Virtual Boy ist zurück und sorgt für Aufsehen: Nach über 30 Jahren bringt Nintendo einen der ungewöhnlichsten Hardware-Versuche der Firmengeschichte wieder ins Rampenlicht. Was ursprünglich als ambitioniertes 3D-Gaming-Experiment im Jahr 1995 galt und heute vor allem als einer der größten Flops in Nintendos Hardware-Biografie gilt ist jetzt ein offiziell erhältliches Zubehör für moderne Spieler – und ab sofort für €79.99 im offiziellen Nintendo Store vorbestellbar – inklusive Zubehör zur Nutzung mit aktuellen Konsolen wie der Nintendo Switch oder der Nintendo Switch 2 .
Vom Kult-Flop zum Retro-Comeback
Der ursprüngliche Virtual Boy wurde Mitte der 90er Jahre von Nintendo als neuartiges 3D-Gaming-Erlebnis vorgestellt. Statt auf klassische Farben setzte das System auf eine rot-schwarze Darstellung und erzeugte mit Hilfe stereoskopischer Effekte einen Tiefeneindruck, der damals so innovativ wie umstritten war. Trotz dieser technischen Spielerei konnte sich das Gerät kaum auf dem Markt behaupten und verschwand schon nach kurzer Zeit wieder aus den Regalen; nur eine handvoll Spiele wurde offiziell veröffentlicht .
Heute, mehr als drei Jahrzehnte später, hat Nintendo diese seltene Hardware endlich wiederbelebt – nicht als eigenständige Konsole sondern als Adapter-Zubehör, das klassische Virtual Boy-Titel auf modernen Systemen erlebbar macht. In Verbindung mit einer aktiven Nintendo Switch Online + Erweiterungspaket-Mitgliedschaft lassen sich ausgewählte Klassiker der Virtual Boy-Bibliothek direkt auf der Nintendo Switch oder Nintendo Switch 2 spielen.
Was die Neuauflage bietet
Die Neuauflage bleibt ihren Retro-Wurzeln treu und zielt bewusst auf Nostalgiker*innen und Retro-Fans ab. Durch spezielle Linsen und Halterungen verwandelt der Virtual Boy-Adapter die Displays aktueller Nintendo-Geräte in eine 3D-Spielwelt, die an die Originalerfahrung erinnern soll. Gleichzeitig hat Nintendo die Möglichkeit geschaffen klassische Spiele wie Virtual Boy Wario Land, 3-D Tetris, Galactic Pinball und weitere in der neuen Sammlung Virtual Boy – Nintendo Classics über den Nintendo eShop zugänglich zu machen .

Besonders spannend für viele Fans sind darüber hinaus zwei früher unveröffentlichte Titel die erstmals offiziell spielbar sein sollen: Zero Racers ein nie erschienener F-Zero-Ableger und D-Hopper ein Action-Adventure aus dem Hause Intelligent Systems . Diese Spiele erweitern nicht nur die kuratierte Bibliothek sondern unterstreichen auch Nintendos Engagement für Retro-Archivierung und Videospielgeschichte.
Kritik und Enthusiasmus zugleich
Die Resonanz auf das Comeback des Virtual Boy ist gemischt aber lebhaft: Viele sehen in der Neuauflage eine liebevolle Hommage an ein Stück ungewöhnlicher Nintendo-Geschichte und eine tolle Möglichkeit Klassiker neu zu erleben oder erstmals auszuprobieren. Andere erinnern sich an die damalige Kritik an der Originalhardware, insbesondere an Beschwerden über Komfort und Augenbelastung die Nutzer damals berichteten .
Trotz dieser differenzierten Sichtweisen scheint der Spirit hinter dem Projekt eher positiv aufzufassen: Nintendo nimmt sich seine eigene Vergangenheit nicht zu ernst, sondern bietet Fans und Sammler*innen ein kuratiertes Stück Spielkultur das gleichzeitig nostalgisch anmutet und technologisch eine Brücke zwischen gestern und heute schlägt.
Kultstatus mit moderner Wendung
Mit der Rückkehr des Virtual Boy im Jahr 2026 schafft Nintendo ein ungewöhnliches Produkt das gleichermaßen polarisiert und begeistert. Die Mischung aus Retro-Design, klassischer Spiele-Sammlung und moderner Kompatibilität macht dieses Zubehör zu einem Hingucker für alle die neugierig sind wie sich ein Stück Spielegeschichte auf aktuellen Konsolen spielt. Dass der Virtual Boy ab sofort für €79.99 im offiziellen Nintendo Store vorbestellt werden kannbedeutet für Fans weltweit die Chance früh dabei zu sein wenn die ersten Geräte ausgeliefert werden. Gerade im Kontext wachsender Retro-Begeisterung und Wertschätzung für historische Hardware-Experimente könnte dieses Comeback genau zur richtigen Zeit kommen.


















