DJI macht Profi Drehs effizienter: RS 4 Pro Combo 2026 Edition offiziell vorgestellt

DJI bündelt beim neuen Set professionelle Kamerastabilisierung, zuverlässige Bildübertragung und flexible Fernsteuerung in einer Lösung, die vor allem kleinere Produktionsteams entlasten soll.

DJI erweitert sein Kreativportfolio um eine neue Komplettlösung für anspruchsvolle Videoaufnahmen. Mit der DJI RS 4 Pro Combo 2026 Edition bringt der Hersteller ein Set auf den Markt, das den bekannten High End Gimbal DJI RS 4 Pro mit der DJI SDR Transmission verbindet. Ziel ist es, professionelle Workflows am Set spürbar zu vereinfachen und vor allem kleineren bis mittelgroßen Teams sowie ambitionierten Einzelanwenderinnen und Einzelanwendern eine leistungsstarke, aber zugleich kompaktere Lösung an die Hand zu geben.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die reine Kamerastabilisierung. DJI möchte mit der neuen Kombination mehrere wichtige Produktionsschritte enger miteinander verzahnen. Stabilisierung, Live Bildübertragung, Monitoring, Fernsteuerung und Fokus Tracking sollen in einem abgestimmten System zusammenkommen, das schneller einsatzbereit ist und weniger zusätzliche Einzelkomponenten erfordert. Gerade bei Produktionen, bei denen Effizienz und Beweglichkeit eine große Rolle spielen, kann ein solches Konzept im Alltag spürbare Vorteile bringen.

Ein effizienteres Komplettpaket für professionelle Videoproduktionen

Die neue Combo richtet sich damit an Filmschaffende, Creator, Agenturen und kleinere Produktionsteams, die auf professionelle Bildqualität Wert legen, ihre Setups aber dennoch möglichst schlank halten möchten. Ob Werbedreh, Reportage, Musikvideo, Social Media Produktion oder hochwertiges YouTube Format, DJI positioniert die RS 4 Pro Combo 2026 Edition als flexibles Werkzeug für unterschiedlichste kreative Anforderungen.

DJI RS4 Pro ComboEin besonders praxisnahes Detail ist das integrierte Stromversorgungskonzept. Der DJI SDR Sender kann direkt am Gimbal montiert und über den RS 4 Pro mit Energie versorgt werden. Ein separater Akku für den Sender ist damit nicht erforderlich. Das reduziert nicht nur das Gesamtgewicht und den Umfang des Setups, sondern vereinfacht auch den Aufbau vor Ort. Weniger Akkus, weniger Kabel und weniger zusätzliche Halterungen bedeuten letztlich auch weniger mögliche Fehlerquellen im Produktionsablauf.

Gerade in hektischen Drehsituationen, bei spontanen Locationwechseln oder bei Produktionen mit kleinem Team dürfte dieser Ansatz willkommen sein. Das System wirkt dadurch insgesamt geschlossener und besser aufeinander abgestimmt. DJI verspricht einen leichteren und schnelleren Einsatz, wodurch sich die Aufnahmevorbereitung effizienter gestalten soll. Für Einzelpersonen ergibt sich daraus ein handlicheres Setup, während kleine Teams von einer klareren Aufgabenverteilung profitieren können.

RS 4 Pro als leistungsstarke Basis mit flexibler Kameraführung

Technisches Fundament der neuen Combo bleibt der DJI RS 4 Pro, der innerhalb der Ronin Reihe weiterhin zu den leistungsstärkeren Gimbal Lösungen des Herstellers zählt. Mit seinen Carbonfaser Armen ist der Gimbal auf eine Traglast von bis zu 4,5 Kilogramm ausgelegt. Damit unterstützt er zahlreiche spiegellose Kamerasysteme, größere Objektivkombinationen sowie kompaktere Kinokameras, wie sie in professionelleren Produktionen regelmäßig zum Einsatz kommen.

DJI setzt beim RS 4 Pro auf den Stabilisierungsalgorithmus der vierten Generation, der sowohl bei klassischen horizontalen Aufnahmen als auch im vertikalen Modus für besonders ausgeglichene Bewegungen sorgen soll. Das ist längst nicht mehr nur für Social Media Clips interessant. Hochformat Videos spielen mittlerweile auch in professionellen Content Strategien und Werbekampagnen eine immer größere Rolle, weshalb eine zuverlässige Stabilisierung in beiden Ausrichtungen zunehmend wichtiger wird.

Vor allem bei dynamischen Bewegungen soll der RS 4 Pro seine Stärken ausspielen. DJI nennt unter anderem Laufbewegungen, niedrige Kameraperspektiven und anspruchsvolle Aufnahmesituationen, in denen der Gimbal für ein ruhiges, aber dennoch natürlich wirkendes Kamerabild sorgen soll. Die Bewegungen sollen also kontrolliert, aber nicht künstlich starr wirken. Genau dieser Balanceakt ist bei professioneller Stabilisierung oft entscheidend.

Zusätzlich verfügt der RS 4 Pro über einen Fahrzeugmodus, der speziell auf Aufnahmen bei höheren Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Dabei berücksichtigt das System laut DJI unter anderem Fahrzeugvibrationen und Windwiderstandsdaten, um auch in bewegten Szenarien möglichst stabiles Bildmaterial zu ermöglichen. Für dynamische Automotive Shots, Verfolgungsszenen oder mobile Produktionen dürfte dieser Modus weiterhin ein relevanter Bestandteil des RS 4 Pro Pakets bleiben.

Mit der neuen Combo rückt DJI den Gimbal allerdings noch stärker in einen vernetzten Produktionskontext. Am Set können Nutzerinnen und Nutzer das Kamerabild über ein Monitoring Terminal nahezu in Echtzeit verfolgen und gleichzeitig verschiedene Fernsteuerungsfunktionen nutzen. Force Mobile, eine virtuelle Joystick Steuerung und die Recenter Funktion des Gimbals erlauben es, Kamerabewegungen aus der Ferne zu unterstützen oder gezielt zu beeinflussen. Dadurch kann sich die Arbeit zwischen Kameraführung, Regie und Monitoring Team klarer aufteilen.

In der Praxis bedeutet das: Während eine Person den Gimbal physisch führt, kann eine andere das Bild kontrollieren, Bewegungen begleiten oder entsprechende Korrekturen vornehmen. Das dürfte vor allem bei aufwendigeren Kamerafahrten, engen Sets oder Szenen mit anspruchsvoller Choreografie hilfreich sein. DJI versucht damit, ein produktionsnahes System zu schaffen, das auch mit kleinerer Crew eine professionellere Zusammenarbeit erlaubt.

SDR Transmission bringt stabile Live Feeds, geringe Latenz und vielseitiges Monitoring

Die eigentliche Erweiterung der RS 4 Pro Combo 2026 Edition liegt in der Einbindung der DJI SDR Transmission. Das System soll selbst in anspruchsvolleren Aufnahmeumgebungen für eine stabile Videoübertragung sorgen und richtet sich klar an Produktionen, die auf zuverlässiges Echtzeit Monitoring angewiesen sind. DJI spricht von Live Bildübertragungen in 1080p mit 60 Bildern pro Sekunde, einer Bitrate von bis zu 20 MBit pro Sekunde und einer maximalen Latenz von 35 Millisekunden.

Die angegebene Übertragungsreichweite liegt bei bis zu drei Kilometern. In der Praxis dürfte für viele Anwenderinnen und Anwender allerdings weniger der theoretische Maximalwert entscheidend sein als die Signalstabilität in komplizierten Umgebungen. Genau hier setzt DJI an. Die SDR Transmission arbeitet mit automatischem Frequenzwechsel zwischen 2,4 GHz, 5,8 GHz und DFS. Kommt es auf einem Kanal zu Störungen, soll das System automatisch auf eine bessere Verbindung ausweichen.

Gerade bei Drehs in urbanen Gebieten, in Gebäuden, auf Events oder bei Produktionen mit vielen aktiven Funkverbindungen kann eine solche automatische Anpassung wichtig werden. DJI verspricht zudem eine hohe Durchdringungsfähigkeit, sodass Live Feeds auch in komplexeren Aufnahmeumgebungen stabil bleiben sollen. Für Filmschaffende ist das ein wesentlicher Punkt, denn ein zuverlässiger Blick auf das Kamerabild entscheidet oft darüber, ob Szenen präzise kontrolliert werden können oder ob Unsicherheit ins Set kommt.

Auch beim Thema Monitoring zeigt sich die SDR Transmission flexibel. Sie kann drei SDR Signale und zwei WLAN Signale gleichzeitig ausgeben. Zusätzlich bietet DJI einen Broadcast Modus, in dem sich laut Hersteller eine unbegrenzte Zahl an Empfängern verbinden lässt. Damit eignet sich das System nicht nur für kleinere Zwei Personen Setups, sondern auch für Produktionen, bei denen mehrere Beteiligte gleichzeitig Zugriff auf das Live Bild benötigen.

Der Empfänger lässt sich klassisch über SDI oder HDMI mit professionellen Monitoren verbinden. Darüber hinaus stehen USB C sowie WLAN zur Verfügung, um Smartphones und Tablets einzubinden. Besonders die WLAN Lösung dürfte für kleinere Teams interessant sein, weil sie ein vergleichsweise günstiges Zwei Kanal Monitoring ermöglicht, ohne dass zwingend ein zusätzlicher Empfänger benötigt wird. Regie, Kunde oder Assistenz können so unkompliziert auf mobilen Geräten mitsehen, während das restliche Setup kompakt bleibt.

DJI unterstreicht diesen mobilen Anspruch zusätzlich durch das geringe Gewicht der einzelnen SDR Komponenten. Ein Sender oder Empfänger bringt jeweils nur 145 Gramm auf die Waage. Die Antenne lässt sich einklappen, was Transport und Aufbewahrung erleichtert. Damit fügt sich die SDR Transmission gut in das Konzept der neuen Combo ein: möglichst professionelle Funktionen, aber ohne das Setup unnötig schwerfällig zu machen.

Preis und Verfügbarkeit

Die DJI RS 4 Pro Combo 2026 Edition ist ab sofort erhältlich. Das Set umfasst den DJI RS 4 Pro sowie den DJI SDR Sender und startet zu einem Preis von 1.209 Euro. DJI bietet die neue Kombination über den eigenen Onlineshop an.

Mit der neuen Edition erfindet DJI den RS 4 Pro nicht neu, bringt ihn aber in einem deutlich praxisnäheren Paket auf den Markt. Wer ohnehin eine professionelle Gimbal Lösung sucht und gleichzeitig auf zuverlässige Live Bildübertragung, Monitoring und Fernsteuerung angewiesen ist, erhält mit der Combo ein schlüssiges Gesamtangebot. Besonders die direkte Stromversorgung des Senders über den Gimbal macht das System im Alltag komfortabler und reduziert den Einrichtungsaufwand spürbar.

Die RS 4 Pro Combo 2026 Edition dürfte damit vor allem für Anwenderinnen und Anwender interessant sein, die regelmäßig hochwertig produzieren, aber dennoch flexibel und effizient bleiben möchten. DJI bedient hier ziemlich genau den Bereich zwischen klassischer Filmcrew und modernen Creator Workflows. Die Kombination aus starker Stabilisierung, professioneller Bildübertragung, geringer Latenz, ferngesteuerten Kamerafunktionen und modularen Monitoring Optionen wirkt durchdacht und dürfte vielen Produktionen den Arbeitsalltag tatsächlich erleichtern.

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