Als großer Japan-Fan ist es für mich persönlich genau die Art von Ankündigung, bei der ich sofort grinsen muss: Forza Horizon 6 geht offiziell nach Japan, und allein dieses Setting fühlt sich an wie ein lang erfüllter Wunsch. Bergpässe, Neon-Nächte, Hafenindustrie, enge Straßen und dieses ganz eigene Japan-Gefühl – wenn Playground Games das richtig einfängt, kann das ein absolutes Highlight werden.
Japan ist kein Setting, das man einfach nur abfilmt. Es lebt von Atmosphäre, Details, Licht und starken Kontrasten. Wenn Playground Games diesen Ort nicht als bloße Kulisse, sondern als erlebbaren Raum versteht und auf Gefühl statt auf eine reine 1:1-Kopie setzt, könnte Forza Horizon 6 genau dieses „Ich fahre einfach los und verliere mich in der Welt“-Gefühl zurückbringen, das die Reihe früher so stark gemacht hat.
Vom Superstar zum Entdecker
Was mich besonders neugierig macht: Diesmal startet man nicht als gefeierter Superstar, sondern als ganz normaler Tourist, frisch aus dem Flieger. Und ehrlich gesagt feiere ich diesen Ansatz sehr. Forza Horizon war lange dieses große Festival voller Glanz und „Du bist schon längst eine Legende“-Vibes. Jetzt wirkt es so, als müsste man sich alles erst verdienen und gleichzeitig das Land wirklich entdecken.

Genau hier setzt auch das neue Journal-System an, das für mich nach einer richtig guten Idee klingt. Ich mag Spiele, die nicht nur „schneller, höher, weiter“ belohnen, sondern auch Neugier. Wenn Sightseeing, Fotografieren und Erkunden sinnvoll in den Fortschritt eingebunden sind, wird die offene Welt nicht nur Hintergrund, sondern ein aktiver Teil des Spiels. Das ist etwas, das mir in vielen Open-World-Racern bislang gefehlt hat und hier endlich konsequent umgesetzt werden könnte.
Neue Systeme, frische Energie und echte Begeisterung
Am meisten überrascht, im positiven Sinne, hat mich jedoch The Estate. Dieses Akiya-Thema, also leerstehende Häuser, die man übernimmt und ausbaut, ist nicht nur ein spannendes Gameplay-Feature, sondern auch ein stimmiger kultureller Akzent. Wenn man dort tatsächlich frei bauen kann, vielleicht sogar eine eigene kleine Strecke, ist das genau die Art von Feature, in der ich problemlos Stunden verlieren kann. Ich sehe mich jetzt schon abends „nur kurz“ am Grundstück basteln – und plötzlich ist es zwei Uhr nachts.
Auch die Car Meets nach dem Vorbild von Daikoku PA sind für mich ein Volltreffer. Entscheidend wird sein, dass sie sich nicht zu steril anfühlen, sondern dieses spontane „Da stehen Leute, ich schaue mal rüber“-Gefühl transportieren. Wenn man dort Designs oder sogar Autos direkt kaufen kann, entsteht eine natürliche Sammel- und Community-Dynamik, deutlich organischer als viele der bisher sehr menülastigen Online-Strukturen.
Ein lang ersehntes Setting mit besonderer Atmosphäre
Klar, 550 Autos zum Start klingen stark, ein früherer Zugang über Premium-Editionen ist Standard, und der GR GT Prototype als kleiner Intro-Teaser ist klassisches Forza-Kino. Aber was für mich wirklich zählt, ist die Stimmung. Unterm Strich bin ich nicht nur interessiert, sondern ehrlich gehyped. Nicht, weil alles größer oder lauter wird, sondern weil der neue Blickwinkel und die frischen Systeme nach echter neuer Energie für die Reihe klingen. Wenn das alles zusammenkommt, könnte Horizon in Japan genau das werden, was es sein muss: ein Spiel, das man nicht nur spielt, sondern erlebt.
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