Nach rund 24 Stunden mit dem neuen OPPO Find X9 Ultra bleibt vor allem ein Eindruck hängen: Dieses Gerät will kein klassisches Smartphone sein, sondern eine Kamera, die zufällig auch telefonieren kann. Das merkt man sofort, sobald man es in die Hand nimmt. Das Design mit veganem Leder, die markante Kamerainsel und die bewusst an klassische Fototechnik angelehnten Details machen klar, wohin die Reise geht. Es ist kein Gerät, das sich unauffällig in die Masse einfügt. Es will gesehen werden und es will ernst genommen werden.
Mit einer UVP von 1.699 Euro positioniert sich das Gerät klar im absoluten Premiumsegment. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. OPPO selbst spricht vom größten Meilenstein in der eigenen Imaging-Geschichte. Eine große Ansage, die im Alltag erst einmal eingelöst werden muss. Nach den ersten Stunden fällt auf, dass das Gerät zwar sofort beeindruckt, aber auch eine gewisse Eingewöhnung erfordert. Gewicht, Balance und vor allem das dominante Kameramodul verändern das Handling spürbar.
Interessant ist auch, wie sehr sich das Nutzungserlebnis verändert, sobald man bewusst fotografiert. Das Gerät lädt dazu ein, Motive zu suchen, mit Zoomstufen zu spielen, Perspektiven auszuprobieren. Genau hier zeigt sich, dass OPPO bewusst ein anderes Nutzungsszenario adressiert als viele Wettbewerber.
Kamera trifft Statement-Piece
Noch bevor man sich mit Technik oder Software beschäftigt, definiert das Design des Find X9 Ultra den Charakter des Geräts. OPPO geht hier bewusst einen anderen Weg als viele Hersteller, die auf möglichst schlanke, minimalistische Designs setzen. Stattdessen wirkt das Gerät wie ein Hybrid aus Smartphone und Kamera, und das ist keineswegs subtil gemeint.
Die Rückseite mit veganem Leder sorgt zunächst für eine angenehme Haptik. Sie fühlt sich griffig an, vermeidet Fingerabdrücke und vermittelt ein hochwertiges, fast schon klassisches Gefühl. Gleichzeitig erinnert die Gestaltung bewusst an Kameras wie die Hasselblad X-Serie, inklusive horizontal platzierter Logos und klarer Linienführung. Dieses Detail wirkt nicht wie ein reines Marketing-Element, sondern tatsächlich durchdacht.
Das dominierende Element ist jedoch das Kameramodul. Es ist groß, präsent und verändert die gesamte Wahrnehmung des Geräts. Während andere Smartphones versuchen, Kameras möglichst unauffällig zu integrieren, macht OPPO genau das Gegenteil. Das Modul steht im Mittelpunkt und unterstreicht den Anspruch, hier mehr als nur ein „gutes Kamera-Smartphone“ zu bieten.
Im Alltag hat das spürbare Konsequenzen. Das Gerät liegt anders in der Hand, der Schwerpunkt ist leicht verschoben, und auch das Verstauen in Taschen fühlt sich weniger selbstverständlich an. Gleichzeitig entsteht aber auch ein gewisser „Werkzeug-Charakter“. Man hat das Gefühl, ein Gerät in der Hand zu halten, das für eine bestimmte Aufgabe optimiert wurde.
Auch die Verarbeitung hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Spaltmaße sind sauber, Materialien wirken hochwertig, nichts knarzt oder wirkt billig. Mit den Zertifizierungen IP66, IP68 und IP69 ist das Gerät zudem gegen Wasser und Staub geschützt, was den Anspruch unterstreicht, auch in anspruchsvolleren Situationen eingesetzt zu werden.
Die Farbvarianten Tundra Umber und Canyon Orange setzen unterschiedliche Akzente. Während Tundra Umber eher zurückhaltend und elegant wirkt, geht Canyon Orange deutlich mehr in Richtung Statement und fällt sofort ins Auge. Beide Varianten passen zum Gesamtbild: Dieses Smartphone will nicht neutral sein, sondern bewusst auffallen.
Kamerasystem: Zahlen, die beeindrucken sollen
Im Zentrum steht das neue Hasselblad Master Camera System. Vier Kameras (plus ein Farbspektral-Sensor)auf der Rückseite decken einen enormen Brennweitenbereich von 14 mm bis 460 mm ab. Auf dem Papier liest sich das spektakulär, in der Praxis ist vor allem die Kombination entscheidend. Denn hohe Megapixelzahlen allein bringen wenig, wenn die Abstimmung nicht stimmt und die Übergänge zwischen den einzelnen Brennweiten nicht sauber gelöst sind.
Die Hauptkamera setzt auf 200 Megapixel mit einem großen 1/1.12 Zoll Sensor und einer lichtstarken f/1.5-Blende. Schon nach kurzer Nutzung fällt auf, dass hier tatsächlich viel Licht eingefangen wird. Fotos wirken detailreich, dynamisch und gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen überraschend stabil. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die Software stark eingreift. Schatten werden aufgehellt, Highlights geglättet, Farben optimiert. Das Ergebnis ist oft beeindruckend, aber nicht immer authentisch.
Die zweite 200 MP Telekamera mit 3x Zoom spielt eine interessante Rolle. Sie ist so etwas wie der Allrounder im System und deckt viele Alltagssituationen ab. Besonders auffällig ist ihre Fähigkeit, auch im Nahbereich zu arbeiten. Makroaufnahmen gelingen mit überraschend viel Detail und Schärfe, was im Alltag tatsächlich mehr Mehrwert bringt als extreme Zoomstufen.
Das eigentliche Highlight ist jedoch das neue 50 MP 10x Teleobjektiv. Die aufwendige Prismenkonstruktion ermöglicht echten optischen Zoom in einem Bereich, der bisher meist nur digital abgedeckt wurde. In der Praxis bedeutet das: Motive in großer Entfernung lassen sich mit einer Klarheit einfangen, die man so bislang kaum von Smartphones kennt. Gerade bei Tageslicht entstehen Bilder, die fast schon an klassische Kameras erinnern.
Allerdings zeigt sich auch hier die Kehrseite. Je weiter man in den Zoombereich vordringt, desto stärker wird die Software aktiv. Details werden nachgeschärft, Strukturen teilweise künstlich ergänzt. Das Ergebnis ist beeindruckend, aber nicht immer „ehrlich“. Für Social Media perfekt, für puristische Fotografie mit Einschränkungen.
Ein spannender Aspekt ist die Farbabstimmung. Die Zusammenarbeit mit Hasselblad zeigt sich vor allem im sogenannten Master Mode. Hier wird die Bildverarbeitung bewusst reduziert, Kontraste bleiben natürlicher, Farben weniger gesättigt. In diesem Modus entfaltet das System sein eigentliches Potenzial. Allerdings muss man aktiv dorthin wechseln, im Standardmodus setzt OPPO klar auf gefällige, publikumswirksame Ergebnisse.
Zoom und Zubehör: Spielerei oder echter Mehrwert?
Ein interessantes Detail ist das optionale „Earth Explorer Kit“, das unter anderem einen 300 mm Telekonverter enthält. Damit erweitert sich das System theoretisch auf noch größere Brennweiten und bringt das Smartphone noch näher an klassische Kamerasysteme heran.
Auf den ersten Blick wirkt das wie eine technische Spielerei, fast schon wie ein Marketing-Gag. Doch je länger man sich damit beschäftigt, desto klarer wird: OPPO meint das ernst. Das Zubehör ist kein bloßes Gimmick, sondern ein Versuch, das Smartphone in ein modulares Kamerasystem zu verwandeln.
In der Praxis hängt der Nutzen stark vom Einsatzzweck ab. Für spontane Schnappschüsse im Alltag ist das Zubehör zu umständlich. Niemand wird unterwegs ständig einen Telekonverter montieren. Doch in bewusst geplanten Situationen, etwa bei Landschaftsaufnahmen, Tierfotografie oder auf Reisen, kann das System tatsächlich neue Möglichkeiten eröffnen.
Hinzu kommt das Explorer Case mit physischer Auslösetaste und Zoom-Drehrad. Diese Elemente verändern das Nutzungserlebnis spürbar. Das Fotografieren fühlt sich weniger nach „Smartphone bedienen“ und mehr nach „Kamera nutzen“ an. Das kann motivierend sein, wirkt aber gleichzeitig auch etwas ungewohnt.
Man stellt sich die Frage, ob dieser Ansatz langfristig tragfähig ist. Die meisten Nutzer erwarten von einem Smartphone maximale Flexibilität bei minimalem Aufwand. Zubehörlösungen widersprechen diesem Prinzip ein Stück weit. Dennoch zeigt OPPO hier Mut und experimentiert als einer der wenigen Hersteller mit einem Konzept, das sich bewusst vom Mainstream abhebt.
Video: Fast schon auf Profi-Niveau
Im Videobereich legt OPPO ebenfalls ordentlich nach und positioniert das Find X9 Ultra klar als Werkzeug für ambitionierte Nutzer. Möglich sind 4K mit 60 fps in Dolby Vision, 4K mit 120 fps sowie sogar 8K mit 30 fps. Das klingt zunächst nach typischen Flaggschiff-Spezifikationen, doch die Umsetzung geht deutlich darüber hinaus.
Besonders auffällig ist die Konsistenz der Videoqualität über verschiedene Brennweiten hinweg. Während viele Smartphones beim Wechsel zwischen Kameras sichtbare Unterschiede zeigen, bleibt das Bild hier vergleichsweise homogen. Das ist im Alltag ein echter Vorteil, gerade bei dynamischen Aufnahmen.
Das neue O-Log2-Profil richtet sich klar an fortgeschrittene Nutzer. Es ermöglicht flachere Aufnahmen mit mehr Spielraum für die Nachbearbeitung. Farben wirken zunächst unspektakulär, lassen sich aber später deutlich flexibler anpassen. In Kombination mit der Unterstützung für professionelle Farbstandards wird das Smartphone tatsächlich interessant für semi-professionelle Videoproduktionen.
Ein weiteres Highlight ist die Integration von 3D-LUTs. Diese können direkt auf dem Gerät geladen und in Echtzeit angewendet werden. Das erlaubt es, bereits beim Filmen eine klare visuelle Richtung festzulegen. Für Content Creator, die schnell arbeiten müssen, ist das ein echter Vorteil.
Auch die hohe Framerate von 4K mit 120 fps eröffnet kreative Möglichkeiten. Zeitlupen wirken flüssig und detailreich, ohne dass die Qualität stark einbricht. Gleichzeitig zeigt sich aber auch hier, dass solche Funktionen eher eine Nische bedienen. Für klassische Alltagsvideos sind sie meist überdimensioniert.
Es bleibt die Frage nach dem tatsächlichen Nutzen für die breite Masse. Viele Nutzer werden einen Großteil dieser Features nie aktiv einsetzen. Für sie bleibt das System eher beeindruckend als notwendig. Für eine kleinere Zielgruppe hingegen könnte das Find X9 Ultra genau die richtige Mischung aus Flexibilität und Qualität bieten.
Display und Performance: High-End ohne Überraschungen, aber mit kleinen Fragezeichen
Abseits der Kamera liefert das Find X9 Ultra genau das, was man in dieser Preisklasse erwarten darf und in einigen Punkten sogar ein bisschen mehr. Das 6,82 Zoll große AMOLED-Display mit QHD+ Auflösung und 144 Hz gehört klar zur Oberklasse und macht im Alltag sofort einen sehr starken Eindruck. Inhalte wirken gestochen scharf, Farben sind kräftig, ohne komplett überzogen zu wirken, und die Blickwinkelstabilität ist auf einem sehr hohen Niveau.
Besonders auffällig ist die enorme Helligkeit von bis zu 3.600 Nits. In der Praxis bedeutet das: Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Display problemlos ablesbar. Das ist kein Marketingwert, der nur auf dem Papier existiert, sondern ein echter Vorteil im Alltag. Gleichzeitig kann das Panel die Helligkeit auch stark herunterregeln, was die Nutzung bei Dunkelheit angenehm macht und die Augen schont.
Die 144 Hz Bildwiederholrate sorgt für ein extrem flüssiges Nutzungserlebnis. Scrollen durch Apps, Webseiten oder Social Media fühlt sich jederzeit butterweich an. Auch Animationen wirken sauber und präzise. Interessant ist dabei, dass OPPO die hohe Bildrate sinnvoll einsetzt und sie nicht einfach dauerhaft erzwingt, sondern je nach Inhalt dynamisch anpasst, um Energie zu sparen.
Unter der Haube arbeitet die Snapdragon 8 Elite Gen 5 Plattform, aktuell eine der leistungsstärksten Lösungen im Android-Bereich. Im Alltag zeigt sich das erwartungsgemäß deutlich. Apps starten ohne Verzögerung, Multitasking läuft absolut flüssig und selbst anspruchsvolle Anwendungen wie Bildbearbeitung oder 8K-Video stellen kein Problem dar.
Ein kleiner, aber durchaus erwähnenswerter Punkt ist der verbaute Arbeitsspeicher. OPPO setzt hier auf 12 GB RAM, während viele andere Ultra-Flaggschiffe inzwischen häufig mit 16 GB RAM ausgestattet sind. Gerade bei einem Gerät, das sich so stark auf High-End-Kamera, Videoverarbeitung und AI-Funktionen fokussiert, wirkt diese Entscheidung zumindest hinterfragbar. Mehr RAM könnte perspektivisch bei sehr anspruchsvollen Workflows oder Multitasking-Szenarien Vorteile bringen.
Im aktuellen Alltag zeigt sich davon allerdings nichts. Die Performance ist durchweg flüssig, Apps bleiben im Hintergrund stabil, und auch bei intensiver Nutzung lassen sich keine Engpässe erkennen. Es ist also eher eine theoretische Diskussion für Power-User als ein praktisches Problem im täglichen Einsatz.
Gerade im Zusammenspiel mit den Kamera- und Videofunktionen wird klar, warum die Gesamtleistung so hoch sein muss. Das Gerät verarbeitet enorme Datenmengen in Echtzeit, etwa bei HDR-Aufnahmen, KI-Optimierungen oder beim Wechsel zwischen verschiedenen Kameras. Dabei bleibt die Performance stabil, was auch dem Kühlsystem mit Vapor Chamber zu verdanken ist. Selbst bei längerer Nutzung wird das Gerät zwar spürbar warm, aber nicht unangenehm heiß.
Akku: Große Zahlen, erste gute Eindrücke, aber noch kein finales Urteil
Mit 7.050 mAh setzt OPPO beim Akku ein klares Ausrufezeichen. Das ist deutlich mehr als bei den meisten aktuellen Flaggschiffen und weckt entsprechend hohe Erwartungen an die Laufzeit.
Nach den ersten 24 Stunden Nutzung lässt sich zumindest festhalten, dass der Akku einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Selbst bei intensiver Nutzung mit viel Kameraeinsatz, Display-On-Time, Social Media und ersten Videoaufnahmen zeigt sich das Gerät ausdauernd. Ein kompletter Tag mit anspruchsvoller Nutzung ist problemlos möglich, teilweise bleibt am Abend sogar noch ausreichend Reserve.
Allerdings muss man an dieser Stelle klar sagen: Eine wirklich fundierte Bewertung der Akkulaufzeit ist nach 24 Stunden noch nicht möglich. Faktoren wie Langzeitnutzung, unterschiedliche Nutzungsszenarien, Standby-Verhalten oder auch die Optimierung durch Software-Updates lassen sich erst im ausführlichen Test beurteilen. Hier bleibt also noch ein gewisser Vorbehalt.
Beim Laden zeigt sich das Gerät dagegen schon jetzt sehr überzeugend. Mit 100W kabelgebundenem Laden lässt sich der Akku in kurzer Zeit wieder aufladen, was gerade bei einem so großen Akku wichtig ist. Auch 50W kabelloses Ladengehört zur absoluten Spitzenklasse und sorgt für zusätzliche Flexibilität im Alltag.
Interessant ist zudem das Energiemanagement. OPPO setzt hier auf eine Kombination aus Hardware und Software, um die Effizienz zu steigern. Erste Eindrücke deuten darauf hin, dass das System gut abgestimmt ist, etwa durch adaptive Displaysteuerung oder intelligente Hintergrundprozesse.
ColorOS 16: Viele Ideen, viel Potenzial, noch nicht alles ausgereift
Mit ColorOS 16 liefert OPPO beim Find X9 Ultra nicht nur ein klassisches Android-Interface, sondern versucht gleichzeitig, das Nutzungserlebnis stärker in Richtung personalisierte, KI-gestützte Assistenz zu verschieben. Schon nach den ersten Stunden wird klar: Hier steckt viel Ambition drin, aber auch noch einiges an Feinschliffbedarf.
Optisch und funktional wirkt ColorOS weiterhin aufgeräumt, schnell und gut strukturiert. Animationen laufen flüssig, Menüs sind logisch aufgebaut und die Systemperformance ist durchweg hoch. Wer bereits mit früheren Versionen vertraut ist, findet sich sofort zurecht. Gleichzeitig gibt es genug Anpassungsmöglichkeiten, um das System individuell zu gestalten, ohne dass es überladen wirkt.
Spannend wird es bei den neuen AI-Funktionen, die OPPO stärker in den Mittelpunkt rückt. Mit AI Mind Space führt der Hersteller eine Art zentrale Sammelstelle für Inhalte ein. Screenshots, Notizen, Belege oder andere Informationen können per Geste oder Schnellfunktion erfasst und automatisch strukturiert werden. Die Idee dahinter ist klar: weniger Chaos, mehr Übersicht im digitalen Alltag. In der Praxis funktioniert das grundsätzlich gut, wirkt aber noch nicht in jeder Situation komplett durchdacht. Manchmal fehlt die Kontext-Erkennung, manchmal ist der Mehrwert nicht sofort ersichtlich.
Darauf aufbauend kommt AI Mind Pilot ins Spiel. Diese Funktion soll verschiedene AI-Modelle im Hintergrund koordinieren und je nach Aufgabe automatisch die passende Lösung auswählen. Das klingt ambitioniert und ist es auch. In der Praxis merkt man davon aktuell aber eher punktuell etwas. Antworten oder Vorschläge wirken teilweise hilfreich, teilweise aber auch generisch. Hier zeigt sich deutlich, dass OPPO noch am Anfang einer Entwicklung steht, die langfristig spannend sein könnte.
Ein weiterer Ansatz ist Live Space, eine überarbeitete Form der Benachrichtigungsdarstellung. Informationen werden gebündelt und interaktiv dargestellt, ähnlich wie man es von anderen Plattformen kennt. Das funktioniert im Alltag solide und sorgt für etwas mehr Übersicht, ohne das System grundlegend zu verändern.
Interessant ist auch der Fokus auf praktische Alltagsszenarien. Mit Funktionen wie AI Menu Translation versucht OPPO, konkrete Probleme zu lösen, etwa beim Reisen. Speisekarten werden nicht nur übersetzt, sondern auch visuell ergänzt. Das ist eine clevere Idee, die im richtigen Kontext tatsächlich hilfreich sein kann. Allerdings hängt der Nutzen stark davon ab, wie oft man solche Situationen wirklich hat.
Generell bleibt nach 24 Stunden der Eindruck, dass OPPO sehr viele AI-Ansätze gleichzeitig verfolgt. Das sorgt für eine gewisse Fragmentierung. Einzelne Features wirken sinnvoll, aber das große, übergreifende Konzept ist noch nicht vollständig greifbar. Hier fehlt aktuell noch die Tiefe und vor allem die konsequente Integration in den Alltag.
Fazit nach 24 Stunden: Beeindruckend, aber nicht für jeden
Das OPPO Find X9 Ultra ist ein Statement. Technisch beeindruckend, vor allem im Bereich Kamera und Video, mit klarer Ausrichtung auf kreative Nutzer. Es zeigt, wie weit Smartphone-Fotografie inzwischen gehen kann und wo die Grenzen langsam verschwimmen.
Wie auch schon das Vivo X300 Ultra wirkt es in vielen Bereichen fast überambitioniert. Nicht jede Funktion ist im Alltag wirklich relevant, und der Fokus auf Fotografie geht teilweise zulasten der universellen Alltagstauglichkeit. Das Gerät fordert seinen Nutzer, statt sich komplett anzupassen.
Nach den ersten 24 Stunden bleibt daher ein bewusst differenzierter Eindruck. Wer sich für Fotografie und Video begeistert, bekommt hier eines der spannendsten Smartphones am Markt. Wer einfach nur ein zuverlässiges, ausgewogenes Allround-Gerät sucht, könnte sich von der Komplexität und Spezialisierung eher abgeschreckt fühlen.
Das Find X9 Ultra startet ab sofort weltweit und kostet 1699 Euro und kann im offiziellen Oppo-Store sowie bei 0815.at vorbestellt werden. Zum Start gibt es für Vorbestellen ausserdem die Möglichkeit aus einem kostenlosen Geschenk zu wählen. Unter anderem stehen das neue Oppo Pad 5 sowie die ebenfalls heute vorgestellt Oppo Watch X3 zur Wahl.
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