Mit dem Xiaomi 17T geht Xiaomi in diesem Jahr einen etwas anderen Weg als gewohnt. Normalerweise ist die T Serie eher ein klassischer Spätsommer oder Herbst Kandidat, doch diesmal kommt sie deutlich früher. Xiaomi selbst spricht von einem besonderen Jahr für die Marke, was natürlich Raum für Spekulationen lässt. Für den Moment ist aber vor allem spannend, was das neue Xiaomi 17T im Alltag kann. Denn genau hier positioniert sich die T Serie traditionell besonders interessant. Sie will viel Oberklasse bieten, ohne preislich komplett in die echte Premium Liga abzudriften.
Das Xiaomi 17T kostet laut UVP 749 Euro in der Basisversion und 799 Euro in der größeren Speichervariante. Damit ist es alles andere als ein günstiges Smartphone, liegt aber spürbar unterhalb vieler aktueller Flaggschiffe. Gleichzeitig übernimmt es erstaunlich viele Eigenschaften des größeren Xiaomi 17T Pro, darunter vor allem das Kamerasystem. Genau das macht das normale 17T in diesem Jahr besonders spannend. Denn Xiaomi trennt die Modelle nicht mehr nur über Kleinigkeiten, sondern auch über Größe, Prozessor und Update Politik. Trotzdem bleibt der Eindruck: Wer nicht zwingend das Maximum auf dem Papier braucht, könnte mit dem Xiaomi 17T sogar das ausgewogenere Gerät bekommen.
Schön, handlich und nicht ganz so premium wie erhofft
Optisch bleibt Xiaomi seiner T Serie treu. Wer bereits ein Xiaomi 15T oder 15T Pro in der Hand hatte, erkennt die Designsprache sofort wieder. Große Experimente gibt es nicht, der Wiedererkennungswert ist aber klar vorhanden. Das Kameraelement auf der Rückseite ist weiterhin markant, wirkt aber nicht übertrieben wuchtig. Im Vergleich zu den ganz großen Ultra Modellen von Xiaomi bleibt das 17T angenehm zurückhaltend. Kein riesiger Kamera Kreis, kein optischer Showeffekt um jeden Preis, sondern ein sauber integrierter Kamerablock, der sofort als Xiaomi T Serie erkennbar ist.

Ganz ohne Kritik bleibt die Verarbeitung aber nicht. Der Rahmen fühlt sich zwar solide an, besteht jedoch offenbar nicht aus klassischem Aluminium, sondern wirkt zumindest kunststoffüberzogen. Das merkt man nicht sofort dramatisch negativ, weil das Gerät insgesamt satt und stabil in der Hand liegt. Trotzdem fehlt ein wenig dieses kühle, metallische Premium Gefühl, das man in dieser Preisklasse durchaus erwarten könnte. Xiaomi muss bei einem Preis von 749 Euronatürlich irgendwo kalkulieren, aber gerade beim Rahmen wäre ein hochwertigeres Material ein schöneres Signal gewesen.
Die Rückseite besteht aus einem Fieberglas-Gemisch, was den Vorteil hat, robuster und bruchsicherer zu sein als klassisches Glas. Rein praktisch ist das keine schlechte Entscheidung. Das Smartphone fühlt sich dadurch nicht billig an und dürfte im Alltag etwas unempfindlicher sein. Emotional bleibt Glas bei vielen Nutzern aber weiterhin das Material, das stärker mit Premium verbunden wird. Hier muss man also abwägen: mehr Alltagstauglichkeit auf der einen Seite, etwas weniger Luxusgefühl auf der anderen.
Mit 157,6 x 75,2 x 8,17 Millimetern und einem Gewicht von 200 Gramm gehört das Xiaomi 17T nicht zu den wirklich kompakten Smartphones, wirkt im Vergleich zum Pro Modell aber deutlich handlicher. Genau das ist einer der wichtigsten Unterschiede in dieser Generation. Xiaomi bietet mit dem 17T ein Gerät an, das immer noch ein großes Display hat, aber nicht ganz so sehr nach schwerem Technikbrocken wirkt. Im Alltag macht das einen spürbaren Unterschied. Es liegt angenehmer in der Hand, lässt sich etwas besser bedienen und fühlt sich insgesamt ausgewogener an.
Der Kamerabuckel steht natürlich noch einmal sichtbar aus dem Gehäuse heraus. Das ist bei aktuellen Smartphones kaum zu vermeiden, stört hier aber nicht übermäßig. Mitgeliefert wird außerdem ein schlichtes Case, das deutlich besser wirkt als die alten transparenten Hüllen, die nach einiger Zeit gerne vergilbt sind. Das beiliegende Case ist grau beziehungsweise dunkel gehalten und passt optisch recht gut zum Gerät.
Display: Hell, scharf, modern und angenehm symmetrisch
Das Display gehört zu den stärksten Seiten des Xiaomi 17T. Xiaomi verbaut ein 6,59 Zoll großes AMOLED Panel mit einer Auflösung von 1268 x 2756 Pixeln. Das entspricht einer 1,5 K Auflösung und ist in dieser Größe mehr als ausreichend. Inhalte wirken scharf, Texte sind klar lesbar und auch Fotos sowie Videos profitieren von der hohen Pixeldichte. Eine noch höhere Auflösung wäre im Alltag kaum sichtbar, würde aber mehr Energie verbrauchen.
Sehr stark ist auch die Helligkeit. Xiaomi gibt eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3500 Nits an. Natürlich handelt es sich dabei um einen Peak Wert, der nicht dauerhaft über das gesamte Panel anliegt. Trotzdem zeigt das, dass das Display auch für helle Umgebungen gut gerüstet ist. Im Freien sollte das 17T daher problemlos ablesbar bleiben, selbst wenn die Sonne stärker scheint.
Dazu kommen HDR10 Plus und Dolby Vision. Damit ist das Smartphone auch für Streaming und Videoinhalte ordentlich ausgestattet. Serien, Filme und YouTube Videos profitieren von kräftigen Farben, starkem Kontrast und guter Helligkeitssteuerung. Xiaomi legt außerdem Wert auf Augenschonung und verweist auf eine vierfache TÜV Rheinland Zertifizierung. Dabei geht es unter anderem um flimmerreduzierte Darstellung und augenfreundlichere Nutzung. Solche Zertifizierungen sind nicht automatisch ein Kaufgrund, zeigen aber, dass Xiaomi das Thema ernst nimmt.
Geschützt wird die Front von Gorilla Glass 7i. Zusätzlich ist bereits eine Displayschutzfolie angebracht. Das ist ein kleines, aber praktisches Detail. Die Displayränder sind angenehm dünn und symmetrisch, das Panel ist flach und wirkt dadurch sehr modern. Viele Nutzer dürften genau das begrüßen, denn gebogene Displays sehen zwar spektakulär aus, sind im Alltag aber nicht immer praktischer.
Der optische Fingerabdrucksensor sitzt im Display, allerdings etwas tief. Das ist kein echtes Drama, aber man merkt es im Alltag. Ein etwas höher platzierter Sensor wäre ergonomischer gewesen. Dafür funktioniert das Entsperren schnell und zuverlässig. Zusätzlich steht Face Unlock über die Frontkamera zur Verfügung, was ebenfalls flott arbeitet.
Frontkamera: 32 Megapixel mit 4K Video
Auf der Vorderseite sitzt eine 32 Megapixel Frontkamera mit einer Blende von f 2.2. Der Blickwinkel beträgt 90 Grad, wodurch auch Gruppenfotos oder Vlogs aus der Hand gut funktionieren. Für Social Media Inhalte reicht die Qualität absolut aus. Besonders erfreulich ist, dass Videoaufnahmen mit der Frontkamera in 4K bei 30 Bildern pro Sekundemöglich sind.
Natürlich wäre 4K mit 60 Bildern pro Sekunde noch stärker gewesen, aber in dieser Preisklasse ist 4K 30 fps für die Frontkamera ein guter Wert. Wer Reels, Shorts, TikToks oder klassische Selfie Videos aufnehmen möchte, bekommt hier ein sehr brauchbares Werkzeug. Das normale Xiaomi 17T muss sich in diesem Punkt nicht verstecken und eignet sich durchaus als Smartphone für Content Creator, die nicht zwingend das Pro Modell benötigen.
Die Frontkamera liefert insgesamt einen ordentlichen Eindruck. Hauttöne wirken stimmig, Details sind ausreichend vorhanden und der Bildausschnitt ist angenehm weit. Gerade in gutem Licht kann man damit sehr solide Ergebnisse erzielen. Bei schwierigen Lichtverhältnissen darf man wie üblich keine Wunder erwarten, aber für den vorgesehenen Einsatzbereich ist die Kamera absolut brauchbar.
Hauptkamera: Der Light Fusion 800 macht richtig Spaß
Das Kamerasystem ist einer der wichtigsten Gründe, warum das Xiaomi 17T so spannend ist. Xiaomi verbaut auf der Rückseite drei Sensoren, wobei vor allem Hauptkamera und Telekamera überzeugen. Die Hauptkamera setzt auf einen 50 Megapixel Omnivision Light Fusion 800 Sensor mit einer Blende von f 1.7 und optischer Bildstabilisierung. Dieser Sensor ist kein unbekannter Billigbaustein, sondern wurde bereits in anderen hochwertigeren Geräten eingesetzt.
Gerade bei Tageslicht zeigt das Xiaomi 17T sehr viel von dem, was man von einem modernen Oberklasse Smartphone erwartet. Landschaften, Architektur, Alltagsszenen, Food Fotos oder Schnappschüsse gelingen zuverlässig. Die Kamera reagiert schnell, fokussiert sauber und liefert direkt Ergebnisse, die man meist ohne große Nachbearbeitung verwenden kann. Das ist gerade für Nutzer wichtig, die nicht jedes Bild manuell bearbeiten wollen, sondern einfach ein starkes Foto aus der Kamera bekommen möchten.
Auch bei weniger Licht bleibt die Hauptkamera solide. Die optische Bildstabilisierung hilft dabei, Verwacklungen zu reduzieren und längere Belichtungszeiten zu ermöglichen. Natürlich kommt das 17T nicht an die großen Ultra Modelle mit riesigen Sensoren heran, aber für seine Klasse liefert es eine sehr überzeugende Performance. Wer häufig fotografiert, bekommt hier deutlich mehr als nur eine solide Standardkamera.
Ultraweitwinkel: Brauchbar, aber klar der schwächste Sensor
Die Ultraweitwinkelkamera löst mit 12 Megapixeln auf, bietet eine Blende von f 2.2 und einen Bildwinkel von 120 Grad. Damit eignet sie sich für Landschaften, enge Räume, Architektur und kreative Perspektiven. Bei gutem Licht liefert sie brauchbare Ergebnisse, bleibt aber sichtbar hinter Hauptkamera und Telekamera zurück.
Das ist kein ungewöhnliches Bild. Viele Hersteller priorisieren Hauptsensor und Telekamera, während der Ultraweitwinkel eher funktional bleibt. Genau so fühlt es sich auch beim Xiaomi 17T an. Bei Tageslicht kann man damit schöne Aufnahmen machen, besonders wenn man den großen Bildwinkel bewusst nutzt. Sobald das Licht schwächer wird, zeigen sich aber schneller Grenzen. Details nehmen ab, Bildrauschen wird sichtbarer und die Fotos wirken weniger sauber.
Das macht die Ultraweitwinkelkamera nicht schlecht, aber sie ist klar der unspektakulärste Teil des Kamerasystems. Für gelegentliche Aufnahmen ist sie absolut in Ordnung. Wer aber regelmäßig sehr hochwertige Ultraweitwinkelbilder machen möchte, wird merken, dass hier nicht dieselbe Qualität wie bei Hauptkamera und Telekamera geboten wird.
Telekamera: Fünffach optischer Zoom als echter Pluspunkt
Richtig erfreulich ist die Telekamera. Xiaomi verbaut einen 50 Megapixel Telesensor mit f 3.0 Blende, optischer Bildstabilisierung und einem fünffach optischen Zoom. Das ist in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich und hebt das Xiaomi 17T deutlich von vielen Konkurrenten ab.
Der fünffache optische Zoom macht im Alltag einen echten Unterschied. Man kommt näher an Motive heran, ohne sofort massiv Qualität zu verlieren. Das ist praktisch bei Architekturdetails, Tieren, Bühnen, Events, Reiseaufnahmen oder auch ganz normalen Alltagsszenen. Besonders spannend wird die Telekamera aber bei Portraits. Durch die längere Brennweite entstehen natürlichere Proportionen und ein angenehmerer Look als bei klassischen Portraits mit der Hauptkamera.
Auch der Makro Support ab 30 Zentimetern ist ein netter Zusatz. Er macht die Telekamera flexibler und ermöglicht Detailaufnahmen, ohne auf einen schwachen separaten Makrosensor zurückgreifen zu müssen. Genau das ist die bessere Lösung. Statt eine billige 2 Megapixel Makrokamera einzubauen, nutzt Xiaomi hier einen hochwertigen Sensor für mehrere Aufgaben.
Die Telekamera ist neben der Hauptkamera der stärkste Teil des Setups. Sie sorgt dafür, dass sich das Xiaomi 17T tatsächlich wie ein Fotohandy mit Anspruch anfühlt und nicht nur wie ein Gerät mit vielen Kameraringen auf der Rückseite. Für den Preis ist das eine starke Entscheidung.
Beispielbilder
Video: Viel Ausstattung, aber Stabilisierung mit Einschränkung
Auch im Videobereich ist das Xiaomi 17T gut aufgestellt. Auf der Rückseite sind Aufnahmen in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde möglich. Zusätzlich unterstützt das Gerät HDR10 Plus Video in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde. Das ist beachtlich und macht das Smartphone auch für Nutzer interessant, die mehr als nur gelegentliche Clips aufnehmen.
Die Videobildqualität profitiert von der guten Hauptkamera, der ordentlichen Farbabstimmung und den vielen Modi. Xiaomi bietet außerdem einen Nachtvideomodus, Dual Aufnahme mit Front und Rückkamera, Dokumentenscan, Pro Modus, Portraitfunktionen und natürlich die Leica Filter. Wer gerne experimentiert, findet hier viele Optionen.
Etwas schade ist allerdings, dass die besonders starke Videostabilisierung nur bis 1080p bei 60 Bildern pro Sekundeverfügbar ist. Wer in 4K filmt und gleichzeitig maximale Stabilisierung möchte, muss also mit Einschränkungen leben. Das ist kein kompletter Dealbreaker, aber in dieser Preisklasse darf man es kritisch anmerken. Gerade weil Xiaomi das Gerät auch stark über Kamera und Video positioniert, wäre eine bessere Stabilisierung bei 4K wünschenswert gewesen.
Der Nachtvideomodus ist auf 1080p bei 24 Bildern pro Sekunde begrenzt. Das ist technisch nachvollziehbar, aber ebenfalls ein Hinweis darauf, dass das 17T zwar sehr viel kann, aber nicht in jedem Detail echtes Flaggschiff Niveau erreicht. Positiv fällt wiederum auf, dass der Super Makro Videomodus in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde möglich ist. Xiaomi packt also viele kreative Werkzeuge in die Kamera App, auch wenn nicht jeder Modus in jeder Auflösung verfügbar ist.
Stereo-Lautsprecher ja, aber nicht überzeugend
Ein klarer Kritikpunkt sind die Lautsprecher. Xiaomi spricht von Dual Stereo Lautsprechern, in der Praxis wirkt die Abstimmung aber unausgewogen. Der untere Lautsprecher trägt den Großteil der Lautstärke, während der obere Lautsprecher in der Hörmuschel deutlich schwächer klingt. Die Verteilung liegt gefühlt eher bei 70 zu 30 als bei echter Balance.
Für viele Nutzer wird das kein massives Problem sein, weil ohnehin häufig Kopfhörer oder Bluetooth Speaker genutzt werden. Trotzdem ist es schade, denn Display und Kamera wirken sehr hochwertig, während die Lautsprecher nicht ganz mithalten. Wer viel direkt über die Smartphone Speaker hört, sollte diesen Punkt im Hinterkopf behalten.
HyperOS 3.0 mit Android 16
Softwareseitig läuft das Xiaomi 17T mit HyperOS 3.0 auf Basis von Android 16. Damit ist das Gerät modern aufgestellt. Die Oberfläche wirkt Xiaomi typisch funktionsreich, bietet viele Anpassungsmöglichkeiten und richtet sich klar an Nutzer, die gerne mehr Kontrolle über ihr Smartphone haben. HyperOS ist nicht die schlankste Android Interpretation, aber inzwischen deutlich gereifter als frühere MIUI Versionen.
Zum Zeitpunkt des Tests lag der Sicherheitspatch laut Transkript noch bei März 2026. Da das Gerät zum offiziellen Marktstart voraussichtlich noch Updates erhalten dürfte, sollte dieser Stand nicht überbewertet werden. Trotzdem zeigt es, wie wichtig regelmäßige Aktualisierungen bleiben, besonders bei Geräten, die über mehrere Jahre genutzt werden sollen.
Im Alltag dürfte HyperOS 3.0 schnell, flüssig und optisch modern wirken. Wer bereits Xiaomi Geräte kennt, findet sich sofort zurecht. Wer von Samsung, Google oder Apple kommt, muss sich eventuell etwas eingewöhnen. Xiaomi bietet viele Zusatzfunktionen, gelegentlich aber auch etwas mehr Komplexität als nötig. Das gehört seit Jahren zur DNA der Marke.
Performance: Nicht Pro, aber absolut schnell genug
Beim Prozessor unterscheidet Xiaomi das normale 17T klar vom Pro Modell. Im Xiaomi 17T steckt ein MediaTek Dimensity 8500 Ultra SE mit einer maximalen Taktrate von 3,4 GHz. Dazu kommt eine Mali G720 Grafikeinheit. Das Pro Modell setzt auf einen stärkeren Chip aus der 9000er Serie, bleibt also auf dem Papier leistungsfähiger.
Im Alltag ist das allerdings weniger dramatisch, als es zunächst klingt. Das Xiaomi 17T erreicht laut Transkript rund 2,4 Millionen Punkte im AnTuTu Benchmark. Damit bewegt sich das Gerät auf einem sehr hohen Leistungsniveau. Apps starten schnell, Multitasking läuft flüssig und auch Spiele sollten problemlos funktionieren. Für die meisten Nutzer ist der Unterschied zum Pro Modell im Alltag kaum relevant.
Das Gerät gibt es ausschließlich mit 12 GB LPDDR5X Arbeitsspeicher. Beim internen Speicher stehen 256 GB oder 512 GB zur Wahl. Xiaomi setzt dabei auf UFS 4.1 Speicher, was schnelle Ladezeiten und flotte Datenzugriffe ermöglicht. Gerade diese Kombination aus schnellem RAM, schnellem Speicher und starkem Prozessor sorgt dafür, dass sich das 17T im Alltag sehr direkt anfühlt.
Natürlich wird das Pro Modell in Benchmarks vorne liegen. Wer maximale Gaming Leistung, langfristig die höchsten Reserven oder einfach das stärkste Datenblatt möchte, wird zum Pro greifen. Für die breite Masse ist der Dimensity 8500 Ultra SE aber mehr als ausreichend. Das Xiaomi 17T wirkt nicht wie ein abgespecktes Gerät, sondern wie ein bewusst etwas vernünftiger positioniertes Oberklasse Smartphone.
Konnektivität: Dual eSIM ist ein starkes Upgrade
Bei der Konnektivität ist das Xiaomi 17T gut ausgestattet. Mit an Bord sind 5G, LTE, WiFi 6, Bluetooth 6.0 und NFCfür kontaktloses Bezahlen. Damit fehlen im Alltag keine grundlegenden Standards. WiFi 7 wäre natürlich noch moderner gewesen, aber WiFi 6 reicht für die meisten Haushalte weiterhin problemlos aus, sofern auch der Router entsprechend unterstützt.
Sehr erfreulich ist die SIM Ausstattung. Das Xiaomi 17T unterstützt zwei Nano SIM Karten, alternativ eine Nano SIM und eine eSIM oder sogar zwei eSIM Profile. Gerade Dual eSIM ist in dieser Preisklasse ein starkes Feature. Für Vielreisende, berufliche Nutzer oder alle, die private und geschäftliche Nummern trennen wollen, ist das ein echter Vorteil.
Der USB C Anschluss ist dagegen leider nur auf USB 2.0 Niveau. Für normales Laden und gelegentliche Datenübertragung reicht das, aber schnelle kabelgebundene Transfers sind damit nicht drin. Xiaomi ist damit nicht allein, trotzdem wirkt es bei einem modernen Gerät für rund 750 Euro etwas geizig. Gerade wer viele Fotos und Videos aufnimmt, würde sich über einen schnelleren Anschluss freuen. Natürlich gibt es heute viele kabellose Alternativen zur Dateiübertragung, aber ein schneller USB Anschluss wäre trotzdem angemessen gewesen.
Großer, moderner Akku und mit starkem Reverse Charging
Der Akku ist eine weitere Stärke des Xiaomi 17T. Xiaomi verbaut einen 6500 mAh Silizium Carbonakku. Das ist beachtlich, vor allem in einem Gerät, das mit 200 Gramm noch vergleichsweise handlich bleibt. Silizium Carbon Akkus ermöglichen höhere Kapazitäten bei ähnlichem Platzbedarf und sind einer der wichtigsten Trends bei aktuellen Smartphones.
Im Alltag sollte die Laufzeit entsprechend stark ausfallen. Ein Akku dieser Größe bietet viel Reserve für lange Tage, intensives Fotografieren, Streaming, Navigation und Social Media. Gerade Nutzer, die viel unterwegs sind, dürften den größeren Akku schnell zu schätzen wissen. Das Display ist zwar hell und schnell, der Prozessor leistungsfähig, aber 6500 mAh sind eine sehr solide Grundlage.
Besonders interessant ist das kabelgebundene Reverse Charging mit bis zu 22,5 Watt. Damit kann das Xiaomi 17T andere Geräte per Kabel aufladen. Das ist im Alltag oft praktischer als Reverse Wireless Charging, weil es schneller, effizienter und weniger hitzeanfällig ist. Kopfhörer, ein zweites Smartphone oder kleinere Gadgets lassen sich so unterwegs mit Energie versorgen. Genau hier wäre allerdings wieder ein USB C auf USB C Kabel im Lieferumfang sinnvoll gewesen.
Das normale Modell fühlt sich erstaunlich rund an …
Das Xiaomi 17T ist kein Smartphone, das nur über ein einzelnes Highlight funktioniert. Vielmehr überzeugt es durch ein insgesamt sehr rundes Paket. Das Display ist stark, die Hauptkamera macht richtig Spaß, die Telekamera ist für diese Klasse ein echter Pluspunkt, der Akku ist groß und die Performance reicht locker für anspruchsvolle Nutzer aus.
Gleichzeitig ist das 17T handlicher als das Pro Modell. Genau das könnte für viele der entscheidende Punkt sein. In den letzten Jahren wurden viele Oberklasse Smartphones immer größer, schwerer und unhandlicher. Xiaomi steuert hier zumindest teilweise dagegen. Das 17T ist noch kein kleines Smartphone, aber es wirkt deutlich angenehmer als viele große Flaggschiff Brocken.
Die Unterschiede zum Pro Modell sind trotzdem klar vorhanden. Das Pro bekommt den stärkeren Prozessor, die etwas längere Update Versorgung und ein größeres Gehäuse. Je nach Nutzerprofil kann das relevant sein. Wer maximale Leistung will, greift zum Pro. Wer aber ein ausgewogeneres Gerät sucht, das günstiger, handlicher und kameraseitig sehr ähnlich aufgestellt ist, findet im normalen Xiaomi 17T vielleicht sogar die spannendere Wahl.
… aber nicht alles wirkt konsequent premium
Bei aller Stärke gibt es auch Punkte, an denen Xiaomi noch nachlegen könnte. Der Rahmen fühlt sich nicht ganz so hochwertig an, wie man es bei 749 Euro erwarten darf. Die Lautsprecher sind unausgewogen und bleiben hinter dem restlichen Niveau des Geräts zurück. Der USB C Anschluss mit USB 2.0 ist ebenfalls nicht mehr zeitgemäß, besonders bei einem Smartphone, das mit starker Foto und Videoausstattung wirbt.
Auch die Update Trennung zwischen 17T und 17T Pro wirkt etwas unnötig. Vier große Android Updates sind gut, keine Frage. Aber wenn das Pro fünf bekommt, fühlt sich das normale Modell künstlich etwas schlechter gestellt an. Käufer eines 749 Euro Smartphones dürfen durchaus erwarten, dass Xiaomi hier dieselbe Langzeitpflege bietet.
Die Ultraweitwinkelkamera ist brauchbar, aber nicht auf dem Niveau von Hauptkamera und Telekamera. Gerade bei schlechtem Licht fällt sie sichtbar ab. Wer viel mit Ultraweitwinkel fotografiert, sollte das wissen. Für gelegentliche Aufnahmen reicht sie, ein Highlight ist sie aber nicht.
Fazit: Das Xiaomi 17T ist vielleicht der heimliche Star der neuen T Serie
Das Xiaomi 17T ist ein sehr starkes Oberklasse Smartphone mit einigen echten Highlights und wenigen, aber spürbaren Schwächen. Besonders überzeugen das helle 6,59 Zoll AMOLED Display, der 6500 mAh Silizium Carbonakku, die 50 Megapixel Hauptkamera mit Light Fusion 800 Sensor und die 50 Megapixel Telekamera mit fünffach optischem Zoom. Dazu kommen starke Performance, modernes HyperOS auf Basis von Android 16, Dual eSIM Support und ein insgesamt angenehmeres Format als beim Pro Modell.
Am Ende wirkt das Xiaomi 17T wie das vernünftigere Gerät innerhalb der neuen T Serie. Es verzichtet auf ein paar Pro Extras, behält aber viele der entscheidenden Stärken. Wer ein schnelles, modernes und kamerastarkes Smartphone sucht, aber kein riesiges Gerät und keinen vierstelligen Preis möchte, sollte sich das Xiaomi 17T sehr genau ansehen. Gerade weil es beim Kamerasetup so nah am Pro Modell bleibt, könnte es für viele Nutzer das bessere Gesamtpaket sein.
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Test
Xiaomi 17T
Das Xiaomi 17T ist ein starkes Oberklasse Smartphone mit hellem AMOLED Display, sehr guter Leica Haupt und Telekamera, großem 6500 mAh Akku und viel Leistung. Schwächen gibt es bei Lautsprechern, USB 2.0 und Materialanmutung. Insgesamt wirkt es fast wie die bessere Wahl als das Pro.
PROS
- Starkes AMOLED Display
- Sehr gute Hauptkamera mit Leica Abstimmung
- Starker 5 fach Telezoom
- Großer 6500 mAh Akku
- Gute Haptik - handlicher als das Pro
CONS
- Lautsprecher nur durchschnittlich
- USB-C nur USB 2.0
- Ultraweitwinkel bei wenig Licht schwächer
- Weniger Updates als beim Pro