Aktuell scheint Valve bei der weiteren Planung ausgebremst zu werden: Weltweite Engpässe bei Speicherchips sorgen dafür, dass sowohl Preisgestaltung als auch Release-Fahrplan noch einmal neu bewertet werden müssen. Die anhaltenden Probleme in den Lieferketten betreffen dabei nicht nur einzelne Komponenten, sondern wirken sich auf die gesamte Produktions- und Logistikkette aus.
Zwar hält man grundsätzlich an einem Launch in der ersten Hälfte des Jahres fest – garantiert ist das angesichts der weiterhin angespannten Marktsituation aber nicht. Valve betont, dass man lieber mit ausreichend Stückzahlen und stabiler Versorgung starten wolle, als einen überhasteten Release zu riskieren.
Modulares VR-Headset mit cleveren Technik-Tricks
Trotz dieser Unsicherheiten gab es in einem umfangreichen FAQ einige spannende Infos zu den Geräten. Beim VR-Headset Steam Frame setzt Valve unter anderem auf einen fest integrierten Browser. Damit sollen sich Streaming-Angebote direkt im Headset nutzen lassen, ohne Umwege über zusätzliche Apps oder externe Geräte. Denkbar sind hier nicht nur klassische Videostreams, sondern auch Cloud-Gaming- oder Social-Anwendungen. Entwickler können sich schon jetzt für entsprechende Dev-Kits registrieren, um ihre Software frühzeitig anzupassen und neue Nutzungsszenarien auszuprobieren.

Außerdem klingt der modulare Ansatz des Headsets ziemlich vielversprechend. Eine native Lighthouse-Unterstützung ist zwar nicht vorgesehen, doch durch optionale Erweiterungen könnten Community oder Drittanbieter solche Features später nachreichen. Valve lässt hier bewusst Spielraum für Experimente und individuelle Anpassungen. Auch das Thema Brille hat man auf dem Zettel: Noch ist nicht final entschieden, ob Einsätze mit Sehstärke direkt zum Start angeboten werden – geprüft wird es aber.
Technisch besonders interessant ist das Feature Foveated Streaming. Dabei überträgt das System nur den Bildbereich in voller Detailstufe, auf den der Nutzer gerade schaut, während die Peripherie mit geringerer Auflösung dargestellt wird und somit weniger Bandbreite benötigt. Weil diese Technik auf Systemebene implementiert ist, profitieren grundsätzlich alle Spiele davon – ohne dass Entwickler ihre Titel speziell anpassen müssen.
Neue Steam Machine: Offen für Bastler und Modder
Und wer noch eine Valve Index besitzt, kann aufatmen: Der Support bleibt weiterhin bestehen, auch wenn die Produktion des Headsets inzwischen ausgelaufen ist. Valve will bestehende Nutzer also nicht im Regen stehen lassen und weiterhin Software-Updates sowie Treiberpflege liefern.
Zur neuen Steam Machine heißt es, dass interne Tests häufig 4K bei 60 fps erreicht haben – in vielen Fällen mit Unterstützung von FSR. Parallel arbeitet Valve offenbar daran, HDMI-VRR sauberer umzusetzen und Raytracing weiter zu optimieren. Ziel ist es, eine möglichst konsolenähnliche Plug-and-Play-Erfahrung mit PC-typischer Flexibilität zu verbinden.

Schrauberfreundlich soll das Gerät ebenfalls werden: NVMe-SSD und DDR5-RAM lassen sich laut Valve unkompliziert austauschen. Besonders erfreulich für Modder ist der offene Ansatz: Valve möchte sogar CAD-Dateien veröffentlichen, damit Nutzer eigene Frontblenden drucken oder individuelle Designs anfertigen können.
Auch beim neuen Steam Controller deutet vieles darauf hin, dass er nicht strikt auf Steam beschränkt sein wird. Spiele außerhalb von Steam sollen ebenfalls problemlos laufen, solange das Overlay unterstützt wird. Sobald Valve feste Termine nennen kann, dürfte es erfahrungsgemäß schnell offizielle Updates geben – bis dahin bleibt’s spannend.
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