Mit dem OnePlus 15 startet der Hersteller eine neue Generation seiner Flaggschiff-Serie – und zwar im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Denn OnePlus verabschiedet sich vom bislang eher runden, weichen Design und präsentiert ein klarer gezeichnetes, kantigeres Smartphone, das sofort auffällt. Der flache Rahmen, das markant konturierte Kameramodul und die sichtbar reduzierte Displayeinfassung sorgen für einen Look, der moderner und technischer wirkt als bei den Vorgängern. Das OnePlus 15 möchte nicht nur elegant sein, sondern auch als echtes Hightech-Gerät wahrgenommen werden.
Neues Design – klare Kante statt Rundungen
Der erste Eindruck des OnePlus 15 wird geprägt vom neuen, selbstbewussten Design. Statt abgerundeter Kanten setzt OnePlus nun auf eine geometrischere Optik. Der Rahmen verläuft fast vollständig flach, was das Gerät griffiger macht und zugleich einen hochwertigen, industriellen Charakter vermittelt.
Besonders ins Auge fällt der extrem dünne Displayrahmen: Die Einfassung fällt mit nur rund 1,15 Millimetern äußerst minimalistisch aus und lässt das 6,78-Zoll-Display dadurch fast rahmenlos erscheinen. Auch beim Schutz legt OnePlus nach: Das Gerät kommt jetzt mit den Zertifizierungen IP69 und IP69K, also einem Schutzstandard, der neben Staub- und Wasserdichtigkeit sogar Widerstand gegen Hochdruckstrahler umfasst – ein ungewöhnlich robustes Feature für ein modernes High-End-Smartphone.
Farben wie Infinite Black, Sand Storm und Ultraviolet runden das Designkonzept ab und sprechen von zurückhaltend edel bis bewusst auffällig verschiedene Nutzergruppen an.
Display: Hohe Bildrate statt maximaler Auflösung
OnePlus bleibt dem OLED-Prinzip treu, setzt aber auf eine neue technische Balance. Das LTPO-OLED-Panel löst etwas niedriger auf als beim direkten Vorgänger, bietet dafür aber eine deutlich flexiblere Bildwiederholrate von 1 bis 165 Hertz. OnePlus betont, dass die Kombination aus ultrahoher Bildfrequenz, Energieeffizienz und Grafikperformance Vorrang hatte.
Für Nutzer bedeutet das: Inhalte wirken extrem flüssig, Animationen gleiten mühelos über den Bildschirm und besonders beim Gaming oder Scrollen ist der Unterschied spürbar. Gleichzeitig soll die Energieaufnahme durch die dynamische Anpassung der Bildrate deutlich reduziert werden – eine ideale Ergänzung zum riesigen Akku.
Akku und Leistung: Ein Kraftpaket für lange Tage
Beim Akku setzt OnePlus ein Ausrufezeichen. Der Energiespeicher wächst auf 7.300 mAh – ein Wert, der in dieser Geräteklasse nahezu konkurrenzlos ist. Dabei handelt es sich um einen modernen Dual-Cell-Akku mit Silizium-Kohlenstoff-Anode, der nicht nur größer, sondern auch langlebiger sein soll.
Passend dazu beherrscht das Gerät 120-W-Schnellladen per Kabel sowie 50-W-kabelloses Laden, womit selbst dieser riesige Akku in beeindruckender Geschwindigkeit wieder aufgefüllt werden kann.
Auch unter der Haube bleibt das OnePlus 15 konkurrenzfähig: Der neue Snapdragon 8 Elite Gen 5 sorgt für High-End-Performance, unterstützt von 12 oder 16 GB RAM sowie 256 oder 512 GB Speicher. Damit positioniert sich das Smartphone eindeutig in der Premiumklasse – sowohl für Alltags-Poweruser als auch mobile Gamer.
Kamera: Drei mal 50 Megapixel – aber ohne Hasselblad
Spannend wird es beim Kamerasystem, denn OnePlus bricht mit einer Tradition: Die seit einigen Jahren präsente Hasselblad-Partnerschaft endet. Das OnePlus 15 setzt stattdessen auf eine interne Bildverarbeitungs-Engine namens DetailMax, die aus dem Oppo-Konzern stammt und besonders bei Detailtreue und Low-Light-Performance Verbesserungen bringen soll.
Die Hardware besteht weiterhin aus starken Sensoren: Alle drei rückseitigen Kameras – Weitwinkel, Ultraweitwinkel und Tele – liefern 50 Megapixel. Der Tele-Sensor unterstützt einen 3,5-fach optischen Zoom, während der Hauptsensor durch optische Bildstabilisierung besonders bei Nachtaufnahmen profitieren dürfte. Die Frontkamera wurde auf 32 Megapixel ausgelegt und soll vor allem bei Videochats und Selfies schärfere Ergebnisse liefern.
Software und Updates: OxygenOS 16 auf Basis von Android 16
Auf Softwareseite bleibt OnePlus seinem bewährten Ansatz treu. Das OnePlus 15 läuft auf OxygenOS 16, basierend auf Android 16, und soll laut Hersteller vier große Android-Upgrades sowie fünf Jahre Sicherheitsupdates erhalten. Damit liegt OnePlus oberhalb des Branchendurchschnitts, auch wenn manche Wettbewerber mittlerweile noch längere Update-Zeiträume bieten.
OxygenOS präsentiert sich weiterhin als schlanke, performante Android-Variante, die schnellen Zugriff auf wichtige Funktionen bietet und im Alltag angenehm unaufdringlich wirkt.
Fazit: Ein mutiger Neustart für OnePlus
Das OnePlus 15 ist ein spannender Schritt für den Hersteller: ein neues, selbstbewusstes Design, ein gewaltiger Akku, moderne Leistung und ein Display, das Geschwindigkeit klar über Auflösung stellt. Trotz Wegfall der Hasselblad-Partnerschaft liefert die Kamera starke technische Grundlagen, und das Software-Paket wirkt zukunftssicher und solide unterstützt.
Vor allem der riesige Akku dürfte viele Nutzer überzeugen, die sich endlich wieder ein Flaggschiff wünschen, das nicht schon am Nachmittag an die Steckdose muss. Gleichzeitig wirkt das neue Design frisch, hochwertig und eigenständig – ein gelungenes Rebranding ohne radikale Brüche.
In Deutschland startet die Basisversion des OnePlus 15 mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher bei 950 Euro. Wer mehr will, bekommt die Variante mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher für 1.050 Euro – zum Launch teilweise sogar zum selben Preis wie das Basismodell. Damit bleibt OnePlus deutlich unter den absoluten Spitzenpreisen anderer Premiumhersteller, ohne funktional oder technisch zurückzufallen.
















