Eigentlich sollte die große Enthüllung erst in ein paar Tagen über die Bühne gehen, doch Carl Pei und sein Team bei Nothing hatten offenbar andere Pläne. In einer für das Unternehmen typischen Manier wurde das Design des kommenden Nothing Phone (4a) bereits jetzt offiziell enthüllt.
Damit beendet der Hersteller die wochenlangen Spekulationen um das Aussehen des neuen Mittelklasse-Hoffnungsträgers und gibt uns einen konkreten Ausblick darauf, was uns beim Event am 5. März 2026 erwartet. Wer auf eine radikale Abkehr von der bisherigen Designsprache gehofft hatte, wird zwar nicht überrascht, doch im Detail stecken einige spannende Neuerungen, die das Gerät deutlich von seinem Vorgänger abheben.
Ein neues Gesicht für die Rückseite
Das auffälligste Merkmal bleibt natürlich die transparente Rückseite, die mittlerweile so etwas wie das Markenzeichen von Nothing geworden ist. Doch beim genaueren Hinsehen wird klar, dass man in London an den Details gefeilt hat. Die Kameraeinheit rückt beim Phone (4a) in den Fokus und präsentiert sich in einem neuen, pillenförmigen Modul, das optisch etwas harmonischer wirkt als bei der 3er-Generation.

Besonders spannend ist jedoch die Weiterentwicklung der LED-Beleuchtung. Anstatt der bisherigen geschwungenen Lichtstreifen kommt nun das sogenannte Glyph Bar System zum Einsatz. Dieses besteht aus neun quadratischen LED-Flächen, die sich aus insgesamt 63 Mini-LEDszusammensetzen. Laut Hersteller sind diese Lichter etwa 40 Prozent heller als bei den bisherigen Modellen der A-Serie und sollen ein natürlicheres, gleichmäßigeres Licht abgeben, ohne dass es zu unschönen Überstrahlungen kommt.
Hardware mit ordentlich Puste
Unter der Haube scheint Nothing (laut Engadget) ebenfalls eine Schippe draufzulegen, um den Anschluss an die obere Mittelklasse nicht zu verlieren. Den Takt gibt der Snapdragon 7s Gen 4 von Qualcomm vor, der für eine solide Performance im Alltag und auch bei anspruchsvolleren Anwendungen sorgen sollte. Unterstützt wird der Chipsatz je nach Konfiguration von bis zu 12 GB RAM und einem internen Speicher von 256 GB.

Besonders erfreulich ist der Blick auf die Energieversorgung, denn hier verbaut Nothing einen 5.400 mAh starken Akku. Damit dürfte das Phone (4a) auch bei intensiver Nutzung locker durch den Tag kommen. Geladen wird der Energiespeicher mit bis zu 50 Watt, was zwar keine neuen Weltrekorde aufstellt, aber für die meisten Nutzer im Alltag mehr als ausreichend schnell sein dürfte.
Display und Kamera auf hohem Niveau
Auf der Vorderseite erwartet uns ein 6,78 Zoll großes AMOLED-Display, das mit einer 1,5K-Auflösung und einer adaptiven Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz aufwartet. Das verspricht nicht nur knackscharfe Inhalte, sondern auch eine flüssige Bedienung, die man sonst eher von teureren Flaggschiffen kennt. Beim Thema Fotografie setzt Nothing auf ein Triple-Kamera-System.

Die Hauptkamera löst mit 50 Megapixeln auf und wird von einem Teleobjektiv flankiert, das einen 3,5-fachen optischen Zoom bietet. Das ist ein deutlicher Sprung nach vorne, da Zoom-Objektive in dieser Preisklasse leider immer noch keine Selbstverständlichkeit sind. Für Selfies steht auf der Front eine Kamera mit 32 Megapixeln bereit.
Farben, Preise und Marktstart
Nothing experimentiert bei dieser Generation sichtlich mit Farben. Neben den Klassikern Schwarz und Weiß wird das Phone (4a) auch in einem kräftigen Blau sowie in einem verspielten Pink erscheinen. Die Preise für den europäischen Markt sickern ebenfalls bereits durch. So soll das Basismodell mit 8 GB RAM in Deutschland für etwa 389 Euro an den Start gehen, während die Variante mit 12 GB RAM bei rund 429 Euro liegen dürfte.
Wer noch mehr möchte, muss auf das Phone (4a) Pro schielen, das parallel erscheint und unter anderem ein noch schnelleres 144 Hz Display sowie ein Gehäuse aus Aluminium mitbringt. Der offizielle Verkauf soll etwa Mitte März starten, wobei erste Vorbestellungen direkt nach dem Event am 5. März 2026 möglich sein werden.
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