In den letzten Jahren hat sich John Wick ganz klar zu einer der ikonischsten Action-Reihen der Filmgeschichte entwickelt. Das Universum rund um den „Baba Yaga“ ist inzwischen so groß, dass ein eigenes Blockbuster-Spiel eigentlich nur eine Frage der Zeit war.
Umso cooler ist es, dass Saber Interactive jetzt offiziell an einem Game zur Marke arbeitet – und das nicht irgendwo im stillen Kämmerlein, sondern in enger Zusammenarbeit mit Chad Stahelski, Keanu Reeves und Lionsgate. Für mich klingt das nach einem Projekt, das wirklich verstanden hat, was John Wick ausmacht, und nicht nach einem schnellen, lieblosen Lizenz-Deal.
Zwischen Exkommunikation und High Table: Eine neue Geschichte
Das Spiel soll innerhalb der bekannten John-Wick-Zeitlinie stattfinden, aber eine eigenständige Story erzählen. Das heißt konkret: Wir bekommen nicht einfach nur ein müdes „Film nachspielen“, sondern eine völlig neue Geschichte, in der bekannte Gesichter auftauchen – und gleichzeitig neue Charaktere, die exklusiv für das Game entwickelt werden. Genau das liebe ich bei solchen Projekten: genug Fanservice für das wohlige „Zuhause-Gefühl“, aber trotzdem genug Raum für echte erzählerische Überraschungen.
Man darf gespannt sein, ob wir tiefer in die Hierarchie des High Table eintauchen oder vielleicht sogar die Ursprünge einiger Continental-Hotels weltweit erkunden. Die Lore bietet jedenfalls genug Stoff für weit mehr als nur stumpfes Geballer.
Gun-Fu am Controller: Wenn Choreografie auf Gameplay trifft
Gameplay-mäßig soll natürlich das im Mittelpunkt stehen, wofür John Wick berühmt ist: Gun-Fu, stylische Nahkämpfe, kompromisslose Shootouts – und offenbar auch rasante Fahrsequenzen. Und ganz ehrlich: Wenn das gut umgesetzt wird, könnte das endlich das Spiel werden, bei dem man sich wirklich fühlt, als würde man selbst in diesen perfekt choreografierten Action-Szenen stehen. Die Herausforderung wird sein, die Präzision eines Profikillers auf die Tasten zu übertragen, ohne dass es sich überladen anfühlt.
Besonders spannend finde ich den Ansatz, die typische Bildsprache und Kameraführung der Filme spielerisch zu übersetzen. Also nicht nur „viel Action“, sondern diese spezielle Wick-Ästhetik: klare Bewegungen, harte Treffer, elegante Übergänge zwischen Schusswaffe und Nahkampf – alles wie aus einem Guss. Wenn die Entwickler es schaffen, dass Film-Optik und Spiel-Flow wirklich ineinander übergehen, dann könnte das ein richtiges „Brett“ werden, das das Genre der Third-Person-Shooter neu definiert.
Einen Titel und ein exaktes Release-Datum gibt es aktuell noch nicht. Klar ist bisher nur: Das Spiel soll für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erscheinen. Die Hardware-Power wird also voll genutzt, was auf beeindruckende Lichteffekte und zerstörbare Umgebungen hoffen lässt – beides essenziell für die Neon-Noir-Stimmung der Vorlage.
Und als Fan kann ich nur sagen: Ich habe richtig Lust, endlich selbst in diese Rolle zu schlüpfen, einmal komplett loszulegen, perfekt getaktete Combos rauszuhauen und mich durch diese Welt zu kämpfen, als wäre ich mitten in einem neuen Kapitel der Saga. Wenn das Ding am Ende auch nur halb so cool wird, wie es gerade klingt, ist es ein absoluter Pflichtkauf.
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