Mit der neuen Reno16 Serie will OPPO erneut jene Nutzerinnen und Nutzer ansprechen, die ihr Smartphone nicht nur für Nachrichten und Navigation verwenden, sondern regelmäßig fotografieren, filmen und Inhalte für soziale Netzwerke erstellen. Dafür kombiniert der Hersteller ein auffälliges neues Rückseitendesign mit umfangreichen Kamerafunktionen, kreativen Bildwerkzeugen und einer ganzen Reihe neuer AI Funktionen innerhalb von ColorOS 16.
Auf dem Papier fällt die Modellfamilie breit aus. Sie besteht aus dem OPPO Reno16 Pro, dem Reno16, dem Reno16 FSund dem Reno16 F. Die Preise reichen während der Einführungsphase von 549 bis 899 Euro, später sollen je nach Modell zwischen 699 und 1.099 Euro fällig werden.
Damit bewegt sich OPPO allerdings in einem anspruchsvollen Preisbereich. Gerade dort reicht ein neues Design allein nicht aus. Bei genauerem Blick zeigt sich, dass einige der prominent beworbenen Neuerungen vor allem aus Softwarefunktionen und optischen Anpassungen bestehen. Der größte technische Sprung steckt im Reno16 Pro, während die übrigen Modelle eher wie vorsichtige Weiterentwicklungen als wie ein vollständiger Neustart wirken.
Das Pop Planet Design soll die Blicke auf sich ziehen
Optisch setzt OPPO bei der Reno16 Serie auf das neue 3D Pop Planet Design. Besonders auffällig soll die Farbvariante Pop White ausfallen. Hier verwendet der Hersteller erstmals seine sogenannte HoloVerse 3D Technology, bei der Millionen kleiner Mikrolinsen einen räumlichen Effekt erzeugen. Je nach Blickwinkel und Lichteinfall soll die Oberfläche dadurch unterschiedlich wirken und beinahe den Eindruck erwecken, als würden einzelne Elemente über der Rückseite schweben.
Die Gestaltung ist zweifellos auffälliger als bei vielen nüchternen Smartphones der Mittelklasse. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie stark der Effekt im Alltag tatsächlich zur Geltung kommt und wie schnell sich daran ein gewisser Gewöhnungseffekt einstellt. Ein interessantes Rückseitendesign kann ein Smartphone emotional aufwerten, ersetzt aber keine deutlichen Fortschritte bei Kamera, Prozessor, Display oder Akkutechnik.
OPPO setzt beim Reno16 und beim Reno16 Pro auf eine aus einem Stück gefertigte Rückseite, die ohne sichtbaren Bruch in das Kameramodul übergeht. Der Hersteller bezeichnet diese Konstruktion als One Piece Cold Sculpted Design. Beim Reno16 F kommt in Pop White stattdessen ein transparentes Spritzgussverfahren zum Einsatz.
Reno16 und Reno16 Pro fallen mit ihren 6,32 Zoll großen Displays vergleichsweise kompakt aus. Beide Modelle messen rund 151,2 mal 72,4 Millimeter und bleiben je nach Ausführung zwischen 8,2 und 8,36 Millimeter dünn. Das Gewicht bewegt sich zwischen etwa 177 und 188 Gramm. Vor allem das normale Reno16 gehört damit zu den leichteren Geräten seiner Größenklasse.
Das Reno16 F ist mit einem 6,57 Zoll großen Bildschirm spürbar größer. Es misst rund 158,2 mal 74,9 Millimeter, ist zwischen 8,44 und 8,58 Millimeter dick und bringt je nach Farbvariante etwa 194 bis 196 Gramm auf die Waage.
Reno16 Pro: 200 Megapixel und kompaktes Format
Das technisch stärkste Modell der Serie ist erwartungsgemäß das OPPO Reno16 Pro. Sein 6,32 Zoll großes AMOLED Display löst mit 2.640 mal 1.216 Pixeln auf und erreicht eine Pixeldichte von 460 ppi. Die Bildwiederholrate liegt bei bis zu 144 Hz.
OPPO nennt eine typische Helligkeit von 600 Nits, eine Helligkeit von bis zu 1.800 Nits im HBM Betrieb sowie einen kurzfristigen Spitzenwert von 3.600 Nits. Ob dieser Maximalwert außerhalb sehr kleiner Bildbereiche erreicht wird, muss ein ausführlicher Test zeigen. Für den Außeneinsatz dürfte vor allem der HBM Wert entscheidend sein.
Im Inneren arbeitet die MediaTek Dimensity 8550 Super Platform. Sie wird mit 12 GB LPDDR5X Arbeitsspeicherund je nach Ausführung mit 256 oder 512 GB UFS 3.1 Speicher kombiniert. Für ein Gerät mit einem regulären Preis von 1.099 Euro wirkt UFS 3.1 allerdings nicht mehr besonders ambitioniert. In dieser Preisklasse dürften viele Käufer aktuelle Oberklassehardware in praktisch allen Bereichen erwarten.
Das Reno16 Pro besitzt einen 6.000 mAh großen Silizium Kohlenstoff Akku, der mit 80 Watt SUPERVOOC geladen werden kann. Angesichts des kompakten Gehäuses ist die Kapazität durchaus bemerkenswert. Gerade die Kombination aus relativ kleinem Display und großem Akku könnte zu einer der wichtigsten praktischen Stärken des Geräts werden.
Die 200 Megapixel Kamera ist das größte Hardware Argument
Das Kamerasystem des Reno16 Pro wird von einer 200 Megapixel Hauptkamera angeführt. OPPO verwendet einen Samsung Sensor im Format 1 zu 1,56 Zoll, eine Blende von f/1.8 und eine optische Bildstabilisierung.
Die hohe Auflösung soll vor allem bei nachträglichen Ausschnittsvergrößerungen helfen. Sie ist allerdings kein automatischer Garant für bessere Fotos. Entscheidend bleiben Sensorfläche, Objektivqualität, Bildverarbeitung und die Frage, wie zuverlässig die Kamera bei wenig Licht arbeitet. Dennoch gehört die 200 Megapixel Kamera zu den wenigen Neuerungen der Serie, die sich klar als echtes Hardware Upgrade einordnen lassen.
Ergänzt wird sie durch eine 50 Megapixel Ultraweitwinkelkamera mit Autofokus und eine 50 Megapixel Telekameramit optischer Bildstabilisierung. Das Teleobjektiv arbeitet mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 80 Millimetern und ermöglicht damit eine ungefähr dreifache optische Vergrößerung gegenüber der Hauptkamera.
Auf der Vorderseite sitzt ebenfalls eine 50 Megapixel Kamera. Sie bietet Autofokus und einen weiten Bildwinkel, wodurch sich größere Gruppen oder mehr vom Hintergrund erfassen lassen sollen.
Damit wirkt das Kamerasystem des Reno16 Pro insgesamt erfreulich vollständig. OPPO verzichtet sowohl bei der Ultraweitwinkelkamera als auch beim Teleobjektiv auf die häufig anzutreffenden niedrig auflösenden Alibisensoren. Ob die drei Kameras auch bei Farben, Kontrast und Belichtung ein konsistentes Ergebnis liefern, lässt sich allerdings erst nach einem Praxistest beurteilen.
Reno16: Ausgewogener, aber nicht günstig
Das normale OPPO Reno16 teilt sich viele Eigenschaften mit dem Pro Modell. Auch hier kommt ein 6,32 Zoll großes AMOLED Display mit 2.640 mal 1.216 Pixeln zum Einsatz. Die maximale Bildwiederholrate beträgt allerdings 120 Hzstatt 144 Hz.
Als Prozessor verwendet OPPO die Snapdragon 7 Gen 4 Mobile Platform. Dazu kommen je nach Ausführung 8 oder 12 GB LPDDR5X RAM sowie 256 oder 512 GB UFS 3.1 Speicher. Für den Alltag, soziale Netzwerke, Fotobearbeitung und die meisten Spiele dürfte die Leistung problemlos ausreichen. Der Chip gehört jedoch nicht zur absoluten Oberklasse.
Genau hier wird die Preisgestaltung interessant. Während der Einführung kostet das Reno16 mit 8 GB RAM und 512 GB Speicher 799 Euro. Danach steigt der Preis auf 899 Euro. Für ein Smartphone mit einem Prozessor aus der gehobenen Mittelklasse ist das selbst bei großzügigem Speicher kein zurückhaltender Preis.
Immerhin erhält das Reno16 ebenfalls einen 6.000 mAh Akku mit Silizium Kohlenstoff Technik und 80 Watt Schnellladen. Außerdem sind Stereolautsprecher, ein präziser Vibrationsmotor, Bluetooth 5.4 und ein optischer Fingerabdrucksensor unter dem Display vorgesehen.
Vier Kameras mit jeweils 50 Megapixeln
Bei der Kamera setzt das normale Reno16 auf ein ungewöhnlich einheitliches Konzept. Sowohl die Hauptkamera als auch die Ultraweitwinkelkamera, die Telekamera und die Frontkamera lösen mit 50 Megapixeln auf.
Die Hauptkamera verwendet einen Sony LYT 600 Sensor im Format 1 zu 1,95 Zoll, eine Blende von f/1.8 und eine optische Bildstabilisierung. Das ist eine solide Basis, aber kein Sensor, der allein den hohen Verkaufspreis erklären würde.
Die Ultraweitwinkelkamera bietet Autofokus und eine Brennweite von umgerechnet 16 Millimetern. Das Teleobjektiv arbeitet wie beim Pro Modell mit 80 Millimetern, einer Blende von f/2.8 und optischer Stabilisierung.
Das Reno16 dürfte damit vor allem für Nutzer interessant sein, die ein kompaktes Smartphone mit flexibler Kamera und großem Akku suchen, ohne direkt zum Pro Modell greifen zu wollen. Der Abstand von lediglich 100 Euro zum Reno16 Pro während der Einführungsphase macht die Entscheidung jedoch schwierig. Wer ohnehin knapp 800 Euro ausgeben möchte, erhält für 899 Euro den stärkeren Prozessor, das schnellere Display und die 200 Megapixel Hauptkamera.
Reno16 F: Größerer Akku, aber deutliche Abstriche
Das OPPO Reno16 F verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Es besitzt ein größeres 6,57 Zoll AMOLED Display, das mit 2.372 mal 1.080 Pixeln auflöst und eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz unterstützt.
Die typische Helligkeit liegt ebenfalls bei 600 Nits, im HBM Betrieb sind laut Datenblatt bis zu 1.400 Nits möglich. Damit fällt das Panel auf dem Papier weniger hell und auch weniger hochauflösend aus als bei Reno16 und Reno16 Pro.
Als Prozessor kommt der MediaTek Dimensity 7300 zum Einsatz. Dazu gibt es 8 GB LPDDR4X Arbeitsspeicher und wahlweise 256 oder 512 GB UFS 3.1 Speicher. Bei einem Einführungspreis von 549 Euro ist diese Ausstattung grundsätzlich nachvollziehbar. Der spätere reguläre Preis von 699 Euro wirkt angesichts des Prozessors und des älteren Speichertyps allerdings deutlich weniger attraktiv.
Der Akku ist mit 6.500 mAh sogar größer als bei den kompakteren Schwestermodellen. Geladen wird jedoch nur mit 45 Watt SUPERVOOC. Damit widerspricht das technische Datenblatt zumindest der pauschalen Formulierung, die gesamte Serie kombiniere ihre Akkus mit 80 Watt Schnellladen. Für Reno16 und Reno16 Pro trifft das zu, für das Reno16 F hingegen nicht.
Telekamera statt Kameradeko
Positiv fällt auf, dass OPPO selbst beim Reno16 F eine echte Telekamera verbaut. Die 50 Megapixel Telekamera bietet eine Brennweite von umgerechnet 92 Millimetern, eine Blende von f/2.8 und eine optische Stabilisierung über zwei Achsen. Gegenüber der Hauptkamera entspricht das einer ungefähr dreieinhalbfachen optischen Vergrößerung.
Die 50 Megapixel Hauptkamera besitzt ebenfalls eine optische Bildstabilisierung. Ihr Sensor fällt mit einem Format von 1 zu 2 Zoll allerdings vergleichsweise klein aus. Bei Tageslicht dürfte das kein großes Problem darstellen, bei Nachtaufnahmen könnten die Unterschiede zu den teureren Modellen aber deutlicher werden.
Der größte Kompromiss steckt in der Ultraweitwinkelkamera. Sie löst lediglich mit 8 Megapixeln auf. Das ist ein klarer Rückschritt gegenüber den jeweils 50 Megapixel starken Ultraweitwinkelkameras von Reno16 und Reno16 Pro. Gerade auf größeren Displays oder bei nachträglicher Bearbeitung dürfte die begrenzte Detailauflösung sichtbar werden.
Die Frontkamera bietet dagegen wieder 50 Megapixel, Autofokus und einen weiten Blickwinkel.
Pop Cam bringt analoge Looks auf das Smartphone
Neben der Hardware will OPPO vor allem mit neuen Aufnahmefunktionen punkten. Die neue Pop Cam Funktion bietet verschiedene Bildstile, die an klassische Digitalkameras, Sofortbilder oder analoge Filmaufnahmen erinnern.
Solche Filter sind grundsätzlich nichts Neues. Der Vorteil einer direkt in die Kamera integrierten Lösung liegt jedoch darin, dass Nutzer nicht erst eine zusätzliche App öffnen oder ihre Aufnahmen nachträglich exportieren müssen. Entscheidend wird sein, ob die Ergebnisse tatsächlich einen eigenständigen Charakter besitzen oder nur wie bekannte Farbfilter wirken.
Die Serie richtet sich damit sehr deutlich an eine Zielgruppe, die Bilder schnell aufnehmen, bearbeiten und unmittelbar veröffentlichen möchte. OPPO verbindet die Kamera deshalb eng mit der Galerie und den neuen Kreativwerkzeugen von ColorOS 16.
AI Remix Collage und Popout Collage 2.0
Innerhalb der Galerie App führt OPPO einen neuen Bereich namens Create ein. Dort werden verschiedene AI gestützte Bearbeitungsfunktionen gebündelt.
Mit AI Remix Collage lassen sich Fotos und kurze Videos zu animierten Collagen kombinieren. Bewegte Motive aus Videos oder Motion Photos können automatisch ausgeschnitten und anschließend als Sticker weiterverwendet werden.
Popout Collage 2.0 erweitert diese Idee. Personen oder Objekte können aus dem eigentlichen Bildrahmen herausragen, wodurch ein räumlicher Eindruck entstehen soll. Solche Funktionen dürften vor allem für Beiträge auf Instagram, TikTok und anderen sozialen Plattformen interessant sein.
Auch hier gilt allerdings, dass ein großer Teil des wahrgenommenen Mehrwerts aus Software entsteht. Viele vergleichbare Effekte lassen sich bereits mit bestehenden Bearbeitungsapps oder den AI Werkzeugen anderer Hersteller erstellen. OPPO muss deshalb vor allem durch eine besonders einfache Bedienung und saubere Ergebnisse überzeugen.
Stabilere Videos ohne zusätzliche Ausrüstung
Für Videoaufnahmen führt OPPO unter anderem 4K Auto Straighten Video ein. Die Funktion soll den Bildausschnitt bei Aufnahmen während des Gehens automatisch ausrichten und störende Bewegungen ausgleichen.
Dual View Video 2.0 erlaubt Aufnahmen mit unterschiedlichen Kameras und soll einen flüssigeren Wechsel zwischen den Objektiven ermöglichen. Für Vlogs, Reisevideos oder kurze Interviews kann das durchaus praktisch sein. Wie stark die Bildqualität beim Wechsel zwischen Hauptkamera, Teleobjektiv und Frontkamera schwankt, muss sich jedoch noch zeigen.
Vor allem bei Videoaufnahmen sind konstante Farben und Belichtungen mindestens ebenso wichtig wie eine starke Stabilisierung. Ein technisch sauberer Übergang hilft wenig, wenn sich Hautton, Weißabgleich oder Dynamikumfang beim Objektivwechsel sichtbar verändern.
ColorOS 16 setzt stärker auf AI
Alle Modelle der Reno16 Serie werden mit ColorOS 16 ausgeliefert. Die neue Software soll kreative Funktionen mit Werkzeugen für Organisation, Kommunikation und den Alltag verbinden.
Erstmals innerhalb der Reno Reihe steht laut OPPO ein AI Snap Key zur Verfügung. Über die Taste lassen sich Inhalte schnell erfassen und in AI Mind Space speichern. Dort können Screenshots, Notizen und andere Informationen gesammelt und später durchsucht oder weiterverarbeitet werden.
Mit dem AI Bill Manager möchte OPPO digitale Zahlungen und Belege automatisch erkennen. Die Software erstellt daraus strukturierte Ausgabenlisten. Das könnte im Alltag hilfreich sein, sofern die Erkennung zuverlässig funktioniert und auch mit deutschsprachigen Belegen, regionalen Steuerformaten und unterschiedlichen Währungen zurechtkommt.
Neu ist außerdem AI Mind Pilot. Die Funktion soll mehrere AI Modelle koordinieren und es ermöglichen, je nach Aufgabe ein geeignetes Modell auszuwählen. Nutzer sollen zudem Antworten verschiedener Modelle direkt vergleichen können.
Auf dem Papier klingt das ambitioniert. Der praktische Nutzen hängt allerdings stark davon ab, welche Modelle in Deutschland und Österreich verfügbar sind, welche Funktionen lokal unterstützt werden und ob für bestimmte Aufgaben zusätzliche Konten oder kostenpflichtige Dienste erforderlich sind. Auch die Geschwindigkeit und der Datenschutz werden im Alltag eine wichtige Rolle spielen.
Für Reisen bietet OPPO außerdem AI Menu Translation. Die Funktion übersetzt Speisekarten und ergänzt Gerichte um Bilder sowie zusätzliche Informationen. Besonders bei weniger bekannten regionalen Speisen könnte das nützlich sein, solange die Software Zutaten und Bezeichnungen korrekt erkennt.
Große Akkus als echte Stärke der Serie
Während sich über den Umfang der Hardware Upgrades diskutieren lässt, wirken die Akkus überzeugend. Das Reno16 und das Reno16 Pro kombinieren kompakte Gehäuse mit jeweils 6.000 mAh. Das größere Reno16 F bringt es sogar auf 6.500 mAh.
Möglich werden diese Kapazitäten durch Akkus mit Silizium Kohlenstoff Technik. Diese erlauben eine höhere Energiedichte, ohne dass die Geräte zwangsläufig deutlich dicker werden.
Reno16 und Reno16 Pro laden mit 80 Watt SUPERVOOC, das Reno16 F laut technischem Datenblatt mit 45 Watt. Zur Ladezeit macht OPPO in den vorliegenden Informationen keine konkreten Angaben.
Unter Dauerlast soll beim Reno16 Pro ein erweitertes Kühlsystem helfen. In Kombination mit AI HyperBoost 3.0 will OPPO kompatible Spiele mit stabilen Bildraten von bis zu 144 Hz darstellen. Wie viele Spiele die volle Bildwiederholrate tatsächlich unterstützen und wie lange das Gerät diese Leistung halten kann, bleibt abzuwarten.
Hoher Schutz gegen Wasser und Staub
Alle Modelle sollen die Schutzklassen IP66, IP68, IP69 und IP69K erfüllen. Damit sind die Geräte nicht nur gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt, sondern sollen auch kräftige Wasserstrahlen und heißes Druckwasser verkraften.
Das ist in dieser Geräteklasse keineswegs selbstverständlich und kann ein echtes Kaufargument sein. Dennoch handelt es sich nicht um eine Einladung, das Smartphone absichtlich unter extremen Bedingungen zu verwenden. Wasserschäden sind bei vielen Herstellern trotz Zertifizierung nicht oder nur eingeschränkt durch die Garantie abgedeckt.
Mit Splash Touch und Glove Touch sollen die Displays auch mit nassen Fingern oder Handschuhen bedienbar bleiben. Gerade im Winter, beim Sport oder während eines Regenschauers kann das praktischer sein als manche spektakulär beworbene AI Funktion.
AI LinkBoost 4.0 soll den Empfang stabilisieren
Das Reno16 nutzt AI LinkBoost 4.0, um die Netzwerkverbindung in stark ausgelasteten Umgebungen oder bei schwachem Empfang zu verbessern. Die Software soll geeignete Verbindungen erkennen und die Funkleistung entsprechend optimieren.
Wie groß der Unterschied in der Praxis ausfällt, dürfte stark von Mobilfunknetz, Region und Netzbetreiber abhängen. In Bahnhöfen, Stadien oder auf Veranstaltungen könnte eine intelligentere Verbindungssteuerung dennoch hilfreich sein.
Reno16 und Reno16 Pro verfügen zudem über Dual SIM Unterstützung, Bluetooth 5.4, Stereolautsprecher und einen Fingerabdrucksensor unter dem Display. Beim Reno16 F wird zusätzlich eine Unterstützung für eSIM genannt.
OPPO Bubble als externer Vorschaumonitor
Zusammen mit der Smartphone Serie stellt OPPO das neue Zubehör OPPO Bubble vor. Das Gerät wiegt 35 Gramm, wird magnetisch an einer kompatiblen Hülle oder einem Magnetring befestigt und besitzt ein eigenes AMOLED Display.
Es dient als Vorschaumonitor für die Hauptkamera. Nutzer können sich damit bei Selfies oder Gruppenaufnahmen selbst sehen, ohne auf die Frontkamera wechseln zu müssen. Gerade bei Videoaufnahmen könnte das helfen, die qualitativ bessere Hauptkamera häufiger zu verwenden.
Zusätzlich funktioniert OPPO Bubble als Fernbedienung für die Kamera. Die Steuerung soll aus einer Entfernung von bis zu zehn Metern möglich sein. Über die zugehörige App lässt sich das Display außerdem mit Bildern, Animationen, Texten oder Farben gestalten.
Die Idee ist nicht völlig neu, passt aber gut zur Ausrichtung der Reno16 Serie. Entscheidend werden der Preis, die Akkulaufzeit und die Zuverlässigkeit der magnetischen Befestigung sein. Angaben dazu macht OPPO bislang nicht.
OPPO Reno16 Serie
Die Reno16 Modelle im Vergleich
Vom 200 Megapixel Topmodell bis zum Reno16 F mit großem 6.500 mAh Akku. Die wichtigsten Unterschiede bei Display, Kamera, Leistung, Speicher und Preis.
Topmodell
OPPO Reno16 Pro 5G
Pop White und Starlight Black
2.640 × 1.216 Pixel
bis 144 Hz
bis 3.600 Nits Peak
ColorOS 16
512 GB UFS 3.1
Samsung HP5
1/1,56 Zoll, f/1.8, OIS
50 MP Telekamera mit OIS
50 MP Frontkamera
Silizium Kohlenstoff Akku
80 Watt SUPERVOOC
Einführungspreis bis 31. Juli 2026
Allrounder
OPPO Reno16 5G
Pop White und Purple Black
2.640 × 1.216 Pixel
bis 120 Hz
bis 3.600 Nits Peak
ColorOS 16
512 GB UFS 3.1
Sony LYT 600
1/1,95 Zoll, f/1.8, OIS
50 MP Telekamera mit OIS
50 MP Frontkamera
Silizium Kohlenstoff Akku
80 Watt SUPERVOOC
Einführungspreis bis 31. Juli 2026
Mehr Speicher
OPPO Reno16 FS 5G
Pop White und Purple Black
ColorOS 16
512 GB interner Speicher
Telekamera mit rund 3,5 fachem Zoom
50 MP Frontkamera
Einführungspreis bis 31. Juli 2026
Großer Akku
OPPO Reno16 F 5G
Pop White und Purple Black
2.372 × 1.080 Pixel
bis 120 Hz
bis 1.400 Nits HBM
ColorOS 16
256 GB UFS 3.1
f/1.8, OIS
50 MP Telekamera mit OIS
50 MP Frontkamera
45 Watt SUPERVOOC
Einführungspreis bis 31. Juli 2026
Die Preise gelten für die in Deutschland und Österreich angekündigten Varianten und beziehen sich auf die Einführungsaktion bis zum 31. Juli 2026. Für das Reno16 FS lagen in den bereitgestellten Unterlagen noch keine vollständigen separaten technischen Spezifikationen vor.
Preise und Verkaufsstart
Die Reno16 Serie kann in Deutschland und Österreich bereits vorbestellt werden. Der reguläre Verkauf beginnt am 3. Juli. Bis zum 31. Juli gelten reduzierte Einführungspreise.
Das OPPO Reno16 Pro mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher kostet zunächst 899 Euro statt regulär 1.099 Euro. Als Farben werden Starlight Black und Pop White angeboten.
Das OPPO Reno16 mit 8 GB RAM und 512 GB Speicher startet für 799 Euro und soll später 899 Euro kosten. Als Farbvarianten nennt OPPO Purple Black und Pop White.
Das OPPO Reno16 FS mit 8 GB RAM und 512 GB Speicher kostet während der Einführungsphase 649 Euro statt 799 Euro.
Für das OPPO Reno16 F mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher werden zunächst 549 Euro fällig. Anschließend soll der Preis auf 699 Euro steigen.
Zusätzlich stellt OPPO je nach Aktion kostenloses Zubehör wie die OPPO Enco Air5, Rabatte für Studierende und zusätzliche Vorteile beim Eintausch eines alten Geräts in Aussicht.
Ist das Reno16 wirklich das bessere Reno15?
Genau an diesem Punkt muss sich OPPO eine kritische Frage gefallen lassen. Wie viel Reno16 steckt tatsächlich in der neuen Generation und wie viel davon besteht aus einem neuen Look, zusätzlichen Filtern und AI Funktionen?
Die auffälligsten Neuerungen betreffen das Pop Planet Design, die HoloVerse Oberfläche, die Pop Cam Stile, die erweiterten Collagefunktionen und die neuen AI Werkzeuge von ColorOS 16. Das sind durchaus interessante Ergänzungen, doch viele davon verändern nicht die grundlegende Smartphone Erfahrung.
Der klarste technische Fortschritt findet sich beim Reno16 Pro mit seiner 200 Megapixel Hauptkamera, dem 144 Hz Display und der Dimensity 8550 Super Plattform. Auch die großen Akkus in den kompakten Gehäusen sind überzeugend.
Beim normalen Reno16 fällt das Upgrade Argument bereits schwächer aus. Die Kombination aus Snapdragon 7 Gen 4, 120 Hz Display, 50 Megapixel Kameras und 80 Watt Laden wirkt ausgewogen, aber nicht so außergewöhnlich, dass ein regulärer Preis von 899 Euro automatisch gerechtfertigt wäre.
Beim Reno16 F stehen dem großen 6.500 mAh Akku ein Dimensity 7300, LPDDR4X RAM, ein weniger helles Display, eine 8 Megapixel Ultraweitwinkelkamera und lediglich 45 Watt Ladeleistung gegenüber. Für 549 Euro kann diese Mischung interessant sein. Bei späteren 699 Euro dürfte die Konkurrenz jedoch deutlich härter werden.
Wer bereits ein Reno15 besitzt, bekommt deshalb nicht automatisch einen überzeugenden Grund für einen Wechsel. Das gilt besonders dann, wenn die neuen AI und Kreativfunktionen zumindest teilweise auch über Softwareupdates auf älteren Geräten erscheinen sollten. OPPO hat bislang nicht konkret erklärt, welche Funktionen exklusiv an die neue Hardware gebunden sind.
Auch für Neukäufer kann der Vorgänger die vernünftigere Wahl sein, sofern er im Handel deutlich günstiger angeboten wird. Wer auf das neue Design, die 200 Megapixel Kamera des Pro Modells oder bestimmte ColorOS 16 Funktionen verzichten kann, erhält mit einem rabattierten Reno15 möglicherweise das bessere Verhältnis aus Preis und Ausstattung.
Erste Einschätzung zur OPPO Reno16 Serie
Die Reno16 Serie ist keine schlechte Smartphone Familie. Die kompakten Abmessungen von Reno16 und Reno16 Pro, die großen Akkus, der umfangreiche Wasserschutz und die vergleichsweise vollständigen Kamerasysteme sind klare Pluspunkte. Auch OPPO Bubble ist ein sinnvolles Zubehör für Nutzer, die häufiger mit der Hauptkamera filmen oder Selfies aufnehmen.
Trotzdem hinterlässt die Präsentation einen etwas zwiespältigen Eindruck. OPPO investiert viel Aufmerksamkeit in neue Oberflächeneffekte, Filter, Collagen und AI Funktionen. Die tatsächlichen Hardware Fortschritte fallen außerhalb des Reno16 Pro deutlich weniger spektakulär aus.
Am überzeugendsten wirkt die Serie deshalb zu den reduzierten Einführungspreisen. Das Reno16 Pro ist für 899 Euro zumindest nachvollziehbar positioniert. Beim normalen Reno16 ist der geringe Preisabstand zum Pro Modell problematisch. Reno16 F und Reno16 FS wiederum müssen sich gegen zahlreiche gut ausgestattete Smartphones der Mittelklasse behaupten.
Wer ohnehin ein neues Reno Smartphone kaufen möchte, sollte die Einführungsangebote prüfen. Wer bereits ein Reno15 besitzt oder den Vorgänger deutlich günstiger findet, muss sich vom neuen Rückseitendesign und den Softwarefunktionen aber nicht vorschnell zu einem Wechsel verleiten lassen.
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