Samsung hat heute offiziell das Geheimnis gelüftet und die neue Galaxy S26 Serie sowie die neuesten Kopfhörer der Galaxy Buds4 Reihe vorgestellt.
Wir konnten uns die Geräte bereits kurz vor dem Event genauer ansehen und verraten euch, was die neuen Flaggschiffe wirklich auf dem Kasten haben. Während das Design auf den ersten Blick vertraut wirkt, stecken die wichtigsten Neuerungen im Detail, bei der Hardware und vor allem in der tiefgreifenden Integration künstlicher Intelligenz.
Kompakte Kraftpakete und der neue Prozessor-Split
Das Samsung Galaxy S26 bleibt seiner Rolle als eines der kompaktesten Android-Geräte auf dem Markt treu. Es richtet sich an alle, die ein handliches Smartphone suchen, aber keine Kompromisse bei der Leistung eingehen möchten. Gemeinsam mit dem größeren Galaxy S26 Plus setzt Samsung in diesem Jahr auf den hauseigenen Exynos 2600 Prozessor. Besonders stolz ist das Unternehmen hierbei auf das 2-Nanometer-Verfahren, das eine deutlich bessere Effizienz und Performance bei AI-Anwendungen ermöglichen soll.



Wer hingegen zum absoluten Topmodell, dem Galaxy S26 Ultra, greift, bekommt den Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy spendiert. Dieser Chip ist speziell für Samsung noch einmal höher getaktet und stellt die Speerspitze der mobilen Rechenleistung dar.
In Sachen Speicher macht Samsung reinen Tisch: Die 128-GB-Variante wurde gestrichen. Der Einstieg beginnt nun bei 256 GB für 999 Euro beim Basismodell. Das Ultra-Modell lässt sich sogar mit bis zu 1 TB internem Speicher und 16 GB RAM konfigurieren.
Das Ultra-Modell im Detail: Design-Evolution und Privacy Display
Das neue Flaggschiff der Serie, das Galaxy S26 Ultra, präsentiert sich in diesem Jahr als eine beeindruckende Kombination aus bewährter Stärke und mutigen Innovationen. Mit einer Tiefe von nur 7,99 mm ist das Gehäuse spürbar dünner geworden, was dem Gerät trotz seiner Größe eine moderne und elegante Silhouette verleiht. Das Design der Rückseite wurde subtil überarbeitet: Die Kameralinsen sitzen nun auf einer dezenten Erhebung, einer Art zusätzlichen Schicht, was dem Smartphone einen etwas markanteren und bulligeren Look verleiht, der ein wenig an das Galaxy Z Fold erinnert.
Ein Detail für Fans des S Pen: Der Eingabestift lässt sich aufgrund der neuen Gehäuseform und der Platzierung direkt in der Rundung nur noch einseitig einschieben. Um ihn im Dunkeln richtig zu platzieren, dient der Drücker in der Mitte als Orientierungshilfe, der beim Einstecken zum Nutzer zeigen muss.

Privatsphäre auf Knopfdruck
Das absolute Highlight ist jedoch das neue Privacy Display, das Samsung exklusiv im Ultra-Modell verbaut. Diese Technik erlaubt es, die Sichtbarkeit der Bildschirminhalte von den Seiten massiv einzuschränken, sodass neugierige Sitznachbarn im Zug oder Café lediglich eine dunkle Fläche sehen. Technisch wird dies durch eine intelligente Steuerung der Pixel erreicht, bei der ein Teil der Pixel gedimmt wird, um den Einblickwinkel zu begrenzen.
Besonders clever gelöst: Die Funktion lässt sich so einstellen, dass sie automatisch aktiviert wird, sobald sensible Anwendungen wie Banking-Apps oder die Galerie geöffnet werden. Sogar die Beschränkung auf bestimmte Bildschirmbereiche, etwa für private Benachrichtigungen, ist möglich.
Für eine erstklassige visuelle Erfahrung sorgt zudem das Corning Gorilla Glass Armor 2 auf der Vorderseite, das Reflexionen noch effektiver mindert als die Vorgängergeneration. Auf der Rückseite kommt robustes Corning Gorilla Glas Victus 2 zum Einsatz. Unter der Haube sorgt der Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy für brachiale Performance, wobei der Chip speziell für Samsung nochmals höher getaktet wurde.
Galaxy AI: Proaktive Intelligenz direkt auf dem Gerät
In Sachen künstlicher Intelligenz geht Samsung mit der dritten Generation der Galaxy AI den nächsten logischen Schritt. Ein zentraler Fokus liegt darauf, dass viele Funktionen nun On-Device ablaufen, was sowohl die Geschwindigkeit als auch den Datenschutz erhöht. Ein spannendes neues Feature ist Now Nudge. Diese KI denkt proaktiv mit und durchsucht beispielsweise eure Galerie nach passenden Urlaubsbildern, wenn ihr gerade in einem Chat danach gefragt werdet.
Auch die neue Now Barund der Now Briefsorgen für einen besseren Überblick, indem sie Termine, Nachrichten und Aktivitäten direkt auf dem Lockscreen zusammenfassen. Neben der bewährten Zusammenarbeit mit Google Gemini kooperiert Samsung nun zusätzlich mit Perplexity, um die Informationssuche noch präziser zu gestalten. Auch die Kamera profitiert massiv: Die neue Neural Lense Technologie ermöglicht die Suche nach Objekten auf dem gesamten Bildschirm, ohne diese einkreisen zu müssen.
Kamera-Power und Lade-Upgrade
Das Kamera-System des Ultra-Modells beeindruckt weiterhin mit einem 200 Megapixel Hauptsensor und einem fünffach optischen Zoom. Dank verbesserter Nightography und AI-gestützter Optimierung sollen Fotos und Videos auch bei schwierigen Lichtverhältnissen noch natürlicher und detailreicher wirken.
Ein lang gehegter Wunsch der Community geht beim Akku in Erfüllung: Das Galaxy S26 Ultra unterstützt nun 60 Watt Super-Schnellladen per Kabel. Kabellos sind dank Qi2-Standard bis zu 25 Watt möglich. Beim Galaxy S26 bleibt es bei 25 Watt, während das S26 Plus mit 45 Watt lädt. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt das Fehlen von integriertem MagSafe im Gehäuse; dieses Feature lässt sich jedoch über die neuen Original-Schutzhüllen nachrüsten.
Die Galaxy S26 Serie im direkten Vergleich
Die neue Generation der Galaxy Buds
Parallel zu den neuen Smartphones hat Samsung auch die nächste Generation seiner Kopfhörer entfesselt. Die Galaxy Buds4 und die Galaxy Buds4 Pro markieren eine konsequente Weiterentwicklung des bisherigen Designs und kommen in einem sehr hochwertig verarbeiteten Metall Blade Look daher. Besonders auffällig ist das neue Ladecase, das Samsung in einer transparenten Version gestaltet hat. Dadurch sind die Kopfhörer auch im geschlossenen Zustand von außen sichtbar, was den Geräten einen modernen und fast schon futuristischen Touch verleiht.
Farblich setzt Samsung neben den Klassikern Schwarz und Weiß auf ein echtes optisches Highlight: Die Exklusivfarbe Rosé Gold. Diese wirkt im direkten Vergleich sehr edel und weniger verspielt als frühere Farbexperimente. Preislich positioniert Samsung die Basisversion der Buds4 bei 179 Euro, während für das Pro-Modell 249 Euro fällig werden.
Zwei Konzepte für individuellen Tragekomfort
Samsung verfolgt bei der vierten Generation zwei klar unterschiedliche Ansätze beim Tragekomfort. Die Standard Galaxy Buds4 kommen komplett ohne Silikon-Aufsätze (Ear-Tips) aus. Sie werden einfach in die Ohrmuschel eingesetzt und richten sich an Nutzer, die ein offenes Tragegefühl bevorzugen und nicht das Gefühl eines komplett verschlossenen Gehörgangs mögen.
Die Galaxy Buds4 Pro hingegen sind klassische In-Ear-Kopfhörer mit Silikon-Tips. Diese Bauweise ist die Voraussetzung für die deutlich leistungsstärkere aktive Geräuschunterdrückung (ANC) und eine exzellente passive Isolation. Wer also viel in lauten Umgebungen wie Flugzeugen oder Zügen unterwegs ist, wird zwangsläufig zum Pro-Modell greifen müssen.
Technisch sind beide Modelle eng mit dem Galaxy-Ökosystem verzahnt und unterstützen Funktionen wie den Live-Übersetzer sowie die Steuerung über Google Gemini, was die Kopfhörer zu weit mehr als reinen Musik-Abspielgeräten macht.
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