In der Welt der faltbaren Smartphones deutet sich ein neuer Leistungskönig an. Während viele Hersteller noch mit den Herausforderungen von Hitzeentwicklung und Gehäusedicke kämpfen, scheint Oppo mit dem kommenden Find N6 einen Weg gefunden zu haben, rohe Gewalt und ein schlankes Design zu vereinen. Aktuelle Benchmark-Ergebnisse auf Geekbench (via AH) geben uns nun einen detaillierten Einblick in das Herzstück des neuen Flaggschiffs, das mit einer ungewöhnlichen Hardware-Entscheidung überrascht.
Ein Kraftpaket mit besonderem Kniff
Das Herzstück des Oppo Find N6 bildet der brandneue Snapdragon 8 Elite Gen 5. Doch wer hier ein Standard-Setup erwartet, wird überrascht: Das Gerät nutzt eine spezielle 7-Kern-Variante des Qualcomm-Chips. Anstatt der üblichen acht Kerne setzt Oppo auf eine Konfiguration bestehend aus zwei Prime-Cores mit bis zu 4,61 GHz und fünf Performance-Kernen bei 3,63 GHz.
Diese Entscheidung ist kein Zufall. Schon beim Vorgänger griff Oppo zu einem ähnlichen Mittel, um die thermische Belastung in dem extrem dünnen Gehäuse zu kontrollieren. Die Strategie scheint aufzugehen: Mit einem Single-Core-Score von 3.524 und einem Multi-Core-Wert von 9.090 lässt das Find N6 die Konkurrenz von Samsung und Google teils deutlich hinter sich. Für die Grafikleistung sorgt die Adreno 840 GPU, die im OpenCL-Test beachtliche 24.103 Punkte erreichte. Gepaart mit stolzen 16 GB RAM in der getesteten Version dürfte Multitasking hier auf einem völlig neuen Level stattfinden.
Displays und Gehäuse der Extraklasse
Oppo bleibt seiner Linie treu und verbaut ein riesiges 8,12 Zoll LTPO OLED Hauptdisplay mit 2K-Auflösung, das im aufgeklappten Zustand fast Tablet-Dimensionen erreicht. Für die schnelle Nutzung zwischendurch steht ein 6,62 Zoll großes Außendisplay bereit. Trotz dieser enormen Bildschirmflächen soll das Gerät mit rund 225 Gramm überraschend leicht bleiben und sogar dünner ausfallen als sein ohnehin schon schlanker Vorgänger.
Ein besonderes Augenmerk liegt diesmal auf der Falte im Display. Gerüchten zufolge hat Oppo eine Technologie entwickelt, die den Knick im Bildschirm nahezu unsichtbar macht – ein Punkt, an dem sich die Geister bei Foldables bisher oft schieden. Farblich wird es edel: Neben einem klassischen Deep Black wird das Gerät in einem modernen Original Titanium und einem auffälligen Golden Orange erwartet.
Kamera-Revolution und ausdauernde Energie
Was die Fotografie angeht, setzt Oppo wohl alles auf eine Karte. Ein massiver 200 Megapixel Hauptsensor soll für Aufnahmen sorgen, die man sonst nur von klassischen High-End-Smartphones kennt. Flankiert wird dieser von zwei weiteren 50 Megapixel Sensoren, die vermutlich für Ultraweitwinkel und Tele-Aufnahmen zuständig sind. Ein zusätzlicher 2 Megapixel Multispektralsensor soll zudem die Farbtreue und den Weißabgleich optimieren, um die typische Hasselblad-Ästhetik noch präziser einzufangen.
Damit dem „Ultra Foldable“, wie Oppo es intern nennt, nicht vorzeitig die Puste ausgeht, ist ein Akku mit einer Kapazität von rund 6.000 mAh verbaut. Das ist für diese Geräteklasse ein absoluter Spitzenwert. Geladen wird standesgemäß mit 80 Watt per Kabel, und auch kabelloses Laden wird unterstützt.
Software und Verfügbarkeit
Das Find N6 wird direkt mit Android 16 und der hauseigenen Benutzeroberfläche ColorOS 16 ausgeliefert. Spannend ist auch die neue Unterstützung für einen AI Stylus, was das große Innendisplay endgültig zum Produktivitätswerkzeug macht.
Der offizielle Startschuss wird für den 17. März 2026 erwartet. Während der chinesische Markt natürlich zuerst bedient wird, stehen die Chancen für eine Veröffentlichung in ausgewählten europäischen Märkten diesmal sehr gut. Fans in Indien gehen laut aktuellen Informationen jedoch leer aus. Wenn die Leaks halten, was sie versprechen, könnte Oppo mit diesem Gesamtpaket den Thron der Foldables im Jahr 2026 im Sturm erobern – zumindest solange bis Apple sein iPhone Fold vorstellt.
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