Wer in den letzten Jahren die Karriere von Brendan Fraser verfolgt hat, weiß um das beeindruckende Comeback dieses Mannes. Nun meldet sich der Oscar Preisträger mit einem Projekt zurück, das gleichermaßen skurril wie tiefgreifend wirkt. In Zusammenarbeit mit Searchlight Pictures bringt der Streamingdienst Disney Plus am 15. April 2026 den Film Rental Family auf die heimischen Bildschirme. Es handelt sich dabei um eine Tragikomödie, die tief in die japanische Kultur der Mietfamilien eintaucht und dabei Fragen aufwirft, die uns in einer zunehmend isolierten Welt alle angehen. Der Film verspricht eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen der Kunst der Verstellung und der Sehnsucht nach echter Nähe.
Ein ungewöhnliches Geschäftsmodell als Lebensretter
Die Geschichte dreht sich um einen in Tokio gestrandeten US Schauspieler, verkörpert von Brendan Fraser, der sich in einer tiefen persönlichen Krise befindet. Auf der Suche nach einem neuen Sinn und wohl auch nach einer stabilen Einnahmequelle stößt er auf eine japanische Rental Family Agentur.
Das Konzept ist so faszinierend wie befremdlich: Menschen können hier professionelle Darsteller buchen, die für einen begrenzten Zeitraum Rollen als Familienmitglieder übernehmen. Fraser schlüpft in diesem Rahmen in die verschiedensten Identitäten und wird für seine Klienten zum verlorenen Sohn, zum liebenden Ehemann oder zum verständnisvollen Vater. Was als rein professioneller Auftrag beginnt, entwickelt schnell eine Eigendynamik, mit der der Protagonist so nicht gerechnet hat.
Die verschwimmende Grenze zwischen Job und Gefühl
Während er versucht, die emotionalen Lücken im Leben fremder Menschen zu schließen, muss er feststellen, dass die Maskerade Spuren hinterlässt. Je tiefer er in die Lebenswelten seiner Kunden eintaucht, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen der gespielten Rolle und seinen eigenen Empfindungen.

Der Film beleuchtet dabei die moralischen Grauzonen dieses Geschäftsmodells. Ist es ethisch vertretbar, Zuneigung zu kaufen? Und was macht es mit einem Menschen, wenn er ständig die Intimität anderer simuliert? Inmitten dieser komplexen Fragen entdeckt die Hauptfigur jedoch etwas ganz Wesentliches, nämlich die Schönheit zwischenmenschlicher Bindungen und das echte Gefühl von Zusammengehörigkeit, das selbst in einem künstlichen Rahmen entstehen kann.
Hochkarätige Besetzung und kreative Köpfe hinter der Kamera
Für die Umsetzung zeichnet die Regisseurin HIKARI verantwortlich, die bereits mit Produktionen wie Beef oder Tokyo Vice bewiesen hat, dass sie ein feines Gespür für atmosphärisches Storytelling besitzt. Sie fungierte nicht nur als Regisseurin, sondern war auch maßgeblich am Drehbuch und der Produktion beteiligt. An der Seite von Fraser agiert ein Ensemble aus internationalen Talenten und bekannten Gesichtern der japanischen Filmszene.
Mit dabei sind unter anderem Takehiro Hira, bekannt aus dem Epos Shōgun, sowie Mari Yamamoto und der erfahrene Darsteller Akira Emoto. Für die musikalische Untermalung konnten die Komponisten Jónsi und Alex Somers gewonnen werden, deren Klänge die melancholische und zugleich hoffnungsvolle Grundstimmung des Films perfekt einfangen dürften.
Ein Pflichttermin für Fans von tiefgründigem Storytelling
Mit Rental Family scheint Searchlight Pictures ein weiteres Mal ein Händchen für Stoffe zu beweisen, die abseits des Mainstreams für Gesprächsstoff sorgen. Die Kombination aus dem Setting im pulsierenden Tokio und der universellen Suche nach menschlicher Wärme macht den Film zu einem Highlight im Frühjahrsprogramm.
Ab dem 15. April können sich Abonnenten von Disney Plus selbst ein Bild davon machen, wie Brendan Fraser als Mietvater die Herzen der Zuschauer öffnet. Es ist ein Werk, das uns daran erinnert, dass wir trotz aller technischer Vernetzung am Ende des Tages vor allem eines brauchen: das Gefühl, nicht allein zu sein.
mehr zu Movies & Co
















