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Roborock H60 Hub Ultra im Test – kabellos kompromisslos!

Mit dem H60 Hub Ultra bringt Roborock seinen ersten Akkusauger mit automatischer Entleerungsstation auf den Markt

Jochen Krause von Jochen Krause
17. November 2025
in Reviews, Smart Home
Lesedauer:5 mins read
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Roborock H60 Hub Ultra
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Akkustaubsauger, einst belächelt als hübsches Zusatzgerät für den schnellen Griff zwischendurch, haben sich in den letzten Jahren zu ernsthaften Alternativen zu den klassischen Bodenstaubsaugern gemausert. Trotzdem halten sich die Vorurteile hartnäckig: zu wenig Power, zu kurze Laufzeit, zu viel Lifestyle, zu wenig Substanz. Mit dem Roborock H60 Hub Ultra will der chinesische Hersteller nun beweisen, dass kabelloses Saugen längst nicht mehr bedeutet, Kompromisse einzugehen. Wir haben das Gerät im Alltag getestet – und festgestellt, dass Roborock hier mehr liefert als nur ein weiteres hübsches Spielzeug.

Form trifft Funktion

Schon beim Auspacken wird klar: Der Roborock H60 Hub Ultra ist kein Leichtgewicht. Der Karton bringt rund 15 Kilogramm auf die Waage – was weniger nach filigranem Handstaubsauger, sondern eher nach einem ernstzunehmenden Haushaltsgerät klingt. Darin steckt auch ein ganzes Reinigungssystem. Neben dem Sauger selbst gehören ein stabiles Teleskoprohr, eine motorisierte Bodenbürste mit grünem LED-Licht, eine Mini-Bürste für Polster und Tierhaare sowie eine schmale Fugendüse mit integriertem Bürstenaufsatz zum Set. Herzstück des Ganzen ist allerdings der sogenannte „Hub“ – die Ladestation, die weit mehr kann, als nur den Akku zu füllen.

Diese Dockingstation ist Ladegerät, Staubabsaugung, Luftfilter und Zubehörlager in einem. Sie nimmt dem Nutzer eine der lästigsten Aufgaben des Saugalltags ab: das Entleeren des Staubbehälters. Mit einem simplen Knopfdruck saugt sie den Schmutz automatisch in einen drei Liter fassenden Beutel – sauber, hygienisch und ohne dass man selbst mit Staub in Berührung kommt. Und weil Roborock Wert auf Design legt, darf der Hub ruhig sichtbar stehen bleiben. Er wirkt dezent und hochwertig, ganz ohne den typischen Werkstatt-Charme vieler anderer Geräte.

Roborock H60 Hub UltraAuch der Sauger selbst überzeugt durch solide Verarbeitung. Die Kunststoffe fühlen sich robust an, nichts klappert oder wirkt billig. Der Griff liegt gut in der Hand, und mit rund 1,8 Kilogramm für die Motoreinheit bleibt der H60 trotz seiner Power angenehm handlich. Die Montage ist in wenigen Minuten erledigt: zusammenstecken, Dock anschließen, Akku prüfen – fertig. Schon der Aufbau vermittelt, dass hier jemand die Alltagstauglichkeit nicht als Nebensache betrachtet hat.

210 Airwatt gegen das Vorurteil der Schwäche

Es ist einer der ältesten Mythen über Akkusauger: Ohne Kabel fehlt die Power. Der H60 Hub Ultra hält mit Nachdruck dagegen. Mit einer maximalen Saugleistung von 210 Airwatt bewegt er sich auf Augenhöhe mit vielen kabelgebundenen Geräten und nur knapp hinter Dysons Topmodellen. In der Praxis bedeutet das: Kein Krümel, kein Katzenhaar, kein Staubkorn bleibt liegen.

Roborock H60 Hub UltraAuf Hartböden gleitet der Sauger leichtfüßig, sammelt Staub und Sand mühelos ein und hinterlässt eine glatte, saubere Oberfläche. Auf Teppichen zeigt er seine Stärke – die rotierende Bürste arbeitet tief im Flor und holt dort noch Schmutz hervor, wo andere Geräte längst aufgeben. Besonders eindrucksvoll ist das grüne LED-Licht an der Bodenbürste: Es lässt den Staub förmlich leuchten und offenbart, wie viel Schmutz man sonst übersehen hätte. Einmal erlebt, möchte man es nicht mehr missen.

Roborock H60 Hub UltraDie Saugkraft lässt sich in drei Stufen regulieren. Der Eco-Modus reicht für leichte Verschmutzungen und schafft eine Laufzeit von bis zu 90 Minuten – ideal für größere Wohnungen oder ganze Etagen. Im Normalmodus saugt der H60 rund 30 Minuten lang mit kräftiger Leistung, bevor er zurück ins Dock muss. Der Max-Modus schließlich ist der Turbo für hartnäckige Fälle. Nach acht Minuten ist der Akku zwar leer, aber dafür auch der Teppich makellos. Eine automatische Leistungsanpassung an den Bodenbelag wäre noch das i-Tüpfelchen, doch auch ohne diese Funktion lässt sich der Roborock präzise steuern und effizient einsetzen.

Der H60 frisst Haare zum Frühstück

Ein weiterer Mythos besagt, Akkusauger seien nichts für Haushalte mit Kindern oder Haustieren. Auch das widerlegt der Roborock mit Leichtigkeit. Die Hauptbürste, „JawScrapers“ genannt, vereint weiche Borsten mit Gummilippen, die pro Minute über 7.000 Schläge ausführen. Dadurch wird selbst festsitzender Schmutz aus Teppichfasern gelöst, während Haare einfach durchtrennt statt verheddert werden. Nach mehreren intensiven Testläufen fanden wir keine einzige Haarspirale um die Bürste – ein kleiner, aber entscheidender Komfortgewinn.

Roborock H60 Hub UltraAuf Polstern sorgt die Mini-Bürste für glänzende Ergebnisse. Tierhaare, Krümel oder Staub verschwinden rückstandslos, auch auf empfindlichen Stoffen. Mit der Fugendüse lassen sich schwer zugängliche Bereiche wie Sofaritzen oder Autositze reinigen, ohne dass man das Gefühl hat, den Schmutz nur zu verschieben. Das flexible Rohr ist ein weiteres Detail, das man im Alltag schnell zu schätzen lernt: Unter Betten, Regalen oder Küchenmöbeln bleibt kaum noch ein Winkel unerreichbar.

Das Handling ist angenehm leicht, auch wenn der Schwerpunkt oben liegt. Nach einer halben Stunde Saugen merkt man das Gewicht zwar im Arm, doch die gute Balance und der ergonomische Griff verhindern, dass daraus Anstrengung wird. Nur eines stört im Alltag: Der H60 kann nicht selbstständig stehen. Wer kurz den Saugvorgang unterbrechen möchte, muss ihn anlehnen oder ins Dock stellen – ein kleiner, aber spürbarer Komfortnachteil.

Alltagstest zwischen Hundehaar und Kaffeepulver

Theorie ist schön, Praxis ist Wahrheit. Also durfte der Roborock H60 Hub Ultra zeigen, was er in einer echten Wohnumgebung leistet – 1 Einfamilienhaus, zwei Kinder, zwei Hunde, ein Wohnzimmer mit Teppich, ein Flur mit Fliesen, eine Küche mit Laminat.

Der Sauger startete im mittleren Modus und machte von Beginn an einen souveränen Eindruck. Hundehaare? Zwei Züge, alles weg. Feiner Sand aus dem Garten? Kein Problem. Größere Krümel auf dem Küchenboden? Ein kurzer Wechsel in den Max-Modus, und der Boden glänzte. Dabei schiebt der H60 den Schmutz nicht vor sich her, sondern zieht ihn mit kräftigem Unterdruck ein – ein Zeichen für durchdachte Luftführung.

Auf Polstern zeigte die Mini-Bürste ihre Stärken: Selbst feine Katzenhaare auf dem Sofa ließen sich mühelos entfernen. Und weil der Sauger auch ohne Rohr betrieben werden kann, wird er im Handumdrehen zum kompakten Handsauger – praktisch für das Auto oder enge Ecken. Im Kofferraum machte er fast ebenso gute Figur wie an Teppichkanten in der Wohnung. Nur in ganz engen Zwischenräumen kam er an seine Grenzen, hier half die Fugendüse aus.

Nach 25 Minuten war die Fläche sauber, nach 26 Minuten der Akku leer – und unser Testarm leicht erschöpft. Dennoch blieb der Eindruck: Hier hat Roborock ein Gerät geschaffen, das sich nicht hinter den großen Namen verstecken muss.

Der Hub – Sauberkeit mit System

Das wahre Ass im Ärmel des H60 Hub Ultra ist die Dockingstation. Sie ist nicht nur eine optisch schicke Halterung, sondern eine kleine Servicestation. Sobald der Sauger eingehängt wird, startet das System automatisch mit dem Aufladen und kann auf Knopfdruck den Staubbehälter leeren. In weniger als zehn Sekunden wird der komplette Inhalt in den Beutel gesaugt – sauber, leise und zuverlässig.

Roborock H60 Hub UltraDie Filterung erfolgt in mehreren Stufen, darunter ein HEPA-Filter, der laut Hersteller 99,95 Prozent aller Feinstaubpartikel auffängt. Das sorgt nicht nur für hygienische Entsorgung, sondern auch für spürbar sauberere Raumluft. Allergiker dürften das besonders zu schätzen wissen. Die drei Liter Staubbeutel fassen den Schmutz mehrerer Wochen, teilweise sogar Monate. Ist der Beutel voll, lässt er sich mit einem Handgriff verschließen und austauschen – ohne Staubkontakt und ohne Sauerei.

Die Dockingstation ist damit mehr als nur eine Bequemlichkeitslösung. Sie verwandelt das Saugen in einen Kreislauf, der sich fast vollständig selbst organisiert. Kein Nachleeren, kein Ausklopfen, kein Einatmen von Staub. Nur aufstellen, einhängen, fertig.

Zudem hat Roborock auch die Nachhaltigkeit nicht vergessen. Der Akku ist wechselbar, die Filter sind waschbar, und die Station arbeitet energieeffizient. Zwar sind die Staubbeutel Einwegartikel, doch sie lassen sich vollständig verschließen und sicher entsorgen – eine saubere Lösung im wahrsten Sinne des Wortes.

Fazit – Kabellos, kraftvoll, kompromisslos

Der Roborock H60 Hub Ultra ist kein Versuch, Dyson vom Thron zu stoßen – er ist eine ernsthafte Alternative, die eigene Akzente setzt. Er kombiniert starke Saugkraft mit durchdachter Ergonomie, sauberer Technik und einem hohen Maß an Komfort. Seine größte Stärke ist nicht nur die Leistung, sondern die Art, wie sie genutzt wird: effizient, unkompliziert und vor allem alltagstauglich.

Die fehlende Standfunktion und das etwas höhere Gewicht verhindern zwar das perfekte Ergebnis, doch das sind kleine Makel in einem ansonsten sehr ausgereiften Produkt. Für rund 499 Euro erhält man ein durchdachtes System, das den Staubsaugeralltag neu definiert – nicht durch Rekorde auf dem Papier, sondern durch echte Erleichterung im Alltag.

Oder, um es einfacher zu sagen: Der Roborock H60 Hub Ultra räumt nicht nur Staub, sondern gleich mehrere Mythen vom Tisch – kabellos, kraftvoll und kompromisslos.

mehr zu Roborock & Co

Test

Roborock H60 Hub Ultra

8 Punkte

Der Roborock H60 Hub Ultra verbindet hohe Saugleistung mit echtem Alltagskomfort und cleverer Technik. Wer kabellos reinigen will, ohne auf Power zu verzichten, findet hier einen verlässlichen Premium-Helfer.

PROS

  • Starke 210 AW Saugkraft
  • Automatische Entleerung im Dock
  • LED-Licht für Stauberkennung
  • Hochwertige Verarbeitung & Design
  • Wechselbarer Akku, waschbare Filter

CONS

  • Relativ schwer und kopflastig
  • keine automatische Leistungsanpassung
  • Kann nicht selbstständig stehen

Fazit

  • Der Roborock H60 Hub Ultra zeigt, dass Akkusauger längst kein Kompromiss mehr sind 0
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