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Poco F8-Serie startet überraschend früh

Xiaomi zündet den Turbo: mit Bose-Sound, Top-Displays und neuester Elite-Chippower

Markus Lugert von Markus Lugert
17. November 2025
in News
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Poco F8
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Xiaomi sorgt in diesem Jahr für einen kleinen Paukenschlag, denn die neue Poco F8 Serie erscheint deutlich früher als erwartet. Während die Vorgängergeneration erst im Frühjahr präsentiert wurde, bringt der Hersteller die neuen Modelle nun schon am 26. November auf den Markt – und das nicht etwa nur in Asien, sondern direkt global. Das bestätigte Xiaomi inzwischen offiziell, begleitet von einem Teaserbild, das den Termin und einige Designmerkmale bereits vorwegnimmt.

Globaler Launch am 26. November – vor der Xiaomi-17-Serie

Der Launch selbst findet auf Bali beziehungsweise in Indonesien statt und schiebt sich damit zeitlich nicht nur vor die Vorgänger, sondern auch vor die international erwartete Xiaomi-17-Serie. Dieser Schritt wirkt strategisch klug, denn Poco hat sich längst als günstige, aber leistungsstarke Alternative im Xiaomi-Portfolio etabliert. Gerade vor der Weihnachtssaison dürfte der frühe Start helfen, Kunden abzufangen, die nicht auf die neuen 17er-Flaggschiffe warten wollen oder ein etwas günstigeres, aber dennoch potentes Smartphone suchen.

Poco F8 Pro

Wie üblich orientiert sich die neue Poco-F8-Reihe stark an der chinesischen Redmi-K90-Familie. Insgesamt soll Xiaomi drei Modelle vorstellen: das reguläre F8, das F8 Pro und das F8 Ultra. Letzteres basiert technisch auf dem Redmi K90 Pro Max, während das F8 Pro eher dem K90 entspricht. Diese Rebranding-Strategie ist bei Xiaomi längst etabliert und für viele Nutzer sogar ein Vorteil, da die Geräte so auch außerhalb Chinas verfügbar werden – oftmals zu einem attraktiveren Preis, ohne dass man bei der Hardware große Kompromisse eingehen muss.

Snapdragon-Power und OLED

Besonders spannend ist die Ausstattung unter der Haube. Das Poco F8 Ultra soll mit Qualcomms aktuellstem Snapdragon-8-Elite-Gen-5-Chip antreten und damit eines der leistungsstärksten Smartphones auf dem internationalen Markt werden. Auch das F8 Pro dürfte leistungstechnisch nicht weit dahinter liegen, denn hier kommt voraussichtlich der klassische Snapdragon 8 Elite zum Einsatz. Leistungsreserven gibt es also mehr als genug, sowohl für Gaming-Fans als auch für Nutzer, die schlicht ein extrem schnelles Smartphone wollen, das auch in ein paar Jahren noch flüssig läuft.

Beim Display setzt Xiaomi ebenfalls auf große Zahlen und klare Flaggschiff-Ambitionen. Das Poco F8 Ultra bringt ein 6,9 Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 2608 × 1200 Pixeln mit. Die Bildwiederholrate liegt bei 120 Hertz, die Touch-Abtastrate bei beeindruckenden 480 Hertz. Besonders ins Auge sticht die enorme Spitzenhelligkeit von bis zu 3.500 Nits im HDR-Modus, ein Wert, den aktuell nur wenige High-End-Geräte erreichen. Erstmals in der Poco-Serie nutzt das Ultra zudem eine 12-Bit-Farbtiefe und unterstützt Standards wie HDR10+, Dolby Vision und HDR Vivid. Ein 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor sitzt direkt unter dem Display und soll für besonders schnelle und zuverlässige Entsperrzeiten sorgen.

Bose-Sound, Subwoofer und der Verzicht auf das Rückdisplay

Richtig ungewöhnlich wird es beim Thema Audio. Xiaomi hat offiziell bestätigt, dass das Poco F8 Ultra – ähnlich wie die aktuellen Xiaomi-17-Modelle – gemeinsam mit Bose abgestimmt wurde. Heraus kommt ein 2.1-Audiosystem, das tatsächlich einen kleinen Subwoofer auf der Rückseite integriert. Was zunächst wie ein Marketing-Gag klingt, könnte sich als ernstzunehmende Innovation entpuppen, vor allem für Nutzer, die viel auf dem Smartphone streamen, spielen oder einfach ohne Kopfhörer guten Klang wollen.

Poco F8 BOSE

Dolby Atmos ist ebenfalls mit an Bord. Interessant ist zudem, dass Xiaomi beim Design auf das rückseitige Mini-Display verzichtet, das bei einigen hauseigenen Premium-Modellen zu finden ist. Der frei werdende Platz wurde stattdessen für das Audiosystem genutzt – ein mutiger, aber nachvollziehbarer Schritt, wenn der Fokus klar auf Medienkonsum liegt.

Kamera-Setup mit 50-Megapixel-Trio und Periskopzoom

Auch die Kameraausstattung des Ultra-Modells liest sich beeindruckend. Drei Sensoren mit jeweils 50 Megapixeln sollen zum Einsatz kommen, darunter der neue Light Fusion 950 als Hauptkamera, ausgestattet mit optischer Bildstabilisierung. Ergänzt wird diese durch ein Ultraweitwinkel mit einem Sichtfeld von 102 Grad und eine Periskop-Telekamera, die einen fünffachen optischen Zoom ermöglicht. Die Frontkamera löst mit 32 Megapixeln auf und richtet sich klar an Selfie- und Content-Fans.

Bei den Videofunktionen verspricht Xiaomi Aufnahmen in 8K mit 30 Bildern pro Sekunde sowie 4K mit 60 Bildern pro Sekunde. Für Zeitlupen sind bis zu 960 fps in Full-HD möglich. Das F8 Pro bringt ebenfalls eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit, allerdings mit dem etwas kleineren Light-Fusion-800-Sensor. Dazu kommen ein Teleobjektiv mit 2,5-fachem Zoom und ein 8-Megapixel-Ultraweitwinkel, während die Selfiekamera hier 20 Megapixel bietet. Im direkten Vergleich positioniert sich das Ultra klar als Kamera-Flaggschiff, während das Pro-Modell eher die breite Masse ansprechen dürfte.

Akku, Laden und der Rest

Beim Akku gibt es eine kleine Einschränkung gegenüber den chinesischen Modellen. Während das Redmi K90 Pro Max mit 7.560 mAh ausgestattet ist, soll das Poco F8 Ultra international mit 6.500 mAh auskommen. Das klingt zunächst nach einem deutlichen Rückschritt, dürfte in der Praxis aber immer noch locker durch den Tag reichen – insbesondere, wenn die neuen Elite-Chips effizient arbeiten. Dafür bleibt die Ladeleistung auf Flaggschiff-Niveau. Kabelgebundenes Laden mit bis zu 100 Watt, kabelloses Laden mit bis zu 50 Watt und Reverse Charging für Zubehör oder andere Geräte sorgen dafür, dass die F8-Modelle schnell wieder einsatzbereit sind. Für Nutzer, die ihr Smartphone intensiv nutzen, ist das ein wichtiges Argument und gleicht den etwas kleineren Akku zum Teil wieder aus.

Abseits von Display, Prozessor und Kamera hat Xiaomi die Poco-F8-Serie mit allen aktuellen Standards ausgestattet, die man 2025 erwarten darf. Wi-Fi 7 sorgt für schnelle und stabile Verbindungen, Bluetooth 6.0 ist für aktuelle Kopfhörer- und Wearable-Generationen gerüstet, NFC ermöglicht kontaktloses Bezahlen, und ein Infrarotsender macht das Smartphone auf Wunsch zur Fernbedienung für TV oder HiFi-Anlage. Ein hochwertiger Linearmotor soll für präzises haptisches Feedback sorgen und damit sowohl das Tippgefühl als auch das Gaming-Erlebnis verbessern. In Summe wirkt die Ausstattung sehr rund und klar auf ein Oberklasse-Publikum zugeschnitten.

Fazit: Starkes Timing, starke Technik

Unterm Strich wirkt Xiaomis Timing ausgesprochen geschickt. Mit einem überraschend frühen Launch, kräftiger Elite-Chip-Power, einem sichtbar und hörbar aufgewerteten Multimedia-Paket sowie einer Kameraausstattung, die sich nicht vor den hauseigenen Flaggschiffen verstecken muss, hat die Poco-F8-Reihe das Potenzial, zu einem der spannendsten Smartphone-Releases des Jahres zu werden. Wie gut die Geräte im Alltag tatsächlich abschneiden, müssen die ersten Tests in den kommenden Wochen zeigen. Dass die Kombination aus Preis, Performance und Ausstattung viele Nutzer neugierig machen wird, dürfte allerdings jetzt schon klar sein.

Offiziell hat Xiaomi zur Preisgestaltung noch nichts verraten. Ein Blick auf die Vorgängermodelle gibt jedoch einen groben Rahmen. Das Poco F7 Pro startete bei rund 469 Euro, das F7 Ultra lag zum Marktstart bei etwa 699 Euro. Sollte sich Xiaomi an dieser Struktur orientieren, könnte die F8-Serie erneut ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten – zumal die Technik in vielen Bereichen näher an den Flaggschiffen als an klassischen Mittelklasse-Geräten liegt. Gerade im Hinblick auf den frühen Verkaufsstart kurz vor Weihnachten könnte das den Druck auf die Konkurrenz deutlich erhöhen.

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