Amazfit T-Rex 3 Pro im Test: Outdoor Uhr mit Ambitionen

Mit Titan Gehäuse, extrem hellem Display und Offline Routing will Amazfit Garmin Konkurrenz machen. Ob der Plan aufgeht, zeigt unser Test.

Mit der Amazfit T-Rex 3 Pro vollzieht der Hersteller einen bemerkenswerten Rollenwechsel. Während frühere T Rex Modelle vor allem über ihr aggressives Preis Leistungs Verhältnis definiert waren, will die Pro Version mehr sein als nur eine günstige Alternative. Der Preis steigt spürbar, der Anspruch ebenfalls. Amazfit zielt klar auf Outdoor Sportler, die bislang zu Garmin, Suunto oder Coros gegriffen hätten, sich dort aber am Preisniveau stören. Die T Rex 3 Pro will genau diese Lücke schließen und das mit einer Ausstattung, die auf dem Papier kaum Wünsche offenlässt.

Robustheit nicht nur behauptet, sondern gebaut

Die Amazfit T-Rex 3 Pro will nicht nur robust wirken — sie will robust sein. Und das merkt man bereits beim ersten physischen Kontakt. Wo viele Smartwatches in diesem Preisbereich auf Kunststoff oder einfachen Edelstahl setzen, kombiniert Amazfit bei der T-Rex 3 Pro eine Titan Lünette, Titan Tasten und ein Saphirglas Display. Titan ist nicht nur leichter als Edelstahl, es ist auch deutlich kratz- und dellenresistenter, was im rauen Outdoor Alltag einen echten Unterschied macht. Saphirglas wiederum ist eines der härtesten Uhrgläser überhaupt und widersteht selbst scharfen Steinen und Felskontakt besser als herkömmliche Gläser.

Amazfit bewirbt die T-Rex 3 Pro mit einer ganzen Reihe von Militärstandards Tests. Diese Tests sollen vor allem zeigen, dass die Uhr Temperaturwechsel, Erschütterungen, Feuchtigkeit, Staub und Stöße aushält. Im Alltag bedeutet das: Die Uhr meistert regnerische Trails genauso souverän wie staubige Bauarbeiten, Schweiß beim Sport oder den versehentlichen Schlag beim Ablegen auf einem Felsbrocken. In keinem unserer Testtage kam es zu erkennbaren Gebrauchsspuren oder funktionalen Einbußen.

Trotz dieser Robustheit wirkt die Uhr nicht klobig oder überdimensioniert. Die Formensprache ist technisch, aber nicht übertrieben sperrig. Amazfit hat hier offensichtlich sehr bewusst an der Balance zwischen Stabilität und Tragekomfort gearbeitet. Besonders im Vergleich zu klassischen Outdoor Uhren mancher Mitbewerber, die wie kleine Bauklötze ums Handgelenk wirken, trägt sich die T-Rex 3 Pro deutlich angenehmer auf ganztägigen Touren.

Interessant ist auch der Umgang mit den physischen Bedienelementen. Viele Outdoor Uhren leiden unter hakeligen Tasten oder Kunststoffringen, die nach kurzer Zeit Spiel bekommen. Die T-Rex 3 Pro zeigt hier keine Schwächen. Die Tasten haben einen spürbaren Druckpunkt und fühlen sich langlebig an, ohne zu wackeln oder unangenehm hart zu sein. Gerade bei Handschuhen oder bei Nässe ist das ein praktischer Vorteil gegenüber rein touchscreenzentrierten Modellen.

Ein weiterer Teil der Robustheit ergibt sich aus der Dichtung und dem Gehäusebau selbst. Mit einer Wasserdichtigkeit von bis zu 10 ATM ist die Uhr für wirklich jede Art von Schwimmtraining geeignet. Selbst längeren Aufenthalten unter Wasser bei Pool- oder Freiwassereinheiten hält sie problemlos stand. In Kombination mit der staub- und stoßfesten Konstruktion fühlt sich die T Rex 3 Pro an wie ein Outdoorgerät, das auch dann noch funktioniert, wenn andere bereits ersetzungsbedürftig wären.

Ein Display fürs Freie gemacht und doch vielseitig im Alltag

Das Display der Amazfit T-Rex 3 Pro ist weit mehr als nur ein nettes Gimmick – es ist ein zentrales Argument, warum diese Uhr im Outdoor Bereich ernst genommen werden sollte. Mit einem AMOLED Panel, das in der großen Variante 1,5 Zoll und in der kleineren 1,32 Zoll misst, trifft Amazfit den modernen Smartwatch Standard, ohne an Kontrast und Farbdarstellung zu sparen. AMOLED steht für satte Farben, echtes Schwarz und sehr hohe Blickwinkelstabilität – alle Eigenschaften, die in der freien Natur bei wechselnden Lichtverhältnissen besonders wichtig sind.

Doch der eigentliche Star ist die Helligkeit. Mit bis zu 3000 Nits erreicht das Display eine Leuchtkraft, die man sonst eher von High End Outdoor Geräten oder Smartphones kennt. Im direkten Sonnenlicht bleibt der Bildschirm auch im Automatikmodus überraschend gut ablesbar. Wo andere Uhren mit gedämpften Farben oder starkem Reflexionsglanz kämpfen, zeigt die T-Rex 3 Pro Inhalte klar und kontrastreich. Gerade beim Wandern, Trail Running oder bei alpinen Touren, wo Sonnenlicht und Schatten schnell wechseln, ist das ein echter Vorteil.

Im Alltag schlägt sich das Genie im Detail. Die Menüs, Widgets und Zifferblätter wirken stets lebendig und scharf. Texte sind gut lesbar, Grafiken klar gezeichnet und selbst kleine Symbole bleiben auch bei schnellen Blicken verständlich. Die Reaktionszeit des Displays ist flott, Wischgesten werden zuverlässig erkannt und Animationen laufen ohne sichtbare Ruckler. Das trägt spürbar zur täglichen Freude bei der Nutzung bei – ganz gleich ob man Nachrichten prüft, Workouts startet oder einfache Daten abliest.

Ein Punkt, der besonders Outdoor Enthusiasten interessieren dürfte, ist die Ablesbarkeit bei extremen Bedingungen. Regen, Schweiß oder Handschuhe sind kein Hindernis. Amazfit nutzt eine berührungsempfindliche Fläche, die auch mit dünnen Handschuhen gut funktioniert. Bei dickeren Winterhandschuhen greift man in der Praxis ohnehin lieber auf die physischen Tasten zurück, aber auch dort zeigt sich die Displaylogik robust und nachvollziehbar. Selbst bei Nässe bleiben Touch Eingaben erstaunlich zuverlässig.

Kritisch anmerken muss man jedoch die Automatikhelligkeit. Amazfit hat sie eher konservativ abgestimmt. Das bedeutet konkret: In sehr hellen Situationen schaltet die adaptive Regelung nicht immer schnell oder hoch genug hoch. Will man das Maximum aus der Lesbarkeit herauskitzeln, muss man die Helligkeit manuell erhöhen. Das ist zwar nur ein kleiner Umweg im Menü, aber bei plötzlichem Lichtwechsel – etwa beim Verlassen eines schattigen Waldes in die Sonne – spürt man den Unterschied.

Auch der Stromverbrauch durch die hohe Leuchtkraft ist ein Thema. Zwar schafft Amazfit hier ein gutes Gesamtkonzept, doch intensive Nutzung bei maximaler Helligkeit wirkt sich spürbar auf die Akkulaufzeit aus. Das ist kein grundsätzlicher Nachteil, denn die Batterie der T-Rex 3 Pro ist stark, aber in sehr hellen Situationen muss man abwägen zwischen Top Ablesbarkeit und längerer Laufzeit.

Ein kleiner, aber feiner Bonus ist die Vielfalt der Zifferblätter. Amazfit bietet eine große Auswahl an Designs, die unterschiedlichste Informationen – von Herzfrequenz über Höhenmeter bis hin zur Wetterlage – prominent darstellen. Viele dieser Zifferblätter sind so gestaltet, dass sie auch bei hoher Helligkeit gut erkennbar bleiben. Das trägt zur Personalisierung bei und macht die Uhr langfristig attraktiver.

Aufgeräumt statt überladen: Software mit Lernkurve nach oben

Die Software der Amazfit T-Rex 3 Pro markiert einen klaren Reifeprozess innerhalb des Amazfit Ökosystems. Die Oberfläche wirkt deutlich strukturierter als bei früheren Generationen und verzichtet weitgehend auf verspielte, aber wenig hilfreiche Animationen. Stattdessen steht Übersicht im Vordergrund. Menüs sind logisch aufgebaut, zentrale Funktionen schnell erreichbar und die Kombination aus Touchscreen und physischen Tasten erweist sich im Outdoor Alltag als sinnvoller Kompromiss.

Besonders positiv fällt die konsequente Ausrichtung auf Praxisnutzen auf. Widgets lassen sich individuell anordnen und liefern genau die Informationen, die man unterwegs tatsächlich benötigt. Herzfrequenz, Wetter, Aktivitätsstatus oder Kompass sind mit wenigen Wischgesten erreichbar. Die Uhr versucht nicht, alles gleichzeitig zu zeigen, sondern priorisiert Lesbarkeit und Klarheit.

Ein zentrales neues Element ist der integrierte Sprachassistent, der auf KI Basis arbeitet. Im Unterschied zu vielen Konkurrenzlösungen beschränkt sich dieser nicht auf einfache Befehle. Neben dem Starten von Workouts oder dem Anpassen von Einstellungen lassen sich auch allgemeine Fragen stellen. Die Reaktionszeit ist überraschend kurz, die Erkennungsrate hoch. Einschränkungen ergeben sich vor allem durch äußere Bedingungen wie Wind oder Umgebungsgeräusche, weniger durch die Software selbst.

Die begleitende Smartphone App fungiert als Schaltzentrale für Auswertung und Konfiguration. Synchronisationen laufen stabil und schnell, Trainingsdaten werden übersichtlich aufbereitet. Besonders gelungen ist die Darstellung von Belastung, Erholung und langfristiger Trainingsentwicklung. Wer tiefer einsteigen möchte, findet ausreichend Detailtiefe, ohne von Zahlen erschlagen zu werden. Gleichzeitig bleibt die App optisch nüchtern und funktional, was gut zur Positionierung der Uhr passt.

Automatische Aktivitätserkennung gehört ebenfalls zum Funktionsumfang. Spaziergänge oder leichte Bewegungseinheiten werden zuverlässig erkannt, wenn auch nicht immer sofort. Für den Alltag ist das komfortabel, ersetzt aber nicht die manuelle Auswahl bei gezieltem Training.

Der ambitionierteste Teil der Software ist ohne Frage die Offline Navigation mit Routing direkt auf der Uhr. Karten lassen sich lokal speichern, Höhenlinien und Orientierungspunkte werden angezeigt und Ziele können spontan ausgewählt werden. In der Praxis funktioniert das häufig gut, zeigt aber noch Schwächen. Routenberechnungen scheitern gelegentlich oder schlagen wenig intuitive Wege vor. Auch das Wechseln von Zielen während einer laufenden Aktivität ist umständlich gelöst. Hier wirkt die Software noch nicht vollständig ausgereift und bleibt hinter den Lösungen etablierter Outdoor Hersteller zurück.

Ein weiterer Punkt ist die Anbindung an externe Plattformen. Der Export zu gängigen Diensten wie Strava funktioniert zuverlässig, darüber hinaus bleibt die Integration aber eher funktional als tiefgehend. Nutzer, die stark auf ein vernetztes Trainingsökosystem setzen, müssen hier mit Einschränkungen leben.

Positiv hervorzuheben ist Amazfits Update Politik. Während des Testzeitraums wurden mehrere Firmware Updates veröffentlicht, die sowohl Fehler behoben als auch Funktionen verbessert haben. Das vermittelt den Eindruck, dass die Software aktiv weiterentwickelt wird und nicht in einem statischen Zustand verharrt.

Trainingsdaten: Viel Tiefe, sinnvoll aufbereitet

Bei den Trainingsdaten zeigt die Amazfit T-Rex 3 Pro, dass sie mehr sein will als eine robuste Outdoor Uhr. Die reine Anzahl der verfügbaren Sportmodi ist mit über 180 zwar beeindruckend, in der Praxis aber zweitrangig. Entscheidend ist, was die Uhr aus den aufgezeichneten Daten macht – und hier liefert sie überraschend viel Substanz.

Besonders bei Lauf und Radsporteinheiten bietet die Uhr eine umfangreiche Analyse. Neben den klassischen Kennzahlen wie Tempo, Distanz und Herzfrequenz werden auch fortgeschrittene Laufmetriken erfasst. Dazu zählen Schrittfrequenz, Schrittlänge, Bodenkontaktzeit und vertikale Bewegung. Diese Werte helfen vor allem ambitionierten Sportlern, den eigenen Laufstil besser einzuordnen und langfristig zu optimieren.

Ein zentrales Element ist die Berechnung der Trainingsbelastung und der daraus abgeleiteten Erholungszeit. Die Uhr unterscheidet zwischen akuter und chronischer Belastung und setzt diese ins Verhältnis zueinander. Das Ergebnis ist eine nachvollziehbare Einschätzung, wie gut der Körper aktuell mit dem Training zurechtkommt. In der Praxis wirken diese Empfehlungen realistisch und nicht übertrieben vorsichtig.

Ergänzt wird das Ganze durch die Schätzung der VO2max, die im Test erstaunlich nah an Laborwerten heranreichte. Auch der neue BioCharge Wert fügt sich sinnvoll in dieses Bild ein, da er Trainingsbelastung, Schlafqualität und Alltagsstress miteinander verknüpft. Die Uhr betrachtet Training damit nicht isoliert, sondern als Teil eines größeren Belastungskonzepts.

Die Herzfrequenzmessung erfolgt über einen optischen Sensor, der bei gleichmäßigen Belastungen sehr zuverlässig arbeitet. Bei Intervallen oder Krafttraining kommt es gelegentlich zu Verzögerungen oder Abweichungen, was für diese Sensortechnik typisch ist. Positiv ist, dass externe Sensoren wie Brustgurte problemlos gekoppelt werden können, wodurch sich die Genauigkeit bei Bedarf deutlich steigern lässt.

Navigation: Ambitioniert, innovativ, noch nicht fehlerfrei

Die Navigation ist eines der spannendsten und zugleich kritischsten Features der Amazfit T-Rex 3 Pro. Amazfit betritt hier bewusst ein Terrain, das bislang vor allem von Garmin dominiert wurde – und das zu einem deutlich höheren Preisniveau.

Die Uhr bietet Offline Karten, die kostenlos auf das Gerät geladen werden können. Neben Basiskarten stehen auch Höhenlinien und verschiedene Kartenlayer zur Verfügung, was vor allem bei Wanderungen und Trail Runs einen echten Mehrwert bietet. Der große Unterschied zur Vorgängergeneration liegt jedoch in der Fähigkeit zum Routing direkt auf der Uhr.

Ziele lassen sich spontan auswählen, etwa Points of Interest in der Umgebung oder frei gesetzte Punkte auf der Karte. Die Uhr berechnet daraufhin selbstständig eine Route und führt mit Abbiegehinweisen zum Ziel. Zusätzlich können Rundstrecken mit gewünschter Distanz generiert werden, was besonders in unbekannten Gebieten praktisch ist.

In der Praxis funktioniert dieses Routing erstaunlich oft gut, ist aber klar noch nicht ausgereift. Routenberechnungen schlagen gelegentlich fehl oder führen über unlogische Wege, etwa stark befahrene Straßen oder ungeeignete Pfade. Auch die Neuberechnung bei Abweichungen vom geplanten Kurs ist nicht immer zuverlässig und erfordert teilweise manuelle Eingriffe.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Integration der Navigation in laufende Aktivitäten. Zwar lassen sich Routen vor dem Start auswählen, ein spontaner Wechsel des Ziels während einer laufenden Einheit ist jedoch umständlich gelöst und wirkt unnötig kompliziert. Hier merkt man, dass Amazfit zwar technologisch aufgeschlossen ist, die Nutzerführung aber noch Feinschliff benötigt.

Positiv ist hingegen die Darstellung auf dem Display. Karten sind klar, Kontraste gut gewählt und Abbiegehinweise ausreichend groß. Gerade in Kombination mit der hohen Displayhelligkeit bleibt die Orientierung auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos möglich.

Die Dualband GPS Technik liefert bei Lauf und Wandereinheiten sehr saubere Tracks. Auch in bewaldetem Gelände bleibt die Aufzeichnung stabil. Bei höheren Geschwindigkeiten, etwa beim Radfahren, sollte man allerdings den höchsten Genauigkeitsmodus nutzen. Der automatische Modus neigt hier zu leichten Abweichungen.

Der optische Herzfrequenzsensor arbeitet insgesamt zuverlässig. Bei gleichmäßigen Belastungen liegt er nah an Brustgurten. Bei Krafttraining oder sehr ruppigen Untergründen zeigen sich Abweichungen, die jedoch im Rahmen dessen liegen, was man von optischen Sensoren erwarten darf.

Akkulaufzeit: Eine der großen Konstanten

Die Akkulaufzeit gehört seit jeher zu den Paradedisziplinen von Amazfit, und auch die T-Rex 3 Pro knüpft hier nahtlos an. Trotz deutlich hellerer Anzeige, leistungsfähigerer Hardware und neuer Funktionen bleibt die Uhr im Alltag erstaunlich ausdauernd. Amazfit gibt für den Smartwatch Betrieb eine Laufzeit von bis zu 25 Tagen an. Dieser Wert ist natürlich ein Ideal Szenario, wird im normalen Nutzungsprofil aber nicht ganz erreicht.

In der Praxis sind bei intensiver Nutzung mit aktivem Schlaftracking, dauerhaftem Herzfrequenzmonitoring, regelmäßigen Trainings und aktivierter Displayautomatik realistische 8 bis 10 Tage möglich. Das ist ein sehr guter Wert, gerade wenn man bedenkt, dass viele konkurrierende Outdoor Uhren bereits nach wenigen Tagen an die Steckdose müssen.

Besonders relevant für Outdoor Sportler ist die Laufzeit mit aktivem GPS. Hier sind bis zu 38 Stunden möglich, abhängig vom gewählten Satellitenmodus und der Displayeinstellung. Selbst mit Dualband GPS, Navigation und hoher Displayhelligkeit hält die Uhr lange genug durch, um auch mehrtägige Touren oder sehr lange Ausdauereinheiten zu begleiten. Im Test zeigte sich der Akkuverbrauch dabei gleichmäßig und gut kalkulierbar, was Planungssicherheit schafft.

Kritisch anzumerken ist lediglich, dass die hohe Displayhelligkeit bei manueller Maximaleinstellung spürbar mehr Energie verbraucht. Wer das Maximum aus der Ablesbarkeit herausholt, muss beim Akku entsprechend Kompromisse eingehen. Insgesamt bleibt die T-Rex 3 Pro aber eine der ausdauerndsten Uhren ihrer Klasse und damit besonders alltagstauglich.

Smart Funktionen: Nützlich, aber bewusst fokussiert

Bei den smarten Funktionen verfolgt Amazfit einen klaren Mittelweg. Die T-Rex 3 Pro will keine vollwertige Smartphone Alternative sein, sondern den Alltag sinnvoll ergänzen. Benachrichtigungen vom Smartphone werden zuverlässig angezeigt, Texte sind gut lesbar und lassen sich bei Bedarf schnell wegwischen. Interaktive Antworten oder umfangreiche App Integrationen stehen jedoch nicht im Fokus.

Ein wichtiger Schritt nach vorn ist die Integration von Lautsprecher und Mikrofon. Damit lassen sich Telefonate direkt über die Uhr führen, solange das Smartphone in Reichweite ist. Die Sprachqualität ist ordentlich, wenn auch nicht auf dem Niveau eines Smartphones. Für kurze Gespräche oder schnelle Rückfragen reicht sie aber vollkommen aus.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Möglichkeit, Musik lokal auf der Uhr zu speichern und direkt über Bluetooth Kopfhörer abzuspielen. Streaming Dienste werden nicht unterstützt, was für manche Nutzer ein Nachteil sein dürfte. Für Sportler, die ohnehin mit eigenen Playlists trainieren, ist das jedoch verschmerzbar.

Der integrierte Sprachassistent fügt den Smart Funktionen eine zusätzliche Ebene hinzu. Über Sprachbefehle lassen sich Einstellungen ändern, Workouts starten oder einfache Informationen abrufen. In ruhiger Umgebung funktioniert das zuverlässig, im Freien mit Wind oder Verkehrslärm stößt das System naturgemäß an Grenzen.

Fazit: Amazfits bislang ernsthaftester Angriff

Die Amazfit T-Rex 3 Pro ist ein deutlicher Schritt nach vorn. Sie ist hochwertiger, durchdachter und leistungsfähiger als alles, was der Hersteller zuvor im Outdoor Segment angeboten hat. Nicht alles ist perfekt. Die Navigation braucht Feinschliff, einige Gesundheitsfunktionen fehlen und der Preis liegt klar über dem bisherigen Amazfit Niveau.

Unterm Strich liefert Amazfit jedoch eine Uhr, die für unter 400 Euro erstaunlich nah an die Platzhirsche heranrückt. Wer maximale Markenreife sucht, wird weiterhin bei Garmin landen. Wer aber bereit ist, kleinere Software Ecken zu akzeptieren und dafür enorme Ausstattung, starke Akkulaufzeit und robuste Hardware will, findet in der T-Rex 3 Pro eine der spannendsten Outdoor Uhren des Jahres.

Entwickler: Zepp Inc.
Preis: Kostenlos+
Entwickler: Zepp, Inc.
Preis: Kostenlos

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Test

Amazfit T-Rex 3 Pro

8.4 Punkte

Die Amazfit T Rex 3 Pro überzeugt mit hochwertiger Verarbeitung, extrem hellem Display und starker Akkulaufzeit. Navigation und Software sind ambitioniert, aber noch nicht ganz ausgereift. Für Outdoor Fans mit Preisbewusstsein eine der spannendsten Uhren ihrer Klasse.

PROS

  • Guter Materialmix (Titan, Saphirglas)
  • Extrem helles AMOLED Display mit 3000 Nits
  • Tolle Akkulaufzeit (auch MIT GPS)
  • Umfangreiche Trainings und Outdoor Funktionen
  • Integrierte LED-Taschenlampe mit Mehrwert

CONS

  • Navigation softwareseitig noch nicht ganz ausgereift
  • Kein EKG, keine Blutdruckmessung
  • Kein Musik Streaming und keine LTE Option
  • Automatische Displayhelligkeit sehr konservativ

Fazit

  • Design/Verarbeitung 9
  • Display 9
  • Sport/Health-Funktionen 8
  • Navigation/GPS 7
  • Akkulaufzeit 9
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