Beim legendären Videospiel-Entwickler Bungie brennt die Hütte. Wie Insider berichten, plant das zu Sony gehörende Studio eine Entlassungswelle von erheblichem Ausmaß. Gleichzeitig herrscht kreativer Stillstand: Ein lang ersehntes Destiny 3 ist derzeit überhaupt kein Thema.
Der PlayStation-Konzern Sony greift bei seiner Tochtergesellschaft Bungie offenbar hart durch. Demnach steht das Studio hinter der legendären Destiny-Reihe vor einer Entlassungswelle von erheblichem Ausmaß. Nachdem Bungie erst kürzlich das Ende der aktiven Entwicklung von Destiny 2 verkündet hatte, um sich neuen Projekten zu widmen, folgt nun die Ernüchterung. Neue Spiele sind derzeit gar nicht in aktiver Produktion und ein potenzielles Destiny 3 liegt auf Eis.
Der Marathon-Flop belastet die Bilanzen
Anstatt an neuen Science-Fiction-Welten zu arbeiten, muss das Studio seine Kräfte bündeln. Die gesamte Aufmerksamkeit gilt nun dem Shooter Marathon. Das im März veröffentlichte Actionspiel konnte die hohen Erwartungen von Sony nicht erfüllen. Stattdessen brockte der Titel dem Mutterkonzern einen massiven Verlust von 560 Millionen US-Dollar im entsprechenden Quartal ein. Um das Ruder herumzureißen, wurden bereits in den vergangenen Monaten zahlreiche Mitarbeiter aus dem Destiny-Team zu Marathon abgezogen. Ob dieser Rettungsversuch gelingt, bleibt fraglich.
Die Stimmung innerhalb der Belegschaft ist auf dem Tiefpunkt. Mitarbeiter haben intern bereits mehrere neue Konzepte vorgestellt, unter denen sich auch frische Ideen für das Destiny-Universum befanden. Sony hat jedoch keines dieser Projekte freigegeben. Die Zukunft der gesamten Marke steht damit auf wackligen Beinen. Für die verbleibenden Spieler gibt es am 9. Juni mit dem Update Monument of Triumph immerhin noch einen vorläufigen Abschiedsgruß für Destiny 2. Die Server sollen zwar weiterhin online bleiben, doch in der Community wächst die Angst vor einer kompletten Schließung des traditionsreichen Studios.
Ein teures Missverständnis für Sony
Die Übernahme von Bungie im Jahr 2022 für stolze 3,6 Milliarden US-Dollar entwickelt sich immer mehr zum finanziellen Debakel. Kurz nach dem Kauf kam es bereits zu den ersten Entlassungen sowie zu spürbaren Verzögerungen bei Marathon und wichtigen Erweiterungen. Destiny konnte die extrem hohen Erwartungen nach der Übernahme nie ganz erfüllen. Nun droht Bungie das gleiche Schicksal wie anderen ehemals gefeierten Studios, die nach einer Übernahme durch Sony komplett von der Bildfläche verschwanden.
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