ANKER hat beim diesjährigen ANKER Day 2026 in New York City ein ziemlich breites Produktfeuerwerk gezündet. Unter dem Motto „Where Ultimate Meets Possible“ präsentierte das Unternehmen neue Geräte aus nahezu allen wichtigen Bereichen seiner Markenwelt. Mit dabei sind neue Premium In Ear Kopfhörer von soundcore, eine kompakte 3 in 1 Ladestation von Anker, ein neuer eufy Saug und Wischroboter, ein Rasenmähroboter ohne Begrenzungsdraht, neue Baby Produkte sowie eine smarte Videotürklingel. Kurz gesagt: Anker will 2026 nicht nur Strom liefern, sondern deutlich tiefer in den Alltag seiner Nutzerinnen und Nutzer hineinwachsen.
Auffällig ist dabei vor allem der stärkere Fokus auf lokale KI Funktionen. Während viele Hersteller KI weiterhin vor allem als Cloud Thema behandeln, will Anker bestimmte Aufgaben direkt auf den Geräten selbst erledigen lassen. Das soll schneller funktionieren, die Produkte unabhängiger machen und im Idealfall auch beim Datenschutz Vorteile bringen. Besonders sichtbar wird dieser Ansatz bei den neuen soundcore Liberty 5 Pro und soundcore Liberty 5 Pro Max, die mit dem neuen ANKER Thus KI Chip ausgestattet sind.
Gleichzeitig nutzte das Unternehmen die Bühne in New York auch für eine größere Markenbotschaft. Die angekündigte globale Partnerschaft mit Tomorrowland zeigt, dass Anker seine Produkte künftig noch stärker emotional aufladen möchte. Statt nur über Akkus, Wattzahlen und technische Daten zu sprechen, will man offenbar mehr Lifestyle, Musik und Erlebniswelt rund um die eigenen Marken aufbauen.
soundcore Liberty 5 Pro: Premium Earbuds mit lokaler KI und starkem Fokus auf Telefonie
Im Mittelpunkt der Präsentation standen die neuen soundcore Liberty 5 Pro. Die In Ear Kopfhörer sollen nicht nur guten Klang liefern, sondern vor allem in lauten Alltagssituationen überzeugen. Dafür setzt soundcore auf 9,2 Millimeter Audiotreiber, Dolby Atmos und den neuen ANKER Thus KI Chip, der lokale KI Berechnungen direkt im Gerät übernimmt.
Besonders spannend ist der Anspruch bei Telefonaten. Die Liberty 5 Pro wurden mit einem Guinness World Records Titel als „klarste TWS Earbuds für Telefonate“ ausgezeichnet. Solche Auszeichnungen sind natürlich in erster Linie ein starkes Marketing Signal, sie zeigen aber auch, wo soundcore den Fokus setzt. Die Kopfhörer sollen Sprache besonders sauber von störenden Hintergrundgeräuschen trennen. Das ist im Alltag durchaus relevant, denn genau daran scheitern viele True Wireless Kopfhörer noch immer. Im ruhigen Büro klingen fast alle gut. Wirklich spannend wird es erst im Zug, am Flughafen, auf der Straße oder in einem lauten Café.
Technisch arbeitet soundcore dafür mit vier Mikrofonen pro Seite, also insgesamt acht Mikrofonen, sowie einem neuronalen KI Modell und zehn integrierten Sensoren. Das System analysiert die Umgebung und soll auf Basis von 384.000 Berechnungen pro Sekunde den passenden Antischall erzeugen. Die Rechenleistung des neuen KI Chips soll laut Anker bei KI Funktionen wie Noise Cancelling, Anrufen und Soundqualität bis zu 150 mal höher liegen als bei der vorherigen soundcore Flaggschiff Generation.
Auch beim Noise Cancelling legt soundcore nach. Die Liberty 5 Pro nutzen Adaptive ANC 4.0, das sich automatisch an die Umgebung anpasst. Wer möchte, kann die Geräuschunterdrückung zusätzlich über den Touchscreen auf der Vorderseite des Ladecases in fünf Stufen einstellen. Das ist ein interessanter Ansatz, weil viele Nutzerinnen und Nutzer solche Einstellungen nicht ständig über die App öffnen wollen. Ein Case mit Direktbedienung kann hier im Alltag tatsächlich praktischer sein als ein weiteres Untermenü am Smartphone.
Für den Klang bringt soundcore außerdem HearID 5.0 mit. Die Funktion erstellt nach einem Hörtest ein persönliches Klangprofil und wendet dieses automatisch auf die Musikwiedergabe an. Alternativ lässt sich der Sound wie gewohnt über die soundcore App anpassen. Auch die Bedienung wurde erweitert: Neben Touchscreen und App unterstützen die Kopfhörer 20 integrierte Sprachbefehle, die laut Hersteller nahezu verzögerungsfrei in weniger als einer Sekunde reagieren.
Die soundcore Liberty 5 Pro sind ab sofort erhältlich und kosten 179,99 Euro. Angeboten werden sie in den Farben Mitternacht, Titanblau, Titanrosa und Wolkenweiß.
Liberty 5 Pro Max: Wenn das Ladecase zum Mini Assistenten wird
Noch eine Stufe höher positioniert soundcore die neuen Liberty 5 Pro Max. Hier geht es nicht nur um Sound und Noise Cancelling, sondern auch um Produktivität. Laut Hersteller handelt es sich um die weltweit ersten Smart Screen Kopfhörer mit KI Sprachrekorder. Das klingt erst einmal nach einem ziemlich speziellen Konzept, könnte aber für Meetings, Uni, Interviews oder Pressegespräche durchaus interessant sein.
Das Ladecase besitzt ein 1,78 Zoll großes AMOLED Display, über das zentrale Funktionen direkt gesteuert werden können. Dazu zählen etwa das ANC, das Pairing mit bis zu drei Geräten sowie individuelle Bildschirmhintergründe. Damit rückt das Case noch stärker in den Mittelpunkt. Es ist nicht mehr nur Ladebox, sondern eine kleine Steuerzentrale.
Der eigentliche Clou ist allerdings der integrierte KI Sprachrekorder. Mit dem Einverständnis der Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmer reicht ein doppeltes Tippen auf das Case, um eine Aufnahme zu starten. Die lokal verarbeiteten Transkripte und Zusammenfassungen lassen sich anschließend über die soundcore App und die Webversion abrufen. Laut Anker funktioniert das inklusive Sprechererkennung und sogar ohne Webzugang. Gerade dieser lokale Ansatz macht das Produkt spannender, weil Aufnahmen und Auswertungen nicht zwingend auf eine permanente Verbindung angewiesen sind.
Das Case kann bis zu zwölf Stunden Audiomaterial direkt auf dem Gerät speichern. Damit richtet sich soundcore klar an Menschen, die regelmäßig Gespräche, Meetings oder Vorlesungen dokumentieren möchten, ohne dafür ein zusätzliches Aufnahmegerät mitzunehmen. Für Journalistinnen und Journalisten, Studierende, Content Creator oder Business Nutzerinnen und Nutzer könnte das ein ziemlich praktisches Werkzeug sein, sofern die Transkriptionsqualität im Alltag hält, was das Konzept verspricht.
Die soundcore Liberty 5 Pro Max kosten 249,99 Euro und sind ab sofort in den Farben Mitternacht und Champagneerhältlich.
VibeOS und Anka: soundcore macht die App intelligenter
Neben der Hardware baut soundcore auch die eigene Software Plattform weiter aus. Mit VibeOS stellt die Marke eine neue KI basierte Plattform vor, die Hören, Arbeiten und Alltag stärker miteinander verbinden soll. Dazu gehört auch Anka, eine neue Sprachschnittstelle innerhalb von VibeOS.
Über Anka sollen sich Klangprofile anpassen, Meeting Notizen abrufen, Informationen abfragen und Produktfunktionen natürlicher steuern lassen. Das zeigt, wohin die Reise bei soundcore gehen soll. Kopfhörer werden nicht mehr nur als reines Audio Produkt gedacht, sondern zunehmend als persönliches Interface für Kommunikation, Arbeit und Organisation. Ob Nutzerinnen und Nutzer diese Funktionen im Alltag wirklich aktiv verwenden, hängt am Ende stark davon ab, wie zuverlässig, schnell und unaufdringlich die Umsetzung gelingt.
Anker Prime Wireless Charging Station: 25 Watt kabellos und kompakt faltbar
Auch die Kernmarke Anker bekommt neue Hardware. Mit der Anker Prime Wireless Charging Station präsentiert das Unternehmen eine kompakte 3 in 1 Ladelösung für Schreibtisch, Reise und Alltag. Die Station ist faltbar und lädt kompatible Smartphones nach Qi 2.2 Standard mit bis zu 25 Watt kabellos. Zusätzlich können eine Apple Watch und kabellose Kopfhörer gleichzeitig geladen werden.

Gerade bei kabellosem Laden ist Wärmeentwicklung ein wichtiges Thema. Anker setzt deshalb auf eine integrierte AirCool Technologie mit leiser Lüfterkühlung. Der Lüfter soll mit bis zu 19 dB angenehm zurückhaltend arbeiten und dabei helfen, die Gerätetemperatur beim Laden unter standardisierten Testbedingungen unter 37 Grad Celsius zu halten. Das klingt nach einem sinnvollen Detail, denn mehr Ladeleistung bringt nur dann wirklich etwas, wenn die Geschwindigkeit nicht nach kurzer Zeit wegen Wärmeproblemen gedrosselt wird.
Die Anker Prime Wireless Charging Station ist ab sofort erhältlich und kostet 139,99 Euro. Damit positioniert sie sich klar im Premium Segment für Nutzerinnen und Nutzer, die mehrere Geräte gleichzeitig laden wollen und Wert auf eine kompakte Lösung legen.
eufy HydroJet S2: Saug und Wischroboter mit 30.000 Pascal
Im Smart Home Bereich bringt eufy mit dem HydroJet S2 einen neuen Saug und Wischroboter auf den Markt. Das Modell soll vor allem bei der Tiefenreinigung punkten und kombiniert dafür eine Saugleistung von 30.000 Pascal mit dem weiterentwickelten HydroJet Bodenreinigungssystem 2.0.
Besonders wichtig ist bei solchen Geräten längst nicht mehr nur die reine Saugleistung. Entscheidend ist auch, wie gut der Roboter mit feuchtem Schmutz, hartnäckigen Flecken, Kanten, Teppichen und der eigenen Wartung zurechtkommt. eufy setzt beim HydroJet S2 auf eine selbstreinigende Wischrolle mit 32 Wasserdüsen sowie eine 12 in 1 UniClean Station. Damit soll der Wartungsaufwand möglichst gering bleiben. Genau das ist im Alltag oft der Punkt, der über Zufriedenheit oder Frust entscheidet. Ein Saugroboter ist nur dann wirklich bequem, wenn man nicht ständig selbst reinigen, entleeren oder nacharbeiten muss.
Mit einem Preis von 1.499 Euro spielt der eufy HydroJet S2 allerdings klar in der Oberklasse. Dafür muss er im Alltag entsprechend liefern. Die Ausstattung klingt jedenfalls ambitioniert und zeigt, dass eufy den Markt der Premium Haushaltsroboter weiter ernsthaft angreifen will.
eufy C15: Rasenmähroboter ohne Begrenzungsdraht
Nicht nur im Haus, auch im Garten erweitert eufy sein Portfolio. Der neue eufy C15 Rasenmähroboter soll einen möglichst einfachen Einstieg in die automatisierte Rasenpflege bieten. Besonders wichtig: Das Gerät kommt ohne Begrenzungsdraht, ohne RTK Antenne und ohne aufwendige manuelle Kartierung aus.
Stattdessen nutzt der C15 die bereits von den Modellen eufy E15 und E18 bekannte TrueVision Technologie. Die Kartierung erfolgt laut Hersteller per Ein Klick Auto Kartierung. Das System soll zuverlässig navigieren und dabei sicher für Tiere und Pflanzen arbeiten. Ausgelegt ist der Roboter für Rasenflächen bis zu 500 Quadratmeter.
Gerade der Verzicht auf Begrenzungsdraht ist ein wichtiger Punkt. Klassische Mähroboter waren lange mit einer gewissen Installationshürde verbunden. Kabel verlegen, Flächen definieren, Kanten prüfen, nachbessern. Moderne Vision Systeme versprechen hier deutlich mehr Komfort. Ob das in jedem Garten zuverlässig funktioniert, hängt stark von Lichtverhältnissen, Hindernissen, Rasenkanten und Geländeform ab. Der Ansatz ist aber klar: eufy will den Mähroboter so unkompliziert machen wie einen Saugroboter im Wohnzimmer.
Der eufy C15 ist ab sofort für 899 Euro erhältlich. Zum Start gibt es ihn inklusive Garage ebenfalls für 899 Euro, der reguläre Preis dieses Pakets liegt bei 999 Euro.
eufy Baby Produkte: Mehr Komfort für junge Familien
Ein weiteres Themenfeld des ANKER Day 2026 waren Produkte für Familien. Mit der eufy Milchpumpe S2 Pro bringt das Unternehmen ein neues Modell mit HeatFlow 2.0 beheizter Massagefunktion und VibraPump Technologie. Die Milchpumpe bietet sieben Heizstufen und soll das Abpumpen komfortabler, schneller und ertragreicher machen.
Gerade in diesem Bereich sind Komfort, Hygiene und einfache Bedienung besonders entscheidend. eufy positioniert die S2 Pro deshalb nicht nur als technisches Gerät, sondern als Alltagshilfe für Mütter, die eine möglichst angenehme und flexible Lösung suchen. Der Preis liegt bei 399 Euro.
Passend dazu ist auch die eufy Babyflaschen Spülmaschine S1 Pro verfügbar. Laut Hersteller handelt es sich um den weltweit ersten Flaschenreiniger mit integriertem Wasserenthärter. Das Gerät ist TÜV zertifiziert und kombiniert 3D HydroBlast Reinigung, echte Dampfsterilisation bei 100 Grad Celsius sowie eine schnelle Trocknung. Damit will eufy Eltern vor allem Arbeit abnehmen und den Reinigungsprozess zuverlässiger machen.
Die eufy Babyflaschen Spülmaschine S1 Pro kostet 399,99 Euro. Zusammen mit der Milchpumpe zeigt sich, dass eufy den Familienbereich zunehmend als eigenständige Produktkategorie betrachtet und nicht nur klassische Smart Home Geräte entwickeln möchte.
eufy Video Doorbell S4: Smarte Türklingel mit Dual Kamera und lokaler Speicherung
Auch beim Thema Sicherheit gibt es Neuigkeiten. Die neue eufy Video Doorbell S4 kombiniert eine Videotürklingel, eine Kamera und eine smarte Besucheransicht in einem Gerät. Technisch setzt eufy auf ein Dual Kamera System, eine 9 Megapixel Linse, 3K Auflösung und ein 180 Grad Sichtfeld.
Besonders relevant ist die lokale Speicherung ohne monatliche Zusatzkosten. Viele smarte Türklingeln und Sicherheitskameras entfalten ihren vollen Funktionsumfang erst mit einem Abo. eufy hebt sich traditionell gerne über lokale Speicheroptionen und den Verzicht auf laufende Gebühren ab. Für viele Nutzerinnen und Nutzer dürfte genau das ein Kaufargument sein, vor allem wenn mehrere Kameras oder Sicherheitsprodukte im Haushalt eingesetzt werden.
Die eufy Video Doorbell S4 soll noch diesen Frühling auf den Markt kommen und 279 Euro kosten.
Ein breites Portfolio mit klarem KI Schwerpunkt
Der ANKER Day 2026 zeigt ziemlich deutlich, wie breit ANKER INNOVATIONS inzwischen aufgestellt ist. Aus dem einst vor allem für Powerbanks, Kabel und Ladegeräte bekannten Unternehmen ist längst ein Ökosystem aus mehreren Marken geworden. soundcore steht für Audio, eufy für Smart Home, Sicherheit, Haushalt und Familie, während Anker selbst weiterhin die Lade und Energieprodukte vorantreibt.
Besonders auffällig ist 2026 aber der stärkere KI Einschlag. Der neue Thus KI Chip in den soundcore Kopfhörern, lokale Transkriptionen, smarte Sprachsteuerung über VibeOS und Anka sowie zunehmend automatisierte Haushalts und Gartengeräte zeigen, dass Anker KI nicht nur als Schlagwort einsetzen will. Die Funktionen sollen direkt in konkrete Alltagssituationen hineinwirken: bessere Telefonate, weniger Lärm, automatisch erstellte Meeting Notizen, sauberere Böden, gepflegter Rasen und weniger Aufwand für Eltern.
Natürlich bleibt abzuwarten, wie gut die neuen Produkte im Praxistest wirklich funktionieren. Gerade bei KI Funktionen entscheidet nicht das Datenblatt, sondern die Alltagstauglichkeit. Erkennt das System Stimmen zuverlässig? Sind Transkripte brauchbar? Reagiert das ANC schnell genug? Navigiert der Rasenmähroboter auch in schwierigen Gärten sauber? Rein auf dem Papier wirkt das Line up aber ambitioniert und zeigt, dass Anker 2026 deutlich mehr sein möchte als ein Zubehörhersteller.
Preise und Verfügbarkeit im Überblick
Die meisten Neuheiten sind laut Anker direkt verfügbar. Die soundcore Liberty 5 Pro kosten 179,99 Euro, die soundcore Liberty 5 Pro Max liegen bei 249,99 Euro. Die Anker Prime Wireless Charging Station ist für 139,99 Euro erhältlich. Der neue eufy HydroJet S2 startet für 1.499 Euro, während der eufy C15 Rasenmähroboter für 899 Euro angeboten wird. Die eufy Milchpumpe S2 Pro kostet 399 Euro, die eufy Babyflaschen Spülmaschine S1 Proliegt bei 399,99 Euro. Die eufy Video Doorbell S4 soll noch im Frühling für 279 Euro folgen.
Damit deckt Anker vom erschwinglichen Audio Produkt bis zum hochpreisigen Haushaltsroboter eine große Bandbreite ab. Für Technik Fans wird vor allem spannend sein, ob die neuen lokalen KI Funktionen tatsächlich einen spürbaren Mehrwert liefern oder ob sie im Alltag eher als nette Zusatzfunktionen wahrgenommen werden. Der ANKER Day 2026 macht jedenfalls klar: Anker will seine Geräte künftig intelligenter, eigenständiger und stärker miteinander vernetzt machen. Genau das dürfte in den kommenden Monaten auch die spannendste Frage für die ersten Tests sein.
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