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Xiaomi 17 im Test: Kompakte Power mit kleinen Kompromissen

Mit dem Snapdragon 8 Elite und einem gigantischen 6330 mAh Akku bricht Xiaomi das Gesetz der Physik für kleine Smartphones und setzt Apple sowie Samsung massiv unter Druck.

Markus Lugert von Markus Lugert
28. Februar 2026
in Reviews, Smartphone
Lesedauer:5 mins read
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Xiaomi 17
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In einer Welt in der Smartphones gefühlt immer größer und unhandlicher werden geht das Xiaomi 17 einen erfrischend anderen Weg. Es ist die direkte Antwort für alle die ein echtes Flaggschiff suchen das nicht die Hosentasche sprengt und dennoch keine Abstriche bei der Technik macht.

Während viele Hersteller ihre kompakten Modelle oft als abgespeckte Versionen ihrer Ultra-Riesen positionieren versucht Xiaomi hier das Gegenteil: Maximale Ausstattung auf minimalem Raum.

Ein Handschmeichler mit Ecken und Kanten

Schon beim ersten Auspacken fällt auf wie kompakt das Gerät wirklich ist. Mit einer Höhe von gerade einmal 151,1 mm und einer Dicke von 8,06 mm liegt es hervorragend in der Hand und lässt sich im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten fast vollständig mit einer Hand bedienen.

Xiaomi 17Die Verarbeitung wirkt durch den hochfesten Aluminiumrahmen und die leicht mattierte Rückseite extrem hochwertig und stabil. Dennoch bringt der kleine Kerl stolze 191 Gramm auf die Waage. Dieses Gewicht lässt das Handy zwar sehr wertig und robust wirken führt aber im direkten Vergleich zum iPhone 17 oder Galaxy S25 zu einem etwas wuchtigeren Gefühl – obwohl die Abmessungen fast identisch sind.

Ein kleiner optischer Kritikpunkt betrifft das Kameramodul das nun eher an die günstigere T-Reihe erinnert und den ganz eigenständigen edlen Stil der Vorgänger etwas vermissen lässt. Zudem legt Xiaomi dem Karton nur noch ein Hardcase bei. Das ist zwar löblich da überhaupt Schutz mitgeliefert wird aber die früher beigelegten Silikonhüllen in Gerätefarbe wirkten haptisch schöner und das jetzige Case neigt erfahrungsgemäß schneller zum Vergilben. Dennoch ist das Gehäuse nach IP68 zertifiziert was bedeutet dass Staub und kurzes Untertauchen in Wasser kein Problem darstellen. Die Haptik der Tasten ist knackig und präzise was den Premiumanspruch unterstreicht.

Display und die Tücke der Helligkeit

Das 6,3 Zoll große AMOLED Display ist schlichtweg eine Wucht und bildet das Herzstück der Bedienung. Mit einer Pixeldichte von 462 PPI und einer Auflösung von 2656 x 1220 Pixeln ist die Darstellung knackscharf und Farben wirken lebendig ohne unnatürlich zu knallen. Dank der LTPO Technologie passt sich die Bildwiederholrate variabel zwischen 1 und 120 Hz an was nicht nur für flüssiges Scrollen sorgt sondern vor allem dem Akku zugutekommt.

Xiaomi 17Xiaomi wirbt mit einer astronomischen Spitzenhelligkeit von 3500 Nits was auf dem Papier jeden Konkurrenten in den Schatten stellt. In der Praxis zeigt sich jedoch ein bekanntes Phänomen: Diese Werte werden nur punktuell bei HDR Inhalten erreicht. Unter direkter Sonneneinstrahlung regelt das System zudem bei längerer Nutzung zum Schutz vor Überhitzung spürbar ab um die Hardware zu schonen. Dennoch bleibt die Ablesbarkeit im Alltag exzellent selbst wenn die Sonne direkt von oben kommt.

Ein echtes Highlight ist der neue Ultraschall Fingerabdrucksensor unter dem Display der im Gegensatz zu optischen Sensoren auch mit feuchten Fingern oder in völliger Dunkelheit ohne blendendes Licht rasend schnell und zuverlässig reagiert. Die Blickwinkelstabilität ist hervorragend und es gibt kaum Farbverschiebungen selbst bei extremen Neigungen.

Performance ohne Ende und Software Versprechen

Unter der Haube taktet das derzeitige Nonplusultra der Mobilprozessoren: Die Snapdragon 8 Elite Mobile Platform. In Kombination mit dem großzügigen Arbeitsspeicher gibt es derzeit absolut keine Anwendung und kein Spiel das dieses Smartphone auch nur ansatzweise ins Schwitzen bringt. Alles läuft absolut butterweich was auch der Optimierung durch das neue Xiaomi HyperOS auf Basis von Android zu verdanken ist. Besonders erfreulich für alle die ihr Handy lange behalten wollen ist das offizielle Versprechen von 5 Jahren Software Upgrades und 6 Jahren Sicherheitsupdates. Das Gerät ist also für die Zukunft bestens gerüstet zumal auch moderne Standards wie Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 an Bord sind.

Xiaomi 17Ein spürbarer Wermutstropfen bleibt jedoch die thermische Effizienz im kompakten Gehäuse: Bei extremen Dauerbelastungen wie bei grafikintensiven Benchmarks oder sehr langem Gaming neigt das Gerät zu einer spürbaren Wärmeentwicklung was zu einem gewissen Throttling also einer Reduzierung der Leistung führt. Die Software drosselt die CPU Last teilweise massiv um Schäden zu vermeiden. Im normalen Alltag inklusive Multitasking und Fotografie wird man davon allerdings kaum etwas bemerken da die Reserven des Chips einfach zu gewaltig sind um im Normalbetrieb an Grenzen zu stoßen.

Die Leica Kamera im Alltagstest

Die Partnerschaft mit Leica geht in die nächste Runde und das spürt man bei jedem Klick auf den Auslöser. Das Kamerasystem besteht aus drei 50 Megapixel Sensoren die eine konsistente Bildqualität über alle Brennweiten hinweg liefern sollen. Die Hauptkamera nutzt den neuen Light Fusion 950 Sensor der besonders bei schwierigen Lichtverhältnissen mit einem extrem hohen Dynamikumfang punktet. Die Bilder wirken durch die Leica Abstimmung natürlich und weniger künstlich nachgeschärft als man es von anderen Herstellern kennt.

Xiaomi 17Das 60 mm Teleobjektiv bietet einen 5-fachen optischen Zoom und eignet sich hervorragend für Porträts oder Makroaufnahmen ab einer Distanz von 10 cm was beeindruckende Details ermöglicht. Wer jedoch extreme Zoomweiten sucht wird enttäuscht sein da der digitale Al Ultra Zoom ab einer 20-fachen Vergrößerung deutlich an Details verliert und die Aufnahmen verwaschen wirken. Hier merkt man den Respektabstand zum Ultra Modell das mit einer Periskop Kamera ausgestattet ist.

Die Videofunktionen sind mit 4K bei 60fps inklusive Dolby Vision auf Profi-Niveau und die Bildstabilisierung leistet ganze Arbeit indem sie selbst Gehbewegungen fast vollständig eliminiert. Kritik gibt es lediglich für die Ultraweitwinkelkamera der es an Autofokus mangelt und die bei Nachtaufnahmen qualitativ gegenüber den anderen beiden Linsen abfällt.

Ein Akku Wunder im Mini Format

Die größte Überraschung des Tests steckt tief im Inneren des Gehäuses und ist Xiaomis Geheimwaffe. Trotz der kompakten Maße verbaut Xiaomi einen gewaltigen 6330 mAh Silizium Carbon Akku. Das ist eine echte Kampfansage an die Konkurrenz die meist deutlich kleinere Batterien in dieser Größenklasse unterbringt. Zum Vergleich: Die China-Version des Geräts wird sogar mit einem 7000 mAh Akku beworben aber auch die globalen 6330 mAh sind ein absoluter Spitzenwert.

Xiaomi 17In unserem Test hielt das Gerät locker einen sehr intensiven Arbeitstag durch und hatte am Abend oft noch Reserven von über 20 Prozent bei einer Display-On-Zeit von gut 7 Stunden. Wenn der Saft doch mal ausgeht lässt sich das Xiaomi 17 mit bis zu 100 Watt kabelgebunden extrem schnell laden. Ein komplettes Aufladen von Null auf Hundert dauert so nur etwa 45 Minuten was den Alltag enorm erleichtert. Auch kabelloses Laden wird mit stolzen 50 Watt unterstützt sofern man das passende Zubehör besitzt.

Wichtig zu wissen: Ein entsprechend leistungsstarkes Netzteil liegt nicht mehr im Lieferumfang bei und muss separat erworben werden was bei einem Gerätepreis von fast tausend Euro durchaus kritikwürdig ist da man die volle Ladegeschwindigkeit nur mit dem Originalzubehör erreicht.

Fazit: Compact is king …

Das Xiaomi 17 ist fast das perfekte kompakte Flaggschiff für das Jahr 2026. Es bietet eine brachiale Leistung eine Akkulaufzeit die in dieser Größenklasse absolut ihresgleichen sucht und ein erstklassiges Display das im Alltag viel Freude bereitet.

Xiaomi 17Echte Kritikpunkte finden sich nur im Detail wie dem fehlenden Netzteil im Karton der starken Hitzeentwicklung unter extremer Volllast und dem im Vergleich zu den Vorgängern etwas weniger ikonischen Design des Kamerabuckels. Auch die fehlende Magnetladefunktion nach dem neuen Qi2 Standard ist ein kleiner Makel für die Zukunftssicherheit.

Wer jedoch ein handliches Smartphone sucht das technisch in der ersten Liga spielt und vor allem beim Akku keine Kompromisse eingehen will kommt am Xiaomi 17 derzeit kaum vorbei.

Preise und Verfügbarkeit

Das Xiaomi 17 ist offiziell ab sofort im Handel verfügbar. Der Einstiegspreis für das Modell mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher liegt bei 999 Euro. Unsere getestete Variante mit 512 GB Speicher liegt preislich darüber markiert aber dennoch eine wichtige psychologische Grenze.

Für Vorbesteller hat Xiaomi jedoch ein attraktives Paket geschnürt: Wer frühzeitig zuschlägt erhält oft Zugaben aus dem neuen AloT Portfolio wie die Xiaomi Watch 5 oder satte Rabatte auf die neue Electric Scooter 6 Serie. Damit möchte Xiaomi den Übergang zu seinem vernetzten Ökosystem Human x Car x Home fördern.

Neben der von uns getesteten Farbe Venture Green ist das Gerät auch in Alpine Pink Ice Blue und klassischem Black erhältlich.

mehr zu Xiaomi

Test

Xiaomi 17

8.6 Punkte

Das Xiaomi 17 ist ein technisches Meisterwerk im kompakten Gewand. Besonders der riesige Akku und die enorme Performance des Snapdragon 8 Elite setzen neue Maßstäbe. Kleinere Abstriche bei der Wärmeentwicklung unter Volllast und das fehlende Netzteil trüben das Bild nur minimal. Ein echtes Premium Gerät.

PROS

  • Extrem ausdauernder 6330 mAh Akku
  • Überragende Performance dank Snapdragon 8 Elite
  • Kompaktes und sehr hochwertiges Gehäuse
  • Schneller Ultraschall Fingerabdrucksensor

CONS

  • Spürbares Throttling bei extremer Dauerlast
  • Zoom Kamera fällt stark hinter dem Ultra Modell zurück
  • Ultraweitwinkel ohne Autofokus und Schwächen bei Nacht

Fazit

  • Display 0
  • Leistung 0
  • Akkulaufzeit 0
  • Kamera 0
  • Verarbeitung 0
Tags: KompaktLeicasmartphoneTestXIAOMIXiaomi 17
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