Nintendo-Fans weltweit können einmal tief durchatmen: The Legend of Zelda hat offiziell den Schritt von der Konsole auf die große Leinwand begonnen. In einer kurzen, aber gewichtigen Mitteilung bestätigte Shigeru Miyamoto persönlich den Startschuss für die Dreharbeiten zur lang erwarteten Realverfilmung – und enthüllte dabei gleich zwei überraschende Casting-Entscheidungen.
Drehstart in echter Natur – kein Greenscreen-Märchen
Laut Miyamoto finden die ersten Aufnahmen „in der wunderschönen Naturkulisse“ statt. Das klingt ganz nach dem, was sich viele Fans erhofft haben: ein Film, der die Magie Hyrules nicht nur digital nachbaut, sondern sie durch echte Landschaften und greifbare Atmosphären transportieren will. Welche Orte konkret als Kulisse dienen, bleibt vorerst geheim. Aber der Hinweis auf natürliche Schauplätze lässt vermuten, dass Regie und Produktion Wert auf einen erdigen, epischen und vielleicht sogar etwas raueren Look legen – näher an Breath of the Wild als an klassischen Hochglanz-Fantasyfilmen.
Casting: Ein überraschendes Duo
Dass Bo Bragason die Rolle der Prinzessin Zelda übernimmt, dürfte für viele ein unerwarteter, aber spannender Schritt sein. Bragason – bislang vor allem aus kleineren Produktionen bekannt – hat sich in den letzten Jahren einen Ruf als intensiver, vielseitiger Nachwuchsstar erarbeitet. Ihre Besetzung könnte bedeuten, dass der Film eine eher junge, moderne und vielleicht charaktergetriebenere Zelda zeigt als in früheren Adaptionen.
Benjamin Evan Ainsworth, der als junger Schauspieler bereits in mehreren internationalen Produktionen überzeugte, schlüpft in die ikonische Rolle von Link. Ainsworths Casting fällt ebenfalls in die Kategorie „unerwartet, aber vielversprechend“: Sein Talent für emotionale Nuancen und physisches Spiel könnte gut zu einem Link passen, der traditionell kein Mann vieler Worte ist. Es ist gut möglich, dass Nintendo und das Filmteam bewusst ein Duo gewählt haben, das frischer wirkt als typische Blockbuster-Besetzungen.
Dreh verläuft planmäßig – Release 2027 bestätigt
Miyamoto ließ außerdem durchblicken, dass die Produktion „planmäßig“ voranschreitet – eine Aussage, die man in Zeiten globaler Produktionsverzögerungen durchaus als beruhigend verstehen darf. Der geplante Kinostart wurde dabei klar genannt: 7. Mai 2027.
Damit haben Fans zwar noch knapp drei Jahre Wartezeit vor sich, aber zumindest ein festes Datum im Kalender. Und wer die Entwicklungsgeschichten vieler anderer großer Produktionen kennt, weiß: Ein früh kommunizierter und dennoch realistisch scheinender Termin ist keine Selbstverständlichkeit.
Was Miyamotos Tonfall verrät
宮本です。素晴らしい大自然で、ゼルダ役のBo Bragasonさん、リンク役のBenjamin Evan Ainsworthさんとともに「ゼルダの伝説」実写映画の撮影を本格的に開始しました。撮影は順調に進んでいますので静かに見守っていただけると幸いです。劇場公開は2027年5月7日予定です。もうしばらくお待ちください。 pic.twitter.com/DbSAWWcCpC
— 任天堂株式会社 (@Nintendo) November 17, 2025
Auffällig in der kurzen Mitteilung ist Miyamotos gewohnt freundlicher, fast bescheidener Ton. „Bitte haben Sie noch etwas Geduld“, heißt es am Ende – ein Satz, der wie ein bewusstes Augenzwinkern an eine Community klingt, die oft ungeduldig, aber immer leidenschaftlich ist. Gleichzeitig deutet er an, dass man noch weit vor dem ersten Trailer steht. Der Rückhalt der Fans scheint Nintendo wichtig zu sein, vielleicht nicht zuletzt wegen der langen Tradition gescheiterter Spieleverfilmungen. Dass Miyamoto hier persönlich als Gesicht des Projekts fungiert, ist ein deutliches Signal, wie ernst Nintendo diesen Film nimmt.
Was wir erwarten dürfen
Offizielle Details zur Handlung oder stilistischen Ausrichtung fehlen bisher. Doch allein die Entscheidung für echte Naturkulissen und ein frisches Schauspielduo lässt vermuten, dass die Realverfilmung nicht nur ein Fanservice-Projekt wird, sondern einen ernsthaften Anspruch verfolgt, Hyrule authentisch und eigenständig für die Kinoleinwand umzusetzen.
Bis wir erste Bilder sehen, wird es sicher noch dauern. Aber eines steht fest: Der Startschuss ist gefallen. Und für eine Marke wie The Legend of Zelda bedeutet das nicht weniger als den Beginn eines Filmprojekts, das – wenn es gelingt – ähnlich wegweisend werden könnte wie einst die Spiele selbst.
Bis dahin heißt es: Abwarten, Tee trinken und vielleicht ein paar Schreine lösen, um die Zeit zu überbrücken.
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