Technik wird dann besonders spannend, wenn sie nicht nur auf dem Papier beeindruckt, sondern plötzlich ganz praktisch auf dem eigenen Schreibtisch landet. Genau dort will eufyMake mit dem neuen eufyMake E1 ansetzen. Der Hersteller bringt seinen Personal UV Drucker nun offiziell in den Handel und verspricht damit nicht weniger als den Einstieg in eine Drucktechnologie, die bislang vor allem professionellen Studios, Werbetechnikbetrieben und spezialisierten Druckereien vorbehalten war.
Der eufyMake E1 kombiniert hochauflösenden Vollfarbdruck mit UV Direktdruck und einer besonderen Funktion für fühlbare Oberflächen. Dadurch lassen sich Motive nicht nur farbig und detailreich auf unterschiedliche Materialien bringen, sondern auch mit Struktur versehen. Aus einer glatten Fläche kann so etwa eine Oberfläche mit Lederoptik, Pinselstrich Effekt oder geprägter Beschriftung entstehen.
Der Marktstart kommt nicht aus dem Nichts. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Projekt von mehr als 17.000 Unterstützerinnen und Unterstützern weltweit begleitet. Die Crowdfunding Phase hat damit früh gezeigt, dass es für kompakte UV Drucklösungen im Kreativ und Heimbereich ein spürbares Interesse gibt. Nun folgt der nächste Schritt vom viel beachteten Projekt zum regulär erhältlichen Produkt.
Vom Profi Werkzeug zum Kreativgerät für Zuhause
UV Druck ist im professionellen Umfeld längst etabliert, war für viele Privatnutzerinnen und Privatnutzer aber bislang kaum realistisch zugänglich. Die Geräte waren groß, teuer und oft auf gewerbliche Arbeitsabläufe ausgelegt. Mit dem E1 versucht eufyMake, diese Hürde zu senken und die Technik in ein Format zu bringen, das sich auch für Kreative, kleine Studios, Maker, Designerinnen, Bastler und kleine Unternehmen eignet.

Genau darin liegt der Reiz des Geräts. Personalisierung endet hier nicht beim Namen auf einem Objekt oder einem Logo auf einer Fläche. Der Druck kann eine zusätzliche haptische Ebene bekommen. Das macht den eufyMake E1 zu einem Werkzeug, das eher zwischen Desktop Drucker, Kreativmaschine und kleiner Produktionslösung angesiedelt ist.
3D Texturen mit bis zu fünf Millimetern Höhe
Das technische Herzstück des Systems ist die Amass3D Technologie. Sie ermöglicht laut Hersteller 3D Reliefstrukturen von bis zu fünf Millimetern Höhe. Damit kann der Drucker Oberflächen erzeugen, die nicht nur sichtbar, sondern auch fühlbar sind. Für kreative Anwendungen ist das ein wichtiger Unterschied, denn Materialwirkung entsteht nicht allein durch Farbe, sondern auch durch Struktur.
Eine Holzbox kann etwa mit einer lederähnlichen Oberfläche versehen werden. Auf einer Leinwand lassen sich Pinselstriche imitieren. Auf Metall kann eine Beschriftung entstehen, die wie geprägt wirkt. Solche Effekte machen den E1 besonders interessant für personalisierte Geschenke, Kleinserien, Designobjekte oder hochwertige Musterstücke.
Druck auf mehr als 300 Materialien
Die Vielseitigkeit des eufyMake E1 zeigt sich vor allem bei den unterstützten Oberflächen. Der Drucker soll auf mehr als 300 Materialien arbeiten können. Dazu zählen unter anderem Holz, Metall, Glas und Leder. Damit öffnet sich ein breites Feld an Anwendungsmöglichkeiten, von Dekorationsobjekten über Produktveredelung bis hin zu Prototypen und Kleinserien.
Die speziell entwickelte UV Tinte ist auf stabile Druckprozesse ausgelegt. Die fertigen Drucke sollen zudem witterungsbeständig sein. Das ist besonders relevant, wenn bedruckte Objekte nicht nur im Regal stehen, sondern tatsächlich genutzt werden. Personalisierte Trinkflaschen, Gehäuse, Schilder oder Outdoor geeignete Gegenstände müssen schließlich mehr aushalten als ein klassischer Papierausdruck.
Auch beim Thema Wartung will eufyMake den Einstieg möglichst niedrig halten. Das integrierte JetClean System soll Verstopfungen reduzieren und ein gleichmäßigeres Druckbild ermöglichen. Gerade bei Geräten, die nicht rund um die Uhr im professionellen Dauerbetrieb laufen, ist das wichtig. Viele private oder kleinere gewerbliche Nutzerinnen und Nutzer drucken eher projektbezogen. Ein wartungsarmes System kann hier den Unterschied machen, ob ein Gerät regelmäßig genutzt wird oder nach kurzer Euphorie stehen bleibt.
Software, Kamera und Laser sollen den Einstieg erleichtern
Damit der UV Druck nicht zur komplizierten Spezialdisziplin wird, setzt eufyMake auf ein Zusammenspiel aus Hardware und Software. Die zugehörige Design Software läuft auf PC, macOS, iOS und Android. Sie soll KI gestützte Werkzeuge, Vorlagen und Inspirationen bieten und den Weg von der Idee bis zum fertigen Druck möglichst einfach machen.
Für Anwenderinnen und Anwender bedeutet das im Idealfall weniger manuelles Ausrichten und weniger Fehldrucke. Gerade bei Einzelstücken oder teureren Materialien kann eine präzise Positionierung viel Frust vermeiden. Der E1 will damit nicht nur technisch leistungsfähig sein, sondern auch den Arbeitsablauf vereinfachen.
Modularer Aufbau für Flächen, Flaschen und Sticker
Der eufyMake E1 ist modular aufgebaut und lässt sich dadurch für unterschiedliche Aufgaben erweitern. Neben dem klassischen Flachdruck unterstützt das System auch den Druck auf zylindrischen Objekten. Dafür steht ein Rotationsmodul bereit, mit dem etwa Flaschen oder Becher bedruckt werden können.
Das erweitert die Zielgruppe deutlich. Wer personalisierte Trinkgefäße, Werbeartikel oder Geschenkprodukte herstellen möchte, bekommt dadurch mehr Flexibilität. Statt nur ebene Gegenstände zu bedrucken, lassen sich auch runde Objekte in den Workflow einbinden.
Zusätzlich bietet eufyMake ein DTF Modul an. DTF steht für Direct to Film. Damit können Sticker erstellt werden, die anschließend auch auf komplexe oder unebene Oberflächen aufgebracht werden. Das ist besonders praktisch, wenn ein direkter Druck auf ein Objekt nicht ideal ist oder wenn Motive flexibel auf verschiedenen Materialien eingesetzt werden sollen.
Preise, Bundles und Early Access Aktion
Zum Verkaufsstart ist der eufyMake E1 im Rahmen einer Early Access Phase erhältlich. Bis zum 31. Mai 2026 startet der Preis auf der eufyMake Webseite bei 2.299 Euro. Im Aktionszeitraum gibt es laut Hersteller Preisnachlässe von bis zu 400 Euro sowie Zusatzleistungen im Gesamtwert von bis zu 620 Euro.
Nach Ende der Early Access Phase steigen die regulären Preise. Das Basic Bundle kostet dann 2.499 Euro, das Deluxe Bundle 3.299 Euro. Damit bleibt der E1 zwar klar ein Gerät für ambitionierte Nutzerinnen und Nutzer, Kreativschaffende und kleine Unternehmen, positioniert sich aber unterhalb vieler klassischer professioneller UV Drucklösungen.
Ob sich die Investition lohnt, hängt stark vom geplanten Einsatz ab. Für gelegentliche Bastelprojekte ist der Preis hoch. Wer jedoch regelmäßig personalisierte Produkte, Kleinserien, Musterstücke oder individualisierte Geschenke produziert, bekommt mit dem E1 ein Werkzeug, das viele Arbeitsschritte direkt am eigenen Arbeitsplatz ermöglichen soll.
UV Tinten Abo soll Betriebskosten planbarer machen
Neben dem Gerät selbst kündigt eufyMake auch ein flexibles UV Tinten Abonnement an. Es soll ab dem 20. Mai 2026verfügbar sein. Der konkrete Preis steht noch aus. Nutzerinnen und Nutzer sollen Lieferintervalle flexibel wählen und Mengen anpassen können.
Für ein Gerät dieser Art ist das nicht unwichtig. Gerade beim UV Druck spielen Verbrauchsmaterialien eine zentrale Rolle. Wer regelmäßig produziert, muss nicht nur den Anschaffungspreis im Blick behalten, sondern auch Tinte, Wartung und mögliche Ausfallzeiten. Ein planbares Nachschubmodell kann hier helfen, den E1 stärker als dauerhaft nutzbares Produktionswerkzeug zu positionieren.
Ein spannender Schritt für die Maker Szene
Mit dem eufyMake E1 kommt ein Gerät auf den Markt, das eine bisher eher professionelle Drucktechnik in Richtung Schreibtisch und Kreativwerkstatt verschiebt. Besonders die Kombination aus Vollfarb UV Druck, 3D Reliefstrukturen, mehr als 300 unterstützten Materialien, Kamera Positionierung, Laser Ausrichtung und modularen Erweiterungen macht den Drucker interessant.
Der Anspruch ist klar: Der E1 soll nicht einfach ein weiterer Spezialdrucker sein, sondern ein möglichst zugängliches System für personalisierte, hochwertige und haptische Druckprodukte. Ob das im Alltag so reibungslos funktioniert, wie es die technischen Daten versprechen, wird sich erst in der Praxis zeigen. Die Nachfrage aus der Crowdfunding Phase deutet aber darauf hin, dass eufyMake hier einen Nerv trifft.
Für Kreative, kleine Labels, Maker und personalisierungsfreudige Technikfans könnte der eufyMake E1 damit zu einem der spannendsten neuen Werkzeuge des Jahres werden. Nicht, weil er UV Druck neu erfindet, sondern weil er ihn deutlich näher an jene Menschen bringt, die ihre Ideen direkt und sichtbar auf echte Objekte bringen wollen.
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