Mähroboter haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Begrenzungskabel verschwinden zunehmend aus den Gärten, separate Funkantennen werden optional und Kameras sowie künstliche Intelligenz sollen dafür sorgen, dass Spielzeug, Tiere und andere Hindernisse rechtzeitig erkannt werden. Der MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD treibt diese Entwicklung auf die Spitze. Er ist groß, schwer, technisch aufwendig und mit einem Preis von mehr als 2.000 Euro alles andere als ein spontaner Mitnahmeartikel.
MOVA verspricht dafür einen Mähroboter, der große Rasenflächen ohne Begrenzungskabel, ohne RTK Antenne und sogar ohne dauerhafte WLAN Verbindung bewältigt. Ein LiDAR Scanner, mehrere Kameras, vier einzeln angetriebene Räder und ein Doppelmähwerk mit 40 Zentimetern Schnittbreite sollen ihn zum Spezialisten für große und komplizierte Gärten machen.
Im Praxistest zeigt sich schnell, dass hinter dem martialischen Auftritt tatsächlich viel Leistung steckt. Gleichzeitig offenbaren sich aber auch einige Punkte, an denen MOVA noch nacharbeiten muss. Vor allem der Kantenschnitt, die teilweise verschachtelte App und einige Entscheidungen der Hinderniserkennung verhindern einen vollkommen überzeugenden Auftritt.
Schon die Verpackung macht die Dimensionen deutlich
Wer den LiDAX Ultra 2000 AWD geliefert bekommt, sollte beim Transport besser beide Hände frei haben. Bereits das komplette Paket bringt ein stattliches Gewicht auf die Waage. Allein der Roboter wiegt 23,6 Kilogramm. Das ist weit entfernt von den kompakten Mährobotern, die man bei Bedarf unkompliziert unter den Arm klemmt.
Die große und stabile Verpackung schützt den Roboter zuverlässig. Im Inneren befinden sich neben dem eigentlichen Gerät die Ladestation, ein kräftig dimensioniertes Netzteil, das passende Verbindungskabel und sämtliches Zubehör für die Montage. MOVA legt unter anderem Bodenanker, Werkzeug, Ersatzmesser, Ersatzschrauben und eine Reinigungsbürste bei.
Auch die Dokumentation fällt umfangreich aus. Ein großer Schnellstartleitfaden erklärt verständlich, wie die Ladestation positioniert werden muss und welche Abstände zu Wänden oder anderen Hindernissen einzuhalten sind. Wer sich nicht ausschließlich auf die Anleitung in der App verlassen möchte, erhält hier eine brauchbare Grundlage für die erste Einrichtung.
Die vielen Einzelteile wirken zunächst etwas überwältigend. Nach dem Auspacken zeigt sich jedoch, dass der Aufbau grundsätzlich logisch gestaltet ist. Die Ladestation besteht aus mehreren Elementen, lässt sich aber ohne besondere Vorkenntnisse zusammensetzen und anschließend mit den mitgelieferten Bodenankern befestigen.
Groß, schwer und überraschend futuristisch
In natura wirkt der MOVA noch imposanter als auf Produktbildern. Das Gehäuse misst 740 Millimeter in der Länge, 532 Millimeter in der Breite und 321 Millimeter in der Höhe. Der LiDAX Ultra 2000 AWD ist damit ein echter Brocken.

Die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse wirkt stabil, die Spaltmaße passen und auch die beweglichen Bauteile machen keinen billigen Eindruck. Unter einer Abdeckung auf der Oberseite befindet sich das Bedienfeld. MOVA kombiniert hier ein kleines Display mit einem drehbaren und drückbaren Bedienelement.
Diese Lösung kennt man in ähnlicher Form aus modernen Fahrzeugen. Das Drehrad vermittelt ein angenehmes Druckgefühl und ermöglicht eine recht intuitive Bedienung. Sprache, Sicherheitscode und grundlegende Einstellungen lassen sich dadurch direkt am Roboter konfigurieren. Für viele Funktionen wird zwar weiterhin die App benötigt, vollständig abhängig vom Smartphone ist man aber nicht.
Auf der Rückseite sitzt der große und gut erreichbare Stoppknopf. Er fällt sogar noch auffälliger aus als bei vielen anderen Mährobotern. Das ist angesichts der Größe und Leistung des Geräts sinnvoll. Im Notfall kann der Mähvorgang schnell und eindeutig unterbrochen werden.
Navigation ohne Begrenzungskabel und RTK Antenne
Die eigentliche Besonderheit des LiDAX Ultra 2000 AWD befindet sich auf der Oberseite. Dort sitzt der namensgebende LiDAR Scanner. Er erfasst die Umgebung und erstellt daraus ein räumliches Modell des Gartens.
MOVA verzichtet dadurch auf ein klassisches Begrenzungskabel. Auch eine fest installierte RTK Antenne wird nicht benötigt. Gerade bei großen Grundstücken ist das ein großer Vorteil. Es müssen keine Kabel rund um die Rasenfläche verlegt und bei späteren Veränderungen des Gartens mühsam angepasst werden.
Auch gegenüber Mährobotern mit satellitengestützter Navigation besitzt das System Vorteile. Bäume, hohe Hecken, Gebäude oder überhängende Sträucher können den Satellitenempfang beeinträchtigen. Der LiDAR Scanner arbeitet dagegen mit den Strukturen der direkten Umgebung.
Laut MOVA erreicht der Scanner eine Erfassungsweite von bis zu 70 Metern. Der Roboter orientiert sich an Wänden, Bäumen, Sträuchern und anderen festen Objekten. Eine dauerhafte Verbindung zu WLAN oder Mobilfunk ist für den eigentlichen Mähbetrieb nicht erforderlich.
Im Test funktionierte diese Form der Navigation überzeugend. Der MOVA bewegte sich sicher durch den kartierten Bereich und hatte auch unter Bedingungen keine grundsätzlichen Orientierungsprobleme, unter denen eine rein satellitengestützte Navigation an ihre Grenzen kommen könnte.
Ganz ohne Nachteile ist der LiDAR Ansatz allerdings nicht. Überhängende Sträucher werden zuverlässig erkannt, selbst wenn unter ihnen eigentlich genügend Platz für den Roboter vorhanden wäre. Der MOVA fährt dann vorsichtig um die Zweige herum, statt darunter hindurchzufahren.
Eine Möglichkeit, solche Bereiche gezielt freizugeben, wäre hilfreich. In der getesteten Software ließ sich dem Roboter nicht einfach mitteilen, dass er unter einem bestimmten Strauch weiterfahren darf. Hier wäre eine Option in der App sinnvoll, mit der Anwender einzelne Hindernisse dauerhaft als ungefährlich markieren können.
Kamera und künstliche Intelligenz beobachten den Garten
Ergänzend zum LiDAR Scanner besitzt der MOVA ein Kamerasystem an der Vorderseite. MOVA bezeichnet die Kombination als UltraView 3.0. Zum Einsatz kommt ein System aus einer RGB Kamera und einem zusätzlichen Sensor für die räumliche Erfassung.
Die Kamera besitzt einen Blickwinkel von 120 Grad. In Verbindung mit der dreidimensionalen Erkennung soll der Roboter Tiere, Personen, Fußbälle, Spielzeug und zahlreiche weitere Objekte unterscheiden können. MOVA spricht von mehr als 800 erkennbaren Objektarten.
Ab Werk war die Erkennung im Test so eingestellt, dass Hindernisse erst ab einer Höhe von etwa 20 Zentimeternberücksichtigt wurden. Für einen Garten, in dem kleinere Spielzeuge, Bälle oder Tierutensilien herumliegen, ist das zu großzügig. Niedrigere Gegenstände können dadurch unter das Gehäuse und in die Nähe des Mähwerks gelangen.
In der App lässt sich die Erkennungsschwelle auf 5 Zentimeter reduzieren. Nach dieser Anpassung funktionierte die Hindernisvermeidung deutlich zuverlässiger. MOVA sollte diese Einstellung aus Sicherheitsgründen bereits ab Werk vorsichtiger wählen oder den Anwender während der Einrichtung deutlicher darauf hinweisen.
Das System kann außerdem unbekannte Personen erkennen und eine Benachrichtigung an das Smartphone senden. Über die App lässt sich sogar ein Livebild der Kamera abrufen. Eine Audiofunktion erlaubt es, über den Roboter mit einer Person im Garten zu sprechen.
Das klingt zunächst etwas verspielt, kann im Alltag aber durchaus praktisch sein. Liegt Spielzeug auf der Rasenfläche, lässt sich beispielsweise ein Familienmitglied direkt über den Mähroboter darauf aufmerksam machen. Zusätzlich kann der MOVA manuell ferngesteuert und damit als fahrende Gartenkamera verwendet werden.
Die Kartierung gelingt unkompliziert
Vor dem ersten Mähvorgang muss der Garten kartiert werden. Die App führt durch die notwendigen Schritte und kontrolliert, ob der Roboter korrekt vorbereitet ist. Unter anderem weist sie darauf hin, die obere Abdeckung zu schließen und den zuvor vergebenen Sicherheitscode einzugeben.
Während der Kartierung wird der MOVA durch den Garten geführt. Der Anwender legt die äußeren Grenzen der Rasenfläche fest und kann anschließend weitere Bereiche definieren. No Go Zonen, Beete, Spielbereiche und andere Flächen lassen sich von der Bearbeitung ausschließen.
Mehrere Mähzonen werden ebenfalls unterstützt. Das ist besonders für Grundstücke interessant, bei denen sich Rasenflächen vor und hinter dem Haus befinden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Roboter diese Bereiche über einen ausreichend breiten und befahrbaren Korridor erreichen kann.
Die Kartierung funktionierte im Test insgesamt zuverlässig. Der Roboter verstand die erfasste Fläche und hielt sich im späteren Betrieb an die vorgegebenen Grenzen. Die fehlende RTK Antenne vereinfacht die Installation zusätzlich, weil kein geeigneter Standort mit freier Sicht zum Himmel gesucht werden muss.
Allradantrieb für anspruchsvolles Gelände
Das Kürzel AWD im Namen steht für den Allradantrieb. Jedes der vier Räder besitzt einen eigenen Antrieb. Laut MOVA kommen Radnabenmotoren mit jeweils 116 Watt zum Einsatz.
Der Vorteil zeigt sich vor allem auf unebenem, feuchtem oder steilem Gelände. Der Roboter kann das Drehmoment gezielt auf die einzelnen Räder verteilen und verliert dadurch weniger schnell den Halt. MOVA gibt eine maximale Steigung von bis zu 80 Prozent an.
An der Vorderseite verwendet MOVA spezielle Räder, die enge Richtungswechsel ermöglichen. Der Roboter kann dadurch auf relativ kleinem Raum wenden, auch wenn seine großen Abmessungen physikalische Grenzen setzen.
Die Radaufhängung gleicht Höhenunterschiede von bis zu 6 Zentimetern aus. Dadurch kann der MOVA kleinere Kanten, Übergänge und Unebenheiten überwinden. Das ist praktisch, wenn verschiedene Rasenbereiche über einen leicht erhöhten Weg oder eine flache Schwelle miteinander verbunden sind.
Die Größe bleibt dennoch ein entscheidender Faktor. Der LiDAX Ultra 2000 AWD benötigt nach Herstellerangabe eine Durchfahrtsbreite von mindestens ungefähr 60 Zentimetern. Im Test blieb ein schmaler Bereich hinter einem Busch ungemäht, obwohl er während der Kartierung noch angefahren werden konnte.
Der Roboter stufte die Passage im regulären Betrieb offenbar als zu eng ein. Für verwinkelte Gärten mit schmalen Durchfahrten ist das ein Nachteil. Seine Stärken spielt der MOVA eindeutig auf großen und vergleichsweise offenen Flächen aus.
Zwei Mähscheiben sorgen für hohes Tempo
Unter dem massiven Gehäuse sitzen zwei separate Mähscheiben. Jede Scheibe ist mit sechs Klingen ausgestattet. Insgesamt arbeitet der MOVA also mit zwölf Messern.
Die beiden Mähscheiben erreichen gemeinsam eine Schnittbreite von 40 Zentimetern. Das ist deutlich mehr als bei vielen kompakteren Mährobotern. Der MOVA bearbeitet dadurch mit jeder Bahn eine größere Fläche und kommt entsprechend schnell voran.
Das Schnittbild fiel auf der freien Fläche sauber und gleichmäßig aus. Der Roboter zog nachvollziehbare Bahnen und hinterließ keine auffälligen ungemähten Streifen. Auch die Übergänge zwischen den einzelnen Bahnen wirkten ordentlich.
Die Mähscheiben sind beweglich gelagert und können sich an unterschiedliche Bodenverhältnisse anpassen. Sie bewegen sich nach oben und unten. Zusätzlich kann das System seitlich reagieren, um näher an den Rand zu gelangen.
Die Schnitthöhe lässt sich im Bereich von 3 bis 10 Zentimetern einstellen. Die Anpassung erfolgt direkt am Roboter oder über die App. Damit deckt der MOVA sowohl kurz gehaltene Zierrasenflächen als auch etwas längere und robustere Rasenarten ab.
Der Kantenschnitt bleibt hinter den Erwartungen zurück
MOVA wirbt damit, dass der Roboter bis auf weniger als 3 Zentimeter an den Rand mähen kann. Im Test ließ sich dieses Versprechen nicht durchgehend bestätigen.
An festen Begrenzungen blieb teilweise ein Streifen von mehr als 5 Zentimetern stehen. Das ist kein katastrophales Ergebnis, aber sichtbar mehr als beworben. Wer eine vollständig gepflegte Rasenkante erwartet, muss regelmäßig mit einem Rasentrimmer nacharbeiten.
In der App gibt es eine Einstellung, mit der der Roboter weniger vorsichtig an den Rand heranfährt. Diese Option war im Test bereits aktiviert. Eine weitere Einstellung, mit der sich der Abstand noch stärker reduzieren lässt, war nicht zu finden.
Andere Mähroboter lösen den Kantenschnitt teilweise besser. Manche Modelle setzen die Mähscheibe weiter außen am Gehäuse an oder fahren mit einem Rad direkt auf einer ebenen Rasenkante. Beim großen MOVA bleibt der Abstand zwischen Gehäusekante und Messerbereich zwangsläufig ein Thema.
Das gute Schnittbild auf der Fläche steht dadurch einem nur durchschnittlichen Ergebnis an den Rändern gegenüber. Gerade bei einem Gerät dieser Preisklasse darf man hier kritisch sein.
Ausgelassene Stellen werden eigenständig nachbearbeitet
Erkennt der Roboter während des Mähens eine Person oder ein bewegliches Hindernis, umfährt er den betreffenden Bereich. Später versucht er, die ausgelassene Stelle nachzuholen.
Grundsätzlich ist das sinnvoll. Der MOVA soll am Ende eine möglichst vollständig gemähte Fläche hinterlassen. Problematisch ist allerdings, dass der Zeitpunkt dieser Nachbearbeitung nicht klar steuerbar ist.
Im Test entschied der Roboter selbstständig, wann er zu ausgelassenen Bereichen zurückkehrte. Dabei konnte es vorkommen, dass er mitten in einem laufenden Bahnmuster plötzlich quer über den Rasen fuhr.
Das ist besonders unpraktisch, wenn bewegliche Gegenstände wie ein Trampolin abschnittsweise verschoben werden. Eine sinnvolle Strategie besteht darin, zunächst eine Seite mähen zu lassen, das Trampolin anschließend zu versetzen und danach die andere Seite freizugeben. Wenn der Roboter zwischendurch unerwartet zu früher ausgelassenen Punkten fährt, wird dieser Ablauf gestört.
In der App fehlte eine leicht auffindbare Möglichkeit, die Nachbearbeitung auf das Ende des Mähvorgangs zu verschieben oder vollständig auf den nächsten Durchgang zu übertragen. Eine solche Funktion würde die Kontrolle über komplexere Mähabläufe deutlich verbessern.
Reichweite und Akkuleistung passen zur Größe
Der MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD ist für Rasenflächen von bis zu 2.000 Quadratmetern vorgesehen. Die Bezeichnung 2000 im Produktnamen bezieht sich auf diese Flächenklasse.
Mit einer Akkuladung sollen unter günstigen Bedingungen bis zu 1.000 Quadratmeter bearbeitet werden können. MOVA nennt eine Laufzeit von etwa 165 Minuten. Anschließend fährt der Roboter selbstständig zur Ladestation zurück.
Diese Kombination aus hoher Reichweite und vergleichsweise kurzer Ladepause passt gut zum Einsatzzweck. Selbst große Grundstücke lassen sich in mehreren automatischen Etappen bearbeiten. Der Anwender muss dabei nicht eingreifen.
Die praktische Flächenleistung hängt selbstverständlich von der Form des Gartens, der Anzahl der Hindernisse, der gewählten Schnitthöhe, dem Zustand des Rasens und den Steigungen ab. Ein offenes Grundstück wird schneller bearbeitet als eine stark verwinkelte Fläche mit zahlreichen Bäumen, Beeten und Gartenmöbeln.
Wetterfest und leicht zu reinigen
Der MOVA besitzt eine Zertifizierung nach IPX6. Er ist damit gegen kräftiges Strahlwasser geschützt. Die Unterseite kann laut Hersteller mit einem Gartenschlauch gereinigt werden.
Das ist bei einem großen Mähroboter besonders praktisch. Grasreste und feuchte Erde sammeln sich zwangsläufig rund um die Mähscheiben und Räder. Eine Reinigung mit Bürste und Wasser ist deutlich angenehmer als das mühsame Entfernen jedes einzelnen Rückstands von Hand.
Trotz der hohen Wetterfestigkeit besitzt der Roboter einen Regensensor. Beginnt es zu regnen, beendet er den Mähvorgang und kehrt zur Ladestation zurück. Nach dem Ende des Regens kann die Arbeit fortgesetzt werden.
Der Regensensor schont den Rasen und verhindert, dass nasses Gras unnötig verklumpt. Gerade bei leistungsstarken Mährobotern mit breiten Mähscheiben kann feuchter Rasenschnitt ansonsten schneller an der Unterseite haften bleiben.
Die App bietet viel, wirkt aber überladen
Die MOVA App ist die zentrale Schaltstelle für den LiDAX Ultra 2000 AWD. Hier werden Karten, Zonen, Zeitpläne, Schnitthöhen, Mähmuster und Sicherheitsfunktionen verwaltet.
Der Funktionsumfang ist groß. Anwender können mehrere Bereiche anlegen, Sperrzonen definieren und für jede Zone individuelle Einstellungen vornehmen. Auch der Zustand von Verschleißteilen wird angezeigt. Die App informiert darüber, wann Messer oder andere Komponenten kontrolliert beziehungsweise ausgetauscht werden sollten.
Zusätzlich stehen Wartungsanleitungen und Softwareaktualisierungen zur Verfügung. MOVA kann dadurch neue Funktionen ergänzen und bestehende Abläufe verbessern.
Im Alltag wirkt die Anwendung allerdings teilweise verschachtelt. Manche Einstellungen sind nicht dort zu finden, wo man sie intuitiv erwarten würde. Gerade in den ersten Tagen ist einiges an Sucharbeit erforderlich.
Im Test reagierte die App gelegentlich verzögert. Teilweise schien sie für einen Moment nicht mehr auf Eingaben zu reagieren, bevor die Funktion schließlich doch ausgeführt wurde. Solche Hänger waren nicht dauerhaft, passen aber nicht zum Premiumanspruch des Produkts.
MOVA sollte die Menüstruktur vereinfachen und wichtige Einstellungen deutlicher hervorheben. Besonders die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung, das Verhalten an Rändern und die Nachbearbeitung ausgelassener Flächen verdienen leichter zugängliche Optionen.
Mähmuster als verspielte Zusatzfunktion
Neben den praktischen Einstellungen bietet MOVA einige Funktionen, die eher dem Unterhaltungswert dienen. Der Roboter kann bestimmte Muster in den Rasen mähen. Dazu zählen etwa Herzen, Sterne oder schachbrettartige Strukturen.
Ob man diese Funktion regelmäßig verwendet, hängt stark vom eigenen Garten und persönlichen Geschmack ab. Für besondere Anlässe oder als kleiner Blickfang kann sie durchaus Spaß machen.
Entscheidender ist, dass der MOVA auch klassische Mähmuster sauber abarbeitet. Auf offenen Flächen überzeugt das Ergebnis. Die Musterfunktion ist daher ein netter Zusatz, aber nicht das zentrale Verkaufsargument.
Umfangreicher Schutz gegen Diebstahl
Ein Mähroboter mit einem Preis von mehr als 2.000 Euro ist ein attraktives Ziel für Diebe. MOVA integriert deshalb mehrere Sicherheitsmaßnahmen.
Der Roboter ist mit einem Sicherheitscode gesperrt. Zusätzlich lässt sich sein Standort über die App verfolgen. Verlässt er die festgelegte Karte, kann eine Warnmeldung ausgelöst werden.
Außerdem ist ein Fach für einen Apple AirTag vorhanden. Besitzer können dadurch eine zusätzliche Ortungsmöglichkeit ergänzen. Der AirTag gehört allerdings nicht zum Lieferumfang.
Die Kombination aus hohem Eigengewicht, Sicherheitscode, Standortverfolgung und optionalem AirTag bietet einen soliden Schutz. Vollständig verhindern lässt sich ein Diebstahl damit nicht, die Weiterverwendung und das unbemerkte Entfernen werden aber deutlich erschwert.
Für welche Gärten eignet sich der MOVA?
Der MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD richtet sich klar an Besitzer großer Grundstücke. Auf weitläufigen Rasenflächen profitiert er von seiner breiten Mähfläche, dem kräftigen Antrieb und der hohen Akkukapazität.
Auch unebene oder steile Grundstücke gehören zu seinem bevorzugten Einsatzgebiet. Der Allradantrieb und die bewegliche Radaufhängung geben ihm Vorteile gegenüber leichteren Modellen mit nur zwei angetriebenen Rädern.
Auch Anwender mit besonders hohen Ansprüchen an den Kantenschnitt sollten die Bauweise berücksichtigen. Auf einer großen offenen Fläche arbeitet der MOVA schnell und sauber. Rund um Mauern und andere feste Begrenzungen bleibt jedoch weiterhin Handarbeit übrig.
Hoher Preis mit nachvollziehbarer technischer Gegenleistung
Mit einem Preis von mehr als 2.000 Euro gehört der LiDAX Ultra 2000 AWD zur Oberklasse. Das ist viel Geld, selbst für einen modernen Mähroboter ohne Begrenzungskabel.
Die technische Ausstattung erklärt einen Teil des Preises. LiDAR Navigation, Kameras, künstliche Intelligenz, vier einzeln angetriebene Räder, ein großer Akku und das breite Doppelmähwerk sind aufwendig.
Hinzu kommen Funktionen wie Livebild, Gegensprechen, Standortverfolgung und automatische Mehrzonenverwaltung. Der MOVA ist weit mehr als ein einfacher Roboter, der zufällig über den Rasen fährt.
Trotzdem muss sich ein Gerät dieser Preisklasse an hohen Erwartungen messen lassen. Die gelegentlichen App Probleme, die unübersichtliche Menüführung und der nicht vollständig überzeugende Kantenschnitt wiegen deshalb stärker als bei einem günstigen Einstiegsmodell.
MOVA bietet auch Varianten für kleinere Flächenklassen an. Wer keine 2.000 Quadratmeter bearbeiten muss, kann mit einer kleineren Ausführung möglicherweise Geld sparen. Die äußeren Dimensionen unterscheiden sich dabei allerdings nicht zwingend im gleichen Maß wie die Akkukapazität und Flächenfreigabe.
Fazit: Eindrucksvolles Kraftpaket mit Softwarebaustellen
Der MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD ist einer der imposantesten Mähroboter seiner Klasse. Er verbindet eine hohe Flächenleistung mit kräftigem Allradantrieb, zuverlässiger LiDAR Navigation und einem breiten Doppelmähwerk.
Auf großen und offenen Rasenflächen überzeugt er. Im Test bearbeitete er knapp 110 Quadratmeter in rund 33 Minutenund hinterließ auf der eigentlichen Fläche ein sauberes Schnittbild. Die Navigation funktionierte ohne Begrenzungskabel, ohne RTK Antenne und ohne dauerhafte Netzwerkverbindung zuverlässig.
Auch die Hinderniserkennung liefert gute Ergebnisse, sobald ihre Empfindlichkeit korrekt eingestellt ist. Personen und Gegenstände werden erkannt und sicher umfahren. Die Möglichkeit, Livebilder abzurufen und den Roboter manuell zu steuern, erweitert den Funktionsumfang zusätzlich.
Perfekt ist der MOVA dennoch nicht. Seine großen Abmessungen erschweren den Einsatz in engen Bereichen. Der Kantenschnitt bleibt hinter dem beworbenen Wert zurück und kann sichtbare Grasstreifen stehen lassen. Dazu kommt eine App, die zwar viele Funktionen bietet, aber teilweise unübersichtlich wirkt und gelegentlich verzögert reagiert.
Wer einen großen, offenen oder steilen Garten besitzt und möglichst wenig Installationsaufwand möchte, findet im MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD trotzdem einen leistungsfähigen Helfer. Für kleine und verwinkelte Grundstücke ist er dagegen schlicht zu groß.
Der MOVA ist damit kein Mähroboter für jeden Garten. Im passenden Umfeld spielt er seine enorme Leistung aber eindrucksvoll aus. Mit einigen gezielten Aktualisierungen für App und Navigation könnte aus dem starken Kraftpaket ein noch runderes Premiumprodukt werden.
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MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD
Der MOVA LiDAX Ultra 2000 AWD überzeugt mit hoher Flächenleistung, starkem Allradantrieb und zuverlässiger LiDAR Navigation. Auf offenen Grundstücken arbeitet er schnell und sauber. Schwächen beim Kantenschnitt, enge Passagen und die unausgereifte App verhindern eine Topwertung.
PROS
- Hohe Flächenleistung
- Breite Schnittfläche
- Kräftiger Allradantrieb
- Ohne Begrenzungskabel
- Sauberes Schnittbild
CONS
- Hoher Preis
- Schwächen beim Kantenschnitt
- App teilweise unübersichtlich
- Gelegentliche Software-Hänger