält zunächst ausschließlich das Basismodell.

Preis und Verfügbarkeit

Der XGIMI MIRA kommt am 15. Juli 2026 zum Preis von 1.699 Euro auf den Markt. Der Verkaufsstart erfolgt über die Webseite des Herstellers.

Der XGIMI MIRA Pro soll später im Sommer erscheinen und wird 1.999 Euro kosten. Ein konkretes Datum für den Verkaufsstart des Pro Modells wurde bislang nicht genannt.

XGIMI MIRAFür den regulären MIRA läuft bis einschließlich 14. Juli 2026 eine Vorbestellaktion. Käuferinnen und Käufer erhalten in diesem Zeitraum vier 3D Brillen ohne zusätzlichen Aufpreis. Die Zugabe dürfte insbesondere für Familien oder gemeinsame Filmabende interessant sein, da direkt mehrere Personen ausgestattet werden können.

mehr zu XGIMI

Bildquelle: XGIMI/SchwartzPR

Via: XGIMI
Tags: 4K ProjektorHeimkinoMIRA ProUltrakurzdistanz ProjektorXGIMIXGIMI MIRA
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