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Soundcore Rave 3S im Test: KI-Karaoke, 200-Watt-Partybass und jede Menge Lichtshow

Der mobile Bluetooth-Speaker für alle, die nicht nur laut, sondern auch kreativ feiern wollen. Mit KI-Karaoke, Lichtspektakel und massivem Klang.

Markus Lugert von Markus Lugert
16. Dezember 2025
in Audio, Reviews
Lesedauer:5 mins read
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Soundcore Rave 3S
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Wer schon einmal versucht hat, aus einem Spotify-Song spontan eine Karaoke-Version zu basteln, kennt das Problem: Die Lyrics bleiben kleben wie Kaugummi, die Stimme verschwindet nie ganz – oder der Sound klingt wie durch eine Blechdose gesungen. Mit dem Soundcore Rave 3S will Anker genau das ändern. Die Partybox verspricht neben sattem Sound, buntem Licht und robuster Outdoor-Tauglichkeit vor allem eines – echten Karaoke-Spaß auf Knopfdruck dank KI-Unterstützung. Doch kann ein Bluetooth-Lautsprecher wirklich zur mobilen Karaoke-Maschine und gleichzeitig zur klangstarken Partyzentrale werden? Wir haben den Lautsprecher auf Herz, Nieren und Bassfrequenz getestet und dabei ein paar echte Überraschungen erlebt.

Wuchtig, auffällig und fast schon festival-ready

Mit knapp 10 Kilogramm Gewicht ist der Rave 3S kein Federgewicht aber dank Tragegriff trotzdem halbwegs mobil. Rollen fehlen leider, ein Stativgewinde übrigens auch. Optisch reiht sich die Box nahtlos in die Gattung der Party-Klötze ein: Laut, leuchtend, lässig. Die hexagonale LED-Front ist beat-synchronisiert, bunt konfigurierbar (inklusive DIY-Effekte via App) und macht Eindruck. Vor allem in dunkler Umgebung.

Soundcore Rave 3SDie RGB-Show ist mehr als eine Spielerei: In der App lassen sich acht Lichteffekte gezielt steuern, darunter Flammen- und Regenbogenmodi oder ein Ambientlicht, das dezent im Hintergrund pulsiert. Wer es besonders individuell mag, kann sogar drei Farben je Segment festlegen und Richtung, Helligkeit sowie Verlauf anpassen. Das wirkt im Dunkeln durchaus professionell. Fast schon wie Mini-Bühnenbeleuchtung.

Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff und ist nach IPX4 gegen Spritzwasser geschützt. Poolparty? Kein Problem. Im Pool versenken? Besser nicht. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt auch die Verarbeitung angenehm hochwertig aus: nichts klappert, nichts wirkt billig. Für eine Box dieser Größe: sehr ordentlich.

Party statt Hi-Fi – aber mit Stil

Kernstück der Soundkulisse ist ein 6,5-Zoll-Subwoofer, flankiert von drei 2,5-Zoll-Breitbandtreibern im Line-Array-Stil. Zusammen liefern sie bis zu 200 Watt Spitzenleistung und peitschen satte 108 Dezibel in den Raum. Das reicht locker, um die Nachbarn zu ärgern oder die komplette Gartenparty zu beschallen. Das Klangbild ist insgesamt emotional, bassbetont und voluminös, aber nicht übermäßig präzise: In den Höhen fehlt hier und da etwas Brillanz, bei hoher Lautstärke geht feineres Klangdetail auch mal unter.

Soundcore Rave 3SDer Fokus liegt auf Druck und Dynamik. Und das liefert der Rave 3S zuverlässig. Vor allem mit aktiviertem BassUp-Modus, der tiefe Frequenzen zusätzlich betont. Drinnen kann das etwas wuchtig wirken, draußen entfaltet der Bass dann seine volle Stärke. Wer lieber ein ausgewogenes Setup möchte, sollte in der App zum Balance-Preset mit aktivem BassUp greifen oder gleich den manuellen Equalizer bemühen. Dort lassen sich Höhen, Mitten und Tiefen individuell feinjustieren. Für eine Bluetooth-Box in dieser Klasse ist das ungewöhnlich präzise.

Mehr Raumklang, mehr Möglichkeiten

Richtig spannend wird’s, wenn man den Lautsprecher hinlegt. Dann aktiviert sich der Spatial Audio Modus, der tatsächlich eine räumlichere Wiedergabe erzeugt – fast schon wie Stereo aus einem Monolautsprecher. Der Effekt ist subtil, aber spürbar, vor allem bei akustischen oder elektronischen Tracks. Man hat das Gefühl, dass die Höhen plötzlich von weiter außen kommen, obwohl alles aus demselben Gehäuse tönt. Ein ziemlich cleverer Psychoakustik-Trick.

Soundcore Rave 3SWer zwei Rave 3S besitzt, kann diese im Stereo-Pairing verbinden. Dann bekommt man echtes Stereo-Feeling und noch mehr Volumen. Die Bässe schieben dann aus beiden Richtungen, Vocals sind klarer zu orten und das ganze Klangbild wird definierter. Alternativ erlaubt Auracast die Kopplung mit bis zu 100 (!) weiteren Boxen. Zumindest in der Theorie. In der Praxis dürften zwei bis vier gekoppelte Geräte bereits reichen, um eine mittelgroße Location oder einen Festival-Spot komplett zu beschallen.

Ein Knopf, kein Gesang und los geht’s

Kommen wir zum absoluten Alleinstellungsmerkmal: Karaoke per Knopfdruck. Mit dabei sind zwei kabellose Mikrofone, die hinten am Gehäuse verstaut werden können: samt Batterien im Lieferumfang. Die Mikros fühlen sich solide an, klingen erstaunlich klar und verfügen über Geräuschunterdrückung, Reverb-Optionen und eine Lautstärkeregelung direkt am Mikro selbst. Auch Stimmprofile lassen sich in der App auswählen, etwa „warm“, „neutral“ oder „hell“.

Soundcore Rave 3SWie gut funktioniert die KI-Stimmenentfernung wirklich?

Das eigentliche Highlight aber ist der AI-Vocal-Remover, der über einen Neuralprozessor in Echtzeit arbeitet. Die KI wurde mit über 20.000 Songs trainiert und filtert auf Wunsch in vier Stufen den Gesang aus jedem beliebigen Track. Ganz gleich ob lokal abgespielt, via AUX oder per Bluetooth. Das funktioniert erstaunlich gut: Oft bleibt nur ein Hauch des Originalgesangs übrig, manchmal verschwindet er sogar komplett. Wer will, kann einstellen, dass der Song automatisch mit Gesang weiterspielt, wenn man nicht mehr singt. Clever für Karaoke-Events.

Besonders gelungen ist die niedrige Latenz von nur rund 60 ms. Das sorgt für fast lippensynchrones Singen ohne Delay. Die Mikrofone eignen sich auch für Gitarren oder Reden, wobei letzteres von der aktiven Geräuschfilterung eingeschränkt wird. Für Karaoke ist die Performance aber hervorragend: keine Rückkopplungen, gute Sprachverständlichkeit, und das Ganze sogar im Stereo-Setup nutzbar mit bis zu vier Mikros gleichzeitig.

App & Bedienung: Umfangreich, intuitiv, modern

Die Soundcore-App ist ein echtes Paradebeispiel für gute Software-Begleitung. Hier lässt sich fast alles steuern: Lichtshows, Equalizer, Gesangsfilter, Mikro-Einstellungen, Lautstärke, Soundmodi und vieles mehr. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet und sowohl für Einsteiger als auch für Audio-Tüftler intuitiv nutzbar. Besonders cool: eigene Lichteffekte kreieren und speichern, etwa eine Chill-Lichtspur für den Sundowner oder den blinkenden Bassregenbogen für die Party um Mitternacht. Auch in puncto Klangoptimierung bietet die App viel Spielraum: Neben Presets wie „Soundcore Signature“ oder „Balance“ gibt es einen Fünf-Band-Equalizer, mit dem sich die Frequenzbereiche exakt auf die eigenen Hörgewohnheiten zuschneiden lassen.

Was ebenfalls auffällt: Die App reagiert erfreulich schnell, Änderungen werden praktisch ohne Verzögerung an den Lautsprecher übertragen. Wer möchte, kann hier auch die AI-Karaoke-Funktion feintunen, zum Beispiel, wie stark die Gesangsstimme aus einem Track entfernt wird oder ob der Track bei Gesangspausen automatisch wieder mit Vocals abgespielt werden soll. Es gibt sogar eine Option für Vocal Enhancement, mit der sich die Stimme des Sängers je nach Vorliebe wärmer, heller oder neutraler färben lässt. Kurz gesagt: Die App ist nicht nur Beiwerk, sondern ein echter Gamechanger für alle, die mehr aus ihrem Lautsprecher herausholen wollen.

Steuerung direkt an der Box – und was sich hinten verbirgt

Auch direkt am Lautsprecher gibt’s viele Tasten: Wiedergabe-Steuerung, Lautstärke, BassUp, Auracast, Bluetooth-Pairing, Licht an/aus. Alles erreichbar und logisch angeordnet. Die Bedienoberfläche ist durchdacht und haptisch angenehm. Dank großem blauen AI-Knopf für den Karaoke-Modus bleibt auch im Dunkeln alles intuitiv.

Soundcore Rave 3SAuf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse: USB-C zum Laden, 3,5 mm AUX-In, 6,35 mm Klinke für Instrumente oder weitere Mikrofone, inklusive Lautstärkeregler und Gain-Einstellung. Der USB-C-Port akzeptiert so gut wie jedes handelsübliche Netzteil mit 20 Watt oder mehr oder eine kräftige Powerbank. Damit lässt sich die Party auch ohne Steckdose spontan verlängern.

Soundcore Rave 3SBesonders clever: Die Rückseite ist per dicker Gummikappe abgedichtet, was den Spritzwasserschutz nach IPX4 unterstützt. Die Mikrofone docken magnetisch ein: eine platzsparende Lösung, die das Zubehör sicher verstaut und transportierbar macht. Für alle, die öfter unterwegs sind oder beim Festivalcamp nicht auf Strom angewiesen sein wollen, ist das ein echter Pluspunkt.

Akkulaufzeit: Langstrecke mit Lichtbremse

Laut Soundcore hält der Akku bis zu 12 Stunden bei halber Lautstärke, realistisch sind 10 bis 11 Stunden, wenn die Beleuchtung reduziert wird. Mit voller Lichtpower und Dauerlautstärke schrumpft die Spielzeit auf ca. 6–8 Stunden. Das ist absolut konkurrenzfähig, vor allem angesichts der hohen Ausgangsleistung und der aufwändigen RGB-Lichtshow, die ordentlich Strom zieht. Im Test waren bei durchmischter Nutzung, also mit wechselnden Lautstärken, gelegentlichem Karaokeeinsatz und einer moderaten Lichtshow, rund 9 Stunden durchaus machbar.

Der integrierte Akku lädt über USB-C mit mindestens 20 Watt, besser aber mehr. Besonders praktisch: Da kein proprietäres Netzteil benötigt wird, kann man im Zweifel auch einfach zur Powerbank greifen: ideal fürs Festival, den Park oder spontane Outdoor-Sessions. Eine volle Ladung dauerte im Test etwa 3,5 Stunden. Schön wäre es allerdings gewesen, wenn Soundcore hier ein Schnellladefeature integriert hätte oder zumindest einen stärkeren Netzadapter mitliefert.

Ein weiteres Plus: Der Akku-Stand lässt sich direkt am Gerät über eine mehrstufige LED-Anzeige ablesen und natürlich auch über die App. Dort gibt’s sogar eine Prognose zur verbleibenden Spielzeit basierend auf aktuellem Nutzungsverhalten. Ein cleveres Detail, das sonst meist nur bei Premium-Modellen zu finden ist.

Fazit: Soundcore trifft ins Schwarze – oder besser: ins Bunte

Mit dem Rave 3S bringt Soundcore eine ausgereifte, vielseitige und extrem unterhaltsame Partybox auf den Markt. Die Kombination aus kräftigem Klang, ausgereiftem Lichtdesign, solider App und dem einzigartigen KI-Karaoke-Feature hebt ihn von vielen Mitbewerbern ab. Klanglich kann er locker mit JBLs Partybox-Modellen mithalten, bietet aber spürbar mehr Ausstattung fürs Geld.

Ein paar Wermutstropfen gibt’s: Rollen wären wünschenswert gewesen, ein integrierter Akku für die Mikrofone ebenso. Trotzdem ist der Rave 3S aktuell eine der besten All-in-One-Partyboxen unter 400 Euro. Besonders für Karaoke-Fans und all jene, die mehr als nur laut wollen.

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Test

Soundcore Rave 3S

9 Punkte

Groß. Laut. Bunt. Und smarter, als man denkt! Der Soundcore Rave 3S ist die perfekte All-in-One-Partywaffe für Karaoke-Fans, Bass-Liebhaber und Event-Enthusiasten.

PROS

  • Satter, bassstarker Sound mit 200 Watt
  • Zwei hochwertige Funkmikros inklusive
  • Sehr gute KI-Karaoke-Funktion mit geringer Latenz
  • Umfangreiche App mit EQ
  • Schickes (konfigurierbares) RGB-Lichtdesign
  • Auracast-Unterstützung für bis zu 100 gekoppelte Boxen
  • USB-C Anschluss & Powerbank-Support

CONS

  • Mikrofone laufen mit Batterie statt Akku
  • keine Transport-Rollen
  • Höhen könnten detailreicher sein
  • Kein Stativgewinde

Fazit

  • Nicht nur laut ist, sondern klug, spaßig und richtig gut ausgestattet. 0
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