Rudern zählt zu den Trainingsformen, die auf vergleichsweise wenig Raum besonders viel abdecken. Die Bewegung verbindet Kraft, Ausdauer und Koordination in einem einzigen Ablauf und beansprucht große Muskelgruppen im gesamten Körper. Genau deshalb werden Rudergeräte auch im Heimfitness Bereich zunehmend interessanter. Sie sprechen nicht nur ambitionierte Sportlerinnen und Sportler an, sondern auch all jene, die effizient trainieren möchten, ohne mehrere Geräte oder ein eigenes Fitnesszimmer zu benötigen. Mit den neuen Modellen Merach R50 Aura und Merach R50 bringt Merach nun zwei Luft Rudergeräte auf den Markt, die ein professionelleres Trainingsgefühl mit moderner Ausstattung und wohnzimmertauglicherem Konzept verbinden sollen.
Der zentrale Unterschied zu vielen klassischen Heimtrainern liegt im eingesetzten Luftwiderstandssystem. Dieses reagiert direkt auf die eigene Zugkraft. Je kräftiger und dynamischer gerudert wird, desto höher fällt automatisch der Widerstand aus. Dadurch entsteht ein natürlicheres Feedback, das sich stärker am realen Rudern orientieren soll als Systeme mit rein festgelegten Widerstandsstufen.
In der R50 Serie arbeitet Merach mit einem 10 stufigen Luftwiderstandssystem, 32 Lüfterflügeln und einer Schwungmasse von 3,5 Kilogramm. Der maximale Widerstand liegt bei bis zu 50 Kilogramm. Damit sollen die Geräte sowohl Einsteigerinnen und Einsteiger als auch fortgeschrittene Nutzerinnen und Nutzer abholen. Wer eher gleichmäßig Ausdauer aufbauen möchte, findet ebenso passende Voraussetzungen wie Sportlerinnen und Sportler, die kürzere, intensivere Intervalle absolvieren.

R50 Aura mit großem HD Display, R50 als flexiblere Basisversion
Das auffälligere der beiden neuen Modelle ist eindeutig das Merach R50 Aura. Der entscheidende Unterschied liegt im integrierten 15,6 Zoll HD Farbbildschirm, der das Training sichtbar stärker in Richtung Connected Fitness rückt. Neben den üblichen Leistungswerten wie Trainingsdauer, Pace, Distanz, Kalorienverbrauch, Schläge pro Minute, Leistung und Herzfrequenz lassen sich über den Bildschirm auch externe Inhalte darstellen. Unterstützt werden sowohl kabelgebundenes Screen Mirroring per USB als auch kabellose Bildschirmspiegelung via Bluetooth.
Das eröffnet im Alltag verschiedene Möglichkeiten. Trainingsvideos, Serien, Streaming Inhalte oder virtuelle Ruderstrecken können direkt am Gerät angezeigt werden, ohne dass zusätzlich ein Tablet Halter oder ein Fernseher im Blickfeld nötig ist. Gerade längere Einheiten profitieren häufig von visueller Begleitung, weil sie monotonen Trainingsphasen etwas entgegenwirkt. Merach positioniert das R50 Aura damit als Gerät für Nutzerinnen und Nutzer, die während des Workouts nicht nur Zahlen sehen möchten, sondern Wert auf ein motivierenderes Gesamtpaket legen.
Das Merach R50 setzt hingegen auf eine zurückhaltendere, pragmatischere Ausstattung. Es nutzt technisch ein sehr ähnliches Grundkonzept, verzichtet aber auf den großen Farbbildschirm. Stattdessen kommt ein kompakter LCD Monitor zum Einsatz, der ebenfalls die wichtigsten Trainingswerte anzeigt. Für Nutzerinnen und Nutzer, die ohnehin über Smartphone, Tablet oder TV trainieren, kann diese reduzierte Lösung völlig ausreichend sein.
Ein klarer Vorteil des R50 liegt in der flexibleren Platzierung. Der Monitor wird mit zwei AA Batterien betrieben, wodurch das Gerät keinen festen Stromanschluss benötigt. Das kann gerade in Wohnräumen, Gästezimmern oder kleineren Home Gym Bereichen hilfreich sein. Die maximale Traglast beträgt hier 158 Kilogramm. Zusätzlich nennt Merach ein Schienen Demontagesystem, das eine platzsparendere Lagerung ermöglichen soll. Das angegebene Klappmaß liegt bei 63,5 × 83,5 × 137 Zentimetern. Damit bleibt zwar auch das R50 ein vollwertiges Fitnessgerät, lässt sich nach dem Training aber besser verstauen als starre Konstruktionen ohne Zerlege oder Klappmechanik.
App Anbindung und Plattform Kompatibilität
Neben der Hardware legt Merach bei beiden Geräten Wert auf digitale Vernetzung. Sowohl das R50 Aura als auch das R50 sind mit der kostenlosen Merach App kompatibel. Dort sollen unter anderem geführte Trainingsprogramme, individuelle Trainingspläne und detaillierte Leistungsanalysen bereitstehen. Damit richtet sich die Serie nicht nur an Personen, die einfach drauflos rudern möchten, sondern auch an alle, die ihre Entwicklung über längere Zeit strukturierter verfolgen wollen.
Zusätzlich unterstützen beide Modelle Kinomap, wodurch virtuelle Trainingsstrecken eingebunden werden können. Ebenfalls vorgesehen ist die Kompatibilität mit Apple Health und Google Fit. Wer seine Aktivitäten bereits über eine dieser Plattformen bündelt, kann die Rudertrainings entsprechend in das eigene Gesundheits und Bewegungsprofil einfließen lassen. In einer Zeit, in der viele Nutzerinnen und Nutzer Trainingsdaten nicht mehr isoliert betrachten, sondern geräteübergreifend auswerten möchten, ist diese Offenheit ein sinnvoller Schritt.
Preis und erste Einschätzung
Preislich siedelt Merach die neue Serie im gehobeneren Bereich an. Das Merach R50 kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung 879,99 Euro, das Merach R50 Aura liegt bei 999,99 Euro. Beide Modelle sind im deutschen Online Shop des Herstellers erhältlich und werden weitgehend vormontiert ausgeliefert. Das dürfte den Einstieg erleichtern, denn gerade bei größeren Fitnessgeräten ist ein unkomplizierter Aufbau im Alltag nicht zu unterschätzen.
Unterm Strich wirkt die neue R50 Serie wie ein bewusst zwischen klassischem Heimtrainer und moderner Connected Fitness Lösung positioniertes Angebot. Merach setzt nicht nur auf große Marketing Begriffe, sondern auf mehrere konkrete Ausstattungsmerkmale, die im täglichen Gebrauch tatsächlich relevant sein können: Luftwiderstand statt statischer Trainingsmechanik, großzügige Einstellmöglichkeiten, App Unterstützung und beim Aura Modell ein auffällig großes Display mit Mirroring Funktion. Ob sich dieses Gesamtpaket auch im realen Training überzeugend anfühlt, wird letztlich ein ausführlicher Praxistest zeigen. Auf dem Papier bringen die neuen Modelle jedoch eine durchaus spannende Kombination aus Leistung, Komfort und digitalem Mehrwert mit.
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