Zwischen Rechenpower und Falt-Magie: Ein exklusiver Blick auf Samsungs neue Hardware-Generation

Von Lunar Lake Power bis hin zum 10,2 Zoll Display in der Hosentasche: Wir haben die neuesten Highlights der Galaxy-Familie direkt in der Samsung Zentrale unter die Lupe genommen.

Es ist ein kühler Dienstag im Februar in Eschborn bei Frankfurt, als wir die deutsche Zentrale von Samsung betreten. Die Atmosphäre in den hellen Ausstellungsräumen des Business Experience Centers ist elektrisierend, denn heute geht es nicht nur um die Evolution bewährter Technik, sondern um einen echten Blick in die Zukunft der mobilen Produktivität. Neben klassischen Smart Home Lösungen für den Privatbereich zeigt Samsung hier eindrucksvoll, wie digitale Vernetzung in Hotels, Krankenhäusern oder der Gastronomie Einzug hält. Samsung Deutschland hat geladen, um die neue Galaxy Book6 Serie sowie eine echte Weltneuheit im Hands-on zu präsentieren. Wir konnten die Geräte mehrere Stunden lang ausprobieren und uns ein Bild davon machen, wie sich das Zusammenspiel aus Hardware und künstlicher Intelligenz im Alltag anfühlt.

Das Kraftpaket für Profis das Galaxy Book6 Ultra

Ganz oben in der Hierarchie thront das Galaxy Book6 Ultra, das in diesem Jahr die Grenzen zwischen mobilem Arbeiten und Workstation-Leistung weiter verschwimmen lässt. Es ist ausschließlich in der 16 Zoll Variante erhältlich und richtet sich an alle, die keine Kompromisse bei der Performance eingehen wollen. Unter der Haube arbeiten die neuen Intel Core Ultra Prozessoren der Serie 2, die auf der hocheffizienten Lunar Lake Architektur basieren. In der Top-Konfiguration wird das System mit einer NVIDIA GeForce RTX 5070 Laptop GPU kombiniert. Damit ist das Ultra das einzige Modell der Serie, das über eine dedizierte Grafikkarte verfügt und somit auch für professionellen Videoschnitt, 3D-Rendering oder anspruchsvolles Gaming bestens gerüstet ist.

Samsung Galaxy Book6Optisch erinnert das dunkle, edle Finish durchaus an ein MacBook Pro, allerdings bringt die geballte Technik auch ein ordentliches Eigengewicht auf die Waage. Ein einhändiges Tragen ist zwar möglich, auf Dauer aber durchaus unangenehm. Ein exklusives Merkmal ist zudem das haptische Touchpad, das ein sehr präzises Feedback gibt und die Bedienung ohne Maus spürbar aufwertet. Auch beim Sound setzt das Ultra mit einem 6-Lautsprecher-System inklusive vier Tieftönern Maßstäbe, während es gleichzeitig mit einem 140 Watt Adapter in Rekordzeit geladen werden kann. Für dieses Spitzenmodell ruft Samsung allerdings auch einen stolzen Preis von bis zu 3799 Euro auf.

Eleganz und Mobilität im Galaxy Book6 Pro

Wer maximale Mobilität sucht, ohne auf ein erstklassiges Display verzichten zu wollen, findet im Galaxy Book6 Pro seinen Favoriten. Erhältlich in 14 und 16 Zoll, besticht dieses Modell durch ein noch dünneres Gehäuse von nur 11,9 Millimetern Tiefe. Wie das Ultra nutzt es das brillante Dynamic AMOLED 2X Touch-Display mit einer Spitzenhelligkeit von 1000 Nits. Ein Segen für alle, die viel in Cafés oder Zügen arbeiten, ist die neue Antireflexions-Beschichtung, welche störende Spiegelungen bei direktem Lichteinfall drastisch reduziert und das Arbeiten in hellen Umgebungen deutlich angenehmer macht.

Der entscheidende Unterschied zum Ultra liegt im Verzicht auf die dedizierte Grafikkarte, da Samsung hier auf die integrierte Intel Arc Grafik setzt, mit der man für Office-Aufgaben und moderates Multitasking dennoch bestens bedient ist. Dennoch wurde erstmals auch im Pro-Modell eine Vapor Chamber Kühlungverbaut, die dafür sorgt, dass der Prozessor auch bei längerer Last nicht gedrosselt wird. Es ist das ideale Gerät für Business-Nutzer, die viel reisen und Wert auf ein geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Ausdauer von bis zu 30 Stunden Videowiedergabe legen.

Der solide Allrounder das Galaxy Book6 Basismodell

Das klassische Galaxy Book6 bildet den Einstieg in die neue Welt und ist preislich ab 1049 Euro zu haben. Es unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von den Pro- und Ultra-Modellen und wirkt wie ein robuster Begleiter für das Studium oder den Büroalltag. Während die teureren Geschwister auf OLED setzen, kommt hier ein IPS-Display mit 350 Nits zum Einsatz, das wahlweise als Touch-Version oder mit Anti-Glare-Beschichtung verfügbar ist.

Ein interessanter und sehr praxisnaher Vorteil des Basismodells ist die Anschlussvielfalt, da es als einziges Gerät der Serie einen integrierten RJ45-Netzwerkanschluss für stabiles, kabelgebundenes Internet bietet. Beim Prozessor setzt Samsung konsequent auf die Intel Core Ultra Serie und verzichtet auf den Snapdragon-Chip, was die volle Kompatibilität mit gängiger Windows-Software sicherstellt. Das Gehäuse ist etwas dicker als bei den Pro-Modellen, wirkt dadurch aber auch extrem unempfindlich. Es bietet volle Unterstützung für alle neuen Galaxy AI Features und ist somit ein vernünftiges, leistungsstarkes Werkzeug für den digitalen Alltag.


Das futuristische Highlight Galaxy Z Trifold

Trotz der starken Notebooks stiehlt ein anderes Gerät fast allen die Show. Erhältlich war erstmals in Deutschland das Galaxy Z Trifold für einen offiziellen Hands-on-Termin. Dieses Smartphone ist ein technisches Meisterwerk, da es sich gleich zweifach auffalten lässt. Wir hatten es uns im Vorfeld massiver und klobiger vorgestellt, doch im direkten Kontakt wirkt es überraschend smart, fein und dezent. Selbst im komplett zusammengeklappten Zustand ist die Dicke an einer Grenze, mit der man im Alltag gut leben kann, ohne dass die Hosentasche unschön ausbeult. Besonders beeindruckt hat uns die Verarbeitung der Mechanik.

Obwohl es nun zwei Scharnierbereiche gibt, an denen das Display geknickt wird, sind diese Falze im Betrieb optisch kaum wahrnehmbar. Das Gerät nutzt spezielles Armor Aluminium für den Rahmen, um die notwendige Stabilität für diesen komplexen Faltmechanismus zu gewährleisten. Es ist ein faszinierendes Gefühl, ein Gerät von der Größe eines normalen Smartphones in der Tasche zu tragen, das sich beim Entfalten in ein riesiges 10,2 Zoll Hauptdisplay verwandelt.

Das Erlebnis mit dem Trifold ist schwer in Worte zu fassen, da es die Grenzen zwischen Smartphone und Tablet endgültig auflöst. In unserem Test funktionierte der Wechsel zwischen den verschiedenen Falt-Zuständen absolut flüssig. Die Software passt sich sofort an die neue Displaygröße an und erlaubt es beispielsweise, drei Apps gleichzeitig nebeneinander in einer vernünftigen Größe zu nutzen, was echtes Multitasking erst möglich macht.

Samsung beweist hier großen Mut, diese Technologie der ersten Generation bereits so ausgereift zu präsentieren. Das Gerät soll auch in Deutschland auf den Markt kommen, wobei man sich hier auf einen entsprechend hohen Preis einstellen muss. Es ist ein klares Statement, wohin die Reise im Mobilfunksektor gehen kann, wenn man bereit ist, radikal neu zu denken und die Hardware an die Bedürfnisse einer hybriden Arbeitswelt anzupassen.


Ein runder Gesamteindruck aus der Samsung Zentrale

Nach einem intensiven Tag in Eschborn bleibt ein sehr positiver Eindruck zurück. Samsung liefert mit der Galaxy Book6 Serie eine konsequente Weiterentwicklung, die vor allem durch die kluge Segmentierung und die Abkehr von Experimenten bei der Prozessorwahl überzeugt. Die Auswahl zwischen dem soliden Book6, dem mobilen Pro und dem kompromisslosen Ultra deckt das gesamte Spektrum moderner Anwender ab. Die tiefe Integration in das Galaxy-Ökosystem, etwa durch Funktionen wie Multi Control, macht das Arbeiten über Gerätegrenzen hinweg so einfach wie nie zuvor.

Das Galaxy Z Trifold hingegen ist der unangefochtene Star für alle Technik-Begeisterten und zeigt, dass Samsung in Sachen Falt-Technologie weiterhin den Ton angibt. Es ist die Kombination aus produktivem Arbeiten am High-End-Laptop und der grenzenlosen Flexibilität der neuen Falt-Klasse, die dieses Event zu einem echten Highlight des Technik-Jahres gemacht hat.

Preise und Modelle

Galaxy Book6

Der Einstieg in die Serie beginnt preislich bei 1049 € für die 14 Zoll Variante mit 256 GB Speicher. Für die größere 16 Zoll Version des Basismodells starten die Preise bei 1249 €.

Galaxy Book6 Pro

Die Pro-Serie bietet die hochwertigen AMOLED-Displays. Das kompakte 14 Zoll Modell startet bei 1799 € , während das 16 Zoll Pro-Modell bei 1899 € beginnt. Die Top-Ausstattung des 16-Zoll-Pro mit 32 GB RAM und Intel Arc B390 Grafik liegt bei 2499 €.

Galaxy Book6 Ultra

Das Flaggschiff ist ausschließlich in 16 Zoll mit AMOLED-Touchscreen verfügbar. Hier beginnen die Preise bei 2199 € für Modelle mit integrierter Intel Arc B390 Grafik. Wer die volle Power der nVIDIA RTX Grafikkarten sucht, muss tiefer in die Tasche greifen: Die Preise starten hier bei 2999 € (RTX 5060) und reichen bis zum absoluten Spitzenmodell für 3799 €, das mit einer nVIDIA RTX 5060, 32 GB RAM und satten 2 TB Speicher ausgestattet ist. Eine Konfiguration mit der noch stärkeren RTX 5070 und 1 TB Speicher ist für 3599 € gelistet.

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