Auf dem MWC 2026 hat vivo sein neuestes Flaggschiff, das X300 Ultra, offiziell präsentiert. Von der ersten Sekunde an macht der Hersteller deutlich, wohin die Reise geht: Es geht um das Maximum an Smartphone-Fotografie, das aktuell technisch machbar ist.
Im Mittelpunkt der Präsentation stand dabei nicht nur das Smartphone selbst, sondern vor allem ein optionales Zubehör-Highlight: der „vivo Zeiss Telephoto Extender Gen 2 Ultra“.
Dieses Add-on soll eine beeindruckende 400-mm-Äquivalent-Brennweite ermöglichen und wird von vivo als das Herzstück eines neuen, umfassenden Photography-Kits positioniert. Zwar ist die Idee eines modularen Kamera-Systems im Mobilfunkbereich nicht gänzlich neu – auch Konkurrent Xiaomi verfolgt mit dem Xiaomi 17 Ultra einen ähnlichen Pfad – doch vivo möchte durch die tiefe Integration der Zeiss-Expertise neue Maßstäbe setzen.
Jenseits der Megapixel: Wenn Glas auf Genialität trifft
Die technische Partnerschaft mit Zeiss trägt beim X300 Ultra Früchte, die weit über bloße Marketing-Labels hinausgehen. Das gemeinsam entwickelte Objektiv erfüllt laut Hersteller strenge APO-Standards (Apochromatische Korrektur) und ist darauf ausgelegt, Aufnahmen mit einer optischen Auflösung von bis zu 200 Megapixeln zu realisieren. Besonders ambitioniert: Selbst bei extremen digitalen Vergrößerungen – vivo spricht hier von bis zu 1600 mm – soll die Bildqualität dank fortschrittlicher Algorithmen und hochwertiger Optik noch immer überzeugen.
Um diese enorme Brennweite überhaupt beherrschbar zu machen, setzt vivo auf ein hochmodernes Gimbal-OIS-System. Ergänzt wird die Hardware durch einen intelligenten Bewegungsverfolgungs-Autofokus, der sicherstellt, dass Objekte auch bei maximalem Zoom scharf im Fokus bleiben. Dies ist entscheidend, um die bei Tele-Aufnahmen unvermeidlichen Mikrowackler effektiv zu eliminieren.
Zusätzlich zum Tele-Extender bietet vivo einen speziell konstruierten Kamerakäfig an. Dieses modulare System ist ein Paradies für Enthusiasten:
Es verfügt über mehrere Cold-Shoe-Halterungen für Mikrofone oder Lichter, Schnellwechselanschlüsse für Stative und einen ergonomischen Zwei-Hand-Griff für stabilere Videoaufnahmen. Physische Tasten für den Auslöser und den Zoom verwandeln das Smartphone haptisch fast vollständig in eine dedizierte Kamera. Ein besonderes Detail für Profis: Ein integrierter, mehrstufiger Lüfter sorgt dafür, dass das Gerät selbst bei hochauflösenden 8K-Video-Sessions nicht überhitzt.
Hardware-Monster im Gewand eines Design-Objekts
Obwohl die Kamera das Rampenlicht stiehlt, lassen die (bisher teils unbestätigten) technischen Eckdaten unter der Haube ebenfalls aufhorchen. In der Gerüchteküche wird der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 als Antrieb gehandelt, der die nötige Rechenpower für die komplexe Bildverarbeitung liefern soll. Das visuelle Erlebnis wird durch ein 6,82 Zoll großes LTPO-AMOLED-Display abgerundet, das mit einer flüssigen Bildwiederholrate von 120 Hz und einer knackscharfen Auflösung von Pixeln aufwartet.
In Sachen Speicherkapazität geht vivo keine Kompromisse ein: Bis zu 16 GB RAM und bis zu 1 TB interner Speicherstehen im Raum, was insbesondere für Content Creator, die in unkomprimierten Formaten filmen, essenziell ist. Das Kamerasystem auf der Rückseite soll sich wie folgt zusammensetzen:
Besonders spannend für den europäischen Markt: Vivo plant offenbar, das X300 Ultra erstmals offiziell international zu veröffentlichen. Damit untermauert das Unternehmen seinen Anspruch, eine globale Rolle im High-End-Segment einzunehmen und den etablierten Größen den Rang abzulaufen.
Ob das modulare Konzept den Alltag von Hobbyfotografen tatsächlich revolutioniert oder ein Nischenprodukt für Profis bleibt, wird die Zeit zeigen.
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